Juri Kehl triumphiert in Aserbaidschan
Die Qabala Fight Serie in Aserbaidschan am gestrigen Sonntag sollte alles bieten, was man sich für einen Kampfsport-Event so wünscht, oder im Fall von Hesdy Gerges - auch nicht. Allerdings gibt es auch viel Positives zu vermelden und dabei setzte Juri "The Brain" Kehl ein mehr als dickes Ausrufezeichen.
Qabala Series Tournament
Schon im ersten Viertelfinale untermauerte "The Brain" Juri Kehl das er ein gewichtiges Wörtchen um den Gesamtsieg mitsprechen wird. Kurz und vor allem schmerzvoll für seinen Gegner beendete er den Kampf gegen Telman Suleymanov aus Aserbaidschan und qualifizierte sich durch T.K.o. für das Halbfinale. Die große Überraschung in diesem Viertelfinale war das Ausscheiden eines der Favoriten. Tadas Jonkus wurde zu recht im Vorfeld hoch gehandelt, musste aber nach der Punktniederlage gegen Teo Mikelic bereits nach einem Kampf wieder die Koffer packen. Besser machte es hingegen Roman "Thunder" Mailov aus der Ukraine. Dieser besiegte Mateusz Kopiec einstimmig nach Punkten und folgte den bereits genannten Kämpfern in die Vorschlussrunde. Dieses Feld wurde durch Ramal Aslanov komplettiert, der sich mit K.o. gegen Guo Xianfeng behaupten konnte.
Im ersten Halbfinale trafen dann Roman Mailov (Ukraine) und Ramal Aslanov (Aserbaidschan) aufeinander. "Lord" Aslanov sollte hier mit einem einstimmigen Punktsieg die Oberhand behalten und sich unter dem Jubel seiner Landsleute den ersten Finalplatz zu sichern. Spannender ging es im zweiten Halbfinale zwischen Juri Kehl und Teo Mikelic zur Sache. Kehl war durch die Halbfinalleistung von Mikelic gewarnt, wo dieser Tadas Jonkus ausschalten konnte. Und das dies kein Zufall war, stellte Mikelic mit einem Spinning Back Kick zum Kopf von Kehl unter Beweis. Dieser musste zwar angezählt werden, konnte den Kampf aber fortführen. Die Punktrichter gaben eine Zusatzrunde und dort konnte Kehl seinem Gegner eine Platzwunde verpassen, worauf dieser aus dem Kampf genommen werden musste.
So gab es dann das Finale zwischen Lokalheld Ramal Aslanov und Juri "The Brain" Kehl. Auch hier sollte es wieder ähnlich, wie im Halbfinale, sehr eng zur Sache gehen. Denn die Punktrichter waren sich nach Ablauf der drei Runden wieder nicht einig und es wurde eine Verlängerungsrunde angesetzt. Auch hier konnte Kehl seinem Gegner eine Platzwunde verpassen, was diesen allerdings nicht am Weiterkämpfen hinderte und so hatten abermals die Punktrichter das letzte Wort. Diese werteten knapp mit 2-1, aber verdient für Juri Kehl, der mit diesem Sieg ein weiteres Ausrufezeichen im Ausland setzen konnte.
Wichtige Punkte gab es bei den Ranglisten-Kämpfen von Glory zu vergeben. Diese sicherte sich zum einen Albert "The Hurricane" Kraus mit einem einstimmigen Punktsieg über Erkan Varol, für den es abermals nicht zu einem Sieg gegen einen der ganz großen Top-Stars reichen sollte.
Spektakulär war der Auftrag des "Jaguars" Mosab Amrani, der, und das war so nicht zu erwarten, sich mit einem K.o.-Sieg gegen Chi-Bin Lim behaupten konnte. Mit demselben Ergebnis bezwang Perviz Abdullayev seinen Gegner Jiao Fukai und holte sich damit seine ersten Punkte für die Glory-Rangliste.
Im mit Abstand kürzesten aber auch spektakulärsten Kampf des Abends, wenngleich dies auch negativ gemeint ist, konnte sich "Fighterheard" Hesdy Gerges gegenüber Jamal Ben Saddik durch Disqualifikation bereits in Runde Eins behaupten. Was genau die Gründe dafür waren und wie es dazu gekommen ist, könnt ihr in etwas ausführlicher in einer gesonderten News lesen.
Qabala Fight Series
29. Juni 2014
Aserbaidschan
Qabala Series Tournament / Finale
Juri Kehl bes. Ramal Aslanov durch Punkte 2-1 (Extra Runde)
Glory Ranglisten-Kämpfe
Albert Kraus bes. Erkan Varol durch Punkte 3-0
Hesdy Gerges bes. Jamal Ben Saddik durch Disqualifikation in Runde 1
Qabala Series Tournament / Halbfinals
Juri Kehl bes. Teo Mikelic durch T.K.o.
Ramal Aslanov bes. Roman Mailov durch Punkte 3-0
Glory Ranglisten-Kämpfe
Mosab Amrani bes. Chi-Bin Lim durch K.o.
Perviz Abdullayev bes. Jiao Fukai durch K.o.
Qabala Series Tournament / Viertelfinals
Juri Kehl bes. Telman Suleymanov durch T.K.o.
Roman Mailov bes. Mateusz Kopiec durch Punkte 3-0
Ramal Aslanov bes. Guo Xianfeng durch K.o.
Teo Mikelic bes. Tadas Jonkus durch Punkte 3-0
