Beat Fight World Championships in Korea
Am 23. April steigt im koreanischen Seoul die 2011er Ausgabe der Beat Fight World Championships Reihe. Wer jetzt bei diesem Namen an einen Fight-Event denkt der mit fetten Beats untermalt ist, der wird ganz schnell erkennen das dies nicht der Fall ist.
Das Konzept von Beat Fight World Championship ist dabei relativ simpel aber auch inovativ zugleich. Gekämpft wird nach den allseits bekannten K-1 Regeln. Allerdings und jetzt wird es interessant, geht hier ein Team bestehend aus 2 Kämpfern, also als Tag-Team an den Start, wobei der Kampf nichta uf 3 Runden à 3 Minuten angesetzt ist, sondern es wird lediglich 1 Runde, die aber eine Kampfzeit von 9 Minuten haben wird, ausgekämpft. Je 1 Kämpfer aus einem Team stehen im Ring, wobei immer mindestens 30 Sekunden gekämpft werden müssen bevor man mit seinem Partner wieder wechseln kann. Diese Variante lässt genügend Möglichkeiten für taktische Strategien zu. Der Kampf kann entweder nach Punkten, TKO, KO oder Aufgabe gewonnen werden.
Erfreulich hierbei ist, das auch ein Team aus Deutschland den Sprung über den Teich geschafft hat. Dabei handelt es sich um die beiden Ex-Weltmeister Franek Lukanowski (Fight Lounge, Dortmund) und Florian Ogunade (Nordschmiede, Hamburg). Dabei hatte Lukanowski bereits 2008 die Möglichkeit sich den WM-Titel bei der Beat Fights World Championship Veranstaltung zu sichern, bis ihn eine Verletzung im Finale stoppte. Jetzt wagt der Dortmunder, der sich durch das Training mit seinen Schützlingen wie Nico Falin oder Phillip Ahrendt noch immer für fit genug hält, einen neuen Anlauf. Mit Florian Ogunade hat er sich dabei einen starken Partner ausgesucht. Der Hamburger feierte nach langer Verletzungspause bei der letzten Get in the Ring Veranstaltung sein Comeback, musste sich aber in einer Schlacht gegen Martin Jahn geschlagen gegeben. Wer jetzt aber glaubt das beide Kämpfer, die im übrigen in ihrerer Karriere beide den IKBO-Schwergewichts WM Titel inne hatten, zu alt wären liegt falsch. Gerade duch diese neue und inovative Art zu kämpfen, fühlen sich Lukanowski und Ogunade mehr als nur notiviert und bereit für das Abenteuer Korea. Ihre Gegner und das ist kein Geheimnis, werden 2 Koreaner sein. Bedingt dadurch das die Beat Fights World Championship Reihe noch nicht in dem großen Fokus steht, war es bisher leider nicht möglich die Namen der Gegner zu ermitteln.
Auch für Veranstalter in Deutschland, selbst wenn der eine oder andere dabei noch skeptisch sein wird, dürfte diese Variante des Kampfsport sehr interessant sein. Mal gespannt, wann sich der erste Promoter traut.
