Ngannou-Coach Nicksick hofft auf Jones-Kampf: Er ist der GOAT
Es sollte das Jahr des Francis Ngannou werden. Nachdem er monatelang auf seine Titelchance gewartet hatte, nutzte er sie im Januar und schickte Stipe Miocic auf die Bretter. Vom anfänglichen Schwung blieb jedoch wenig übrig, nachdem man sich mit der UFC nicht auf einen Termin für die erste Titelverteidigung einigen konnte. Ngannous Trainer Eric Nicksick hofft nun, dass man im neuen Jahr richtig durchstartet.
„Wir haben etwas vom Januar gehört. Wir hoffen darauf und das ist das, was wir beim Rumstochern so mitbekommen haben“, erklärte Nicksick in der MMA Hour. „Aber bei der UFC weiß man nie. Die UFC kommt ja gerne mit einer Überraschung um die Ecke, also würde es mich nicht wundern, wenn es von einem Tag auf den anderen heißen würde ‚Überraschung, ihr kämpft gegen Jon Jones‘.“
Was auch im Interesse der Fans sein dürfte. Jon Jones ist seit mittlerweile anderthalb Jahren erklärter Wunschgegner von Francis Ngannou. Noch bevor der Kameruner zum Schwergewichts-Champion der UFC wurde, hatte er sich mit Jones in den sozialen Medien auf einen Kampf geeinigt, doch schon 2020 hatte die UFC Bedenken.
Jones legte daraufhin seinen Titel im Halbschwergewicht ab und bereitet sich seitdem auf den Wechsel ins Schwergewicht vor. Dieser soll direkt mit einem Kampf um den Titel erfolgen. Ngannou müsste dafür den Vereinigungskampf gegen Interims-Champion Ciryl Gane überstehen. Nicksick hofft einfach, dass dieses Matchup nicht zu einer ‚Was wäre wohl gewesen, wenn‘-Geschichte verpasster Gelegenheiten wird.
„Es gibt immer eine Chance und es ist einfach der Kampf schlechthin. Es wäre zum Kotzen, wenn man diese Möglichkeit nicht wahrnehmen würde. Es erinnert mich an Floyd Mayweather und Manny Pacquiao. Ich weiß nicht mehr, wann sie das erste Mal kämpfen sollten, aber Manny hat dann einen anderen Kampf gemacht und ist K.o. gegangen oder so. Das hat viel vom Glanz weggenommen. Ich hoffe einfach, dass dieser Kampf klappt, weil ich der ehrlichen Meinung bin, dass Jon Jones der GOAT ist. Und als Trainer und Wettkämpfer will ich einfach gegen die Besten antreten.“
„Ich habe großen Respekt vor Jon, Brandon Gibson und dem Team von JacksonWink, aber das ist das, was wir tun. Wir wollen kämpfen und wir wollen gegen die Besten antreten, die verfügbar sind. Ciryl hat seinen Hut in den Ring geworfen, aber ich denke, der Kampf, den jeder sehen will, ist einfach Jon gegen Francis.“
Wann dieser Kampf stattfindet, ist derzeit die große Frage. Die UFC scheint noch nicht bereit, Jones‘ finanzielle Forderungen zu erfüllen. Darüber hinaus ist man auch nicht mit Ngannou auf Wellenlänge, sonst wäre es nie zu einem Interims-Titelkampf nur vier Monate nach dem regulären Titelkampf gekommen. Nicksick nimmt es nicht persönlich, das Team um Ngannou wird einfach weiterhin seinen Job machen, dann wird sich alles schon wieder einrenken.
„Die UFC ist ein Geschäft, sie macht das, was am besten für sie ist. Ich bin nur froh, dass Francis eigentlich die ganze Zeit im Gym ist und trainiert. Ab dem Moment, als wir den Namen Derrick Lewis bekamen, war er in der Vorbereitung. Es ist wie im letzten Jahr während der Pandemie, als wir gegen Rozenstruik gekämpft haben. Wir hatten ein Camp von 14 oder 15 Wochen, das und sehr nach vorne gebracht hat. Damit hatten wir sein Gewicht unter Kontrolle und er war die ganze Zeit aktiv. Wir konnten seine Fähigkeiten verbessern und haben viel hinter den Kulissen gearbeitet.
„Francis ist hungrig und motiviert. Ich will nicht für ihn sprechen und sagen, dass er nicht respektiert wird, aber die das scheint ja für alle offensichtlich und so wird er sich auch fühlen. Diese Politik und all das Drumherum können wir aber nicht kontrollieren, aber solange wir unseren Arsch ins Gym bewegen und hart arbeiten, werden uns gute Dinge passieren.“