Floyd Mayweather wird WBO-Titel aberkannt
Floyd Mayweather Jr. muss sein WBO-Gold abgeben. Der Boxer mit dem Spitznamen „Money“ war nach dem Titelgewinn gegen Manny Pacquiao dazu veranlasst obligatorische drei Prozent seiner Kampfbörse an den Weltverband abzutreten, kam dieser Zahlung jedoch nicht nach. Als Reaktion dieser Missachtung wurde der WBO-Titel im Weltergewicht für vakant erklärt.
Mayweather hatte sich den Gürtel am 2. Mai im Mega-Fight gegen Pacquiao gesichert (GNP1.de berichtete). Die World Boxing Organization (WBO) erkannte dem 38-Jährigen den WM-Gürtel inzwischen ab, da er der verpflichtenden Zahlung von 200.000 Dollar (ca. 180.000 Euro) bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag nicht nachkam. Mayweather hatte durch den Sieg gegen Pacquiao geschätzte 220 Millionen Dollar (ca. 200 Millionen Euro) verdient.
„Das ist eine Farce“, so Mayweather Promotions Boss Leonard Ellerbe in einer Stellungnahme. „Floyd wird entscheiden ob und welche Maßnahmen er in die Wege leiten wird. In der Zwischenzeit wird er einige hundert Millionen (Dollar) genießen, die er aus seinem letzten Kampf verdient hat. Diese Entscheidung (der WBO) beeinflusst ihn keinesfalls. Er wird nicht von einer Organisation oder einer Person herumkommandiert. Er hat das alleinige Entscheidungsrecht.“
Mayweather hat 14 Tage Zeit, um Einspruch gegen das Urteil der WBO einzulegen. Der in all seinen 48 Profikämpfen unbesiegte US-Amerikaner ist derzeit noch Weltmeister der WBC und WBA. Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf gegen Pacquiao erklärte er überraschend, dass er alle Titel in naher Zukunft niederlegen will (GNP1.de berichtete). Dieses Vorhaben ist ihm mit dem WBO-Titel offenbar gelungen.
