GnP-Awards 2010: Kickboxer des Jahres national
Der GnP-Award für den besten Kickboxer national 2010 geht an: Baker Barakat.
"Mr. Energy" Baker Barakat vom Euskirchener Energy Gym ist der nationale Kickboxer des Jahres 2010. Die GroundandPound Leser wählten ihn auf den ersten Platz. Dabei konnte er sich gegen den favorisierten Danyo Ilunga (Fighting Gym) durchsetzen. Platz drei ging an Alex "Wolverine" Schmitt vom Boxgymnasium aus Heidelberg.
Hier die exakte Stimmverteilung im Überblick:
1. Baker Barakat (Energy Gym) 33,5 %
2. Danyo Ilunga (Fighting Gym) 26,1 %
3. Alex Schmitt (Boxgymnasium) 14,6 %
4. Gökhan Arslan (Nürtingen) 12,6 %
5. Dima Weimer (Hamburg) 8,3 %
6. Leo Zulic (Würselen) 4,9 %
Das Jahr 2010, für Baker Barakat muss das Fazit einfach positiv ausfallen. Beim S-8 Event gab es einen Punktsieg über den Mann der vielen Farben, Fadi Merza. Das ganz große Meisterstück lieferte er aber bei der Humans Fight Night in Hamburg ab. Den Thailänder Surnsuc erledigte er relativ problemlos. Im Halbfinale gegen Marco Pique schien es zunächst so, das Barakat das Ding womöglich nach Punkten verlieren würde. Aber wenn beim Euskirchener eines sicher ist, dann das man ihn nie abschreiben sollte. Das machte wohl Pique und wurde dafür in Runde 3 böse bestraft. Im Finale gab es einen technisch einwandfreien und sauberen Kampf gegen Dima Weimer der beste Werbung für den Sport war. Ein knapper, aber nicht unverdienter Punktsieg für Barakat sprang dabei heraus.
Auf Rang zwei landete Danyo Ilunga aus Waldbröl. Unter Insidern galt er als Favorit auf den Gesamtsieg. Auch wenn es eine ganz knappe Kiste war, im Vergleich zum letzten Jahr als er auf Platz fünf landete war es schon eine ganz deutliche Steigerung. Nachdem das Jahr sehr vielversprechend für Ilunga begann, u.a. mit einem TKO-Sieg gegen Karl Glyschinski, musste er auf der Mix Fight Gala X eine überraschende TKO-Niederlage gegen Henriques Zouwa einstecken. Daraus gestärkt kehrte er gegen Bob von Boxmeer zurück, den er wie ein Schnitz weichklopfte. Zum Jahresabschluß knockte er Karl Glyschinski ein zweites Mal und holte sich den IKBO-WM Titel im Schwergewicht. Für 2011 hat er sich viel vorgenommen. Da er mittlerweile von K-1 Veteran Remy Bonjasky betreut wird, ist es durchaus denkbar, das er bei K-1 in Japan oder den ganz großen Events in Holland eine Chance bekommt.
Platz drei ging an Alex Schmitt vom Boxgymnasium aus Heidelberg. Für ihn begann das Jahr 2010 nach Maß. Zuerst holte er sich in München in der Höhle des Löwen den MTBD-Titel im Muaythai. Nicht zu stoppen war er auf der Biest Fight Night in seiner Heimatstadt Heidelberg, als er den bis dahin amt. ISKA-Europameister Lorand Sachs nach einem Punktsieg enttrohnte. Auf der Mannheimer Fight Night konnte er ebenfalls seine Klasse unter Beweis stellen und siegte einstimmig nach Punkten. Auf der Mix Fight Gala X in Darmstadt musste er sich nach guter Vorstellung denkbar knapp mit 1-2 Punktrichterstimmen gegen Shemsi Beqiri geschlagen geben. Auch beim Klash Tournament reichte es leider nicht für das Halbfinale. Eine 0-3 Punktniederlage gegen Arian Vatnikai stand zu Buche.
Platz vier belegte Gökhan Arslan aus Nürtingen. Dieser stieg in 2010 zwar nur ein einziges Mal in den Ring, doch genau dieser eine Kampf war schon eine starke Hausnummer die er ablieferte. Auf der Nürtinger Fight Night im vergangenen Juni siegte er nach einem Thriller-Fight gegen Frederic Meiß aus Frankfurt und holte sich den WKA-WM Titel im Fullcontact. Ob der Nürtinger noch einmal aktiv in den Ring zurückkehren wird, das muss man leider abwarten. Wünschenswert wäre es auf jedenfall. Denn Arslan hat gezeigt das Fullcontact-Kickboxen seine attraktiven Seiten hat und auch für das Publikum sehr ansprechend ist.
Platz fünf sicherte sich Dima Weimer von Hamburger Kwan Gym. Dieser drehte erst in der zweiten Jahreshälfte so richtig auf. Bei der Humans Fight Night siegte er zuerst im Schnelldurchgang gegen Egon Racz. Im Hablfinale lieferte er sich für viele der anwesenden Zuschauer den Kampf des Abends, als er sich mit einem Punktsieg gegen Shemsi Beqiri, seines Zeichens der Titelverteidiger, für das Finale qualifizierte. Dort reichte es dann letztendlich nicht und er scheiterte gegen Baker Barakat. Dafür sollte er sich im Dezember ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk machen. In seiner Heimatstadt holte er sich nach einem TKO-Sieg über Mattias Karlson aus Schweden. Weimer wird man auch 2011 wieder fest auf der Rechnung haben müssen.
Platz sechs ging an Leo Zulic vom Mujoken Ki Dojo aus Würselen. Dieser lieferte sich ein hartes Gefecht auf der Best of the West Veranstaltung wo er Thai-Star Nonsai unterlag. Doch das warf den Göbkes-Schützling keines Wegs aus der Bahn. Auf der Mannheimer Fight Night siegte er ungefährdet nach Punkten gegen Mourad Ouchen. In Herne holte er sich den Medwedeff Cup, als er im Finale in einem erstklassigen Duell Mikael Bajramov (K1 Fight Club) nach einer Extra-Runde besiegen konnte. Die Kröning aber folgte am 11. Dezember, als er sich nach einem TKO-Sieg über den Österreicher Adil Osmani (Tosan Gym) den Europatitel der IKBF sicherte.
