WBA ordnet Jürgen Brähmer gegen Sergey Kovalev an
20 Monate sind seit dem Sieg von Sergey Kovalev gegen Bernard Hopkins vergangen. Mit der einstimmigen Punktentscheidung sicherte sich der Russe den Titel des WBA-Superchampions, den er nun verteidigen soll. Pflichtherausforderer ist der reguläre Titelträger Jürgen Brähmer, der seinen Gürtel zuletzt gegen Eduard Gutknecht aufs Spiel setzte. Ein Duell mit dem ungeschlagenen Kovalev wäre eine ungleich schwerere Aufgabe. Der US-Amerikaner Andre Ward könnte diese Ansetzung jedoch zunichtemachen.
Wie bei Superchampions der großen Boxverbände üblich, wurde Sergey Kovalev eine 18-monatige Frist eingeräumt, seinen WBA-Titel zu verteidigen. Da dieses Ultimatum bereits vor zwei Monaten verstrich, ordnete die WBA nun Verhandlungen zwischen dem Russen und Pflichtherausforderer Jürgen Brähmer an.
Während Brähmer die Zeit nutzte, um seinen regulären WBA-Titel sechsmal zu verteidigen, bezwang Kovalev Isaac Chilemba, Nadjib Mohammedi und schlug Jean Pascal zweimal in Montreal kampfunfähig.
Nun soll es zu dem lange erwarteten Kampf der beiden Halbschwergewichte kommen. Zuvor müssen jedoch einige Fragen geklärt werden. Kovalev ließ bereits verlauten, dass er sich im November mit Andre Ward messen will, womit er seinen WBA-Titel nicht verteidigen könnte. Trifft dies ein, muss er entweder Brähmer eine Entschädigung zahlen und das Aufeinandertreffen verschieben, oder seinen Titel abtreten. Wählt er die zweite Option, wäre der 37-Jährige Deutsche automatisch der neue Superchampion der WBA.
Derzeit läuft die Verhandlungsphase, in der sich beide Seiten einigen können. Geschieht dies nicht innerhalb von 30 Tagen, wird der Kampf an den Höchstbietenden verkauft.
