Ergebnisse: Masters Fight Night Duisburg
Zum Auftakt der Masters Fight Night-Reihe konnte sich Promoter Klaus Waschkewitz über eine volle Halle freuen. Zum einen ging es auf dieser Veranstaltung um die Qualifikation für das Finale der Acht besten Mittelgewichtler am 14. Mai in der Scania Arena, zum anderen wurde unter dem Motto “King of Under 18” der jugendlichen Nachwuchs präsentiert. Eingerahmt wurde das Ganze von zwei Schwergewichtskämpfen und einem ProAM-Titelkampf.
Bei den Vorkämpfen stach besonders der Kampf zwischen Aleks Muhoberac und Jama Saidi heraus. Beide kämpften auf hohem Niveau und man hatte den Eindruck, Aleks könnte mit seinen tollen Knietechniken den Kampf gewinnen. Leider arbeitete er taktisch nicht konsequent genug und so hieß am Ende der Punktsieger Jama Saidi. Es zeigt sich -wie in diesem Beispiel- nun immer öfter, das auch der Nachwuchs teilweise ein Niveau zeigt, wo ein Kampf nur gewonnen wird, wenn der Kämpfer hoch konzentriert und taktisch konsequent kämpft.
Die beiden IKBO-Junioren-Weltmeister Marcel Hadjali und Jerome Kock präsentierten sich von völlig unterschiedlichen Seiten. Während Hadjali spielerisch durch K.O. in Runde 1 gewann, wirkte Kock überfordert und verlor klar nach Punkten gegen Arbin Mertin vom Fighting Gym.
Der Deutsche Pro Am Titelkampf zwischen Ilyas Ermis und Vladimir Ivcenko wirkte im Ergebnis überraschend, da Ivcenko nach fünf Runden zum Punktsieger erklärt wurde. Der Kampf wirkte über die gesamte Distanz sehr ausgeglichen, aber man hätte berücksichtigen sollen, das Ermis technisch sauberer kämpfte und auch taktisch ausgereifter wirkte. Das Kampfgericht sah es aber leider anders uns so hieß der neue Deutsche Meister Vladimir Ivcenko.
Im ersten Schwergewichtskampf des Abends ging es über die Distanz von 3X3 Minuten zwischen Patrick Liedert und Murat Gerceri. Beide zeigten ein Wahnsinns-Tempo und fighteten über die volle Distanz. Trotz harter Treffer auf beiden Seiten zeigte keiner der Kontrahenten eine Schwäche. Technisch ausgereifter wirkte Liedert während Gerceri einen tollen Kampfeswillen zeigte. Am Ende hieß der Punktsieger Patrick Liedert vom Masters Gym.
Tayfun Karci war eigentlich schon für das Mittelgewichtsfinale im Mai in der Scania Arena qualifiziert und sprang kurzfristig für Makail Bajramov ein, der laut Aussage seines Trainers Antibiotika einnehmen musste und deshalb nicht kämpfen konnte. Was die Zuschauer in dem Kampf zwischen Tayfun Karci und Alex Tullius zu sehen bekamen, war schon absolute Spitzenklasse und mit Sicherheit der Top-Kampf des Abends. Technisch präzise, explosiv und hoch konzentriert verlief die erste Runde. Während die Fausttechniken meist auf der Deckung landeten trafen beide mit harten Bodykicks und man hatte den Eindruck, das beide in der Lage waren, den Kampf vorzeitig zu beenden. In Runde Zwei leistete sich Tullius die Dummheit und nahm nach ein paar Kopftreffern die Deckung runter und lies sich schlagen, um zu bewiesen, das ihn Treffer nichts anhaben können. So kann man keinen Kampf gewinnen und so hieß der Punktsieger nach einer tollen dritten Runde Tayfun Karci.
Im zweiten Mittelgewichts-Qualifikation-Fight zwischen Erol Tuncay und Arthur Wiebe bekamen die Zuschauer nicht so viel geboten, denn nach zwei Lowkick-Treffern war der kam schon in Runde 1 zu Ende.
Im angekündigten Main-Fight im Superschwergewicht zwischen Vladimir Toksasynov und Sascha Brinkmann tobte die Halle. Brinkmann wollte es seinem Teamkollegen Erol Tuncay gleichtun und griff mit zahlreichen Lowkicks an, vernachlässigte jedoch seine Deckung. Ein erster harter Schlag von Toktasynov und Brinkmann ging zu Boden und wurde angezählt. In buchstäblich letzter Sekunde zeigte sich Brinkmann kampfbereit. Toktasynov griff sofort mit einem Schlaghagel an. In dem ohrenbetäubenden Zuschauerlärm war dann auch der Schlussgong der ersten Runde nicht zu hören, als zeitgleich der Ringrichter den Kampf abbrach und somit Vladimir Toktasynov den Kampf durch RSC in Runde eins gewann.
Masters Fight Night
05. Februar 2011
Masters Gym Arena, Duisburg
Ergebnisse
Mehmet Denis (Masters Gym) bes. Oleg Slonov (MT Dortmund)
Denis Wosik (Masters Gym) bes. Dani Mertin (Fighting Gym)
Phillip Kolodzej (Fightclub Wuppertal) bes. Andre Wilde (No Limit)
Jama Saidi (Champions Gym) bes. Aleks Muhoberac (MT Dortmund)
Anton Meininger (No Limit) bes. Vitali Fendel (Masters Gym)
Arbin Mertin (Fighting Gym) bes. Jerome Kock (ASK)
Roman Saraj (Masters) bes. Kolja (Schwarz Gym)
Ibo Izgini (Champions Gym) draw Marcin Bajko (Fightclub Leverkusen)
Marcel Hadjali (Masters Gym) bes. Dusan Tosic (You Can)
Vladimir Ivcenko (Gladiator Köln) bes. Ilyas Ermis (Side Kicks)
Patrik Liedert (Masters Gym) bes. Murat Gerceri (Fight Lounge)
Tayfun Karci (Masters Gym) bes. Alex Tullius (MAA Mannheim)
Erol Tuncay (K1 Club) bes. Arthur Wiebe (Mejiro)
Vladimir Taktasynov (Masters Gym) bes. Sascha Brinkmann (K1 Club)
