GnP-Awards 2011: Kickboxer des Jahres international
Buakaw Por. Pramuk wurde von den Lesern von GroundandPound zum internationalen Thai- und Kickboxer des Jahres 2011 gewählt. Damit schaffte es zum ersten Mal seit der Einführung der Awards ein Kämpfer aus Thailand, dem Mutterland des Muaythai, ganz oben auf das Treppchen. Auf Rang 2 folgte ihm K-1 Veteran Gökhan Saki, welcher u.a. Das Glory World Final gewann. Rang 3 ging an "The Gunslinger" John Wayne Parr. Der Australier machte 2011 einen Rücktritt vom RÜcktritt.
Hier die Vergabe der Stimmen im Überblick:
1. Buakaw Por. Pramuk (Thailand) 31,71 %
2. Gökhan Saki (Türkei) 27,87 %
3. John Wayne Parr (Australien) 14,63 %
4. Robin van Roosmalen (Holland) 13,24 %
5. Sergei Lascenko (Ukraine) 7,32 %
6. Kem Sitsongpeenong (Thailand) 5,23 %
Acht Kämpfe - 8 Siege im Jahr 2011. Seit Mai 2010 ist Buakaw Por Pramuk nicht mehr besiegt worden. Er startete mit einem TKO-Sieg über Youssef Boughanem aus Belgien. Was folgte waren drei Siege (gegen Djime Coulibaly, Gilmar China und Tomoaki Makino) in der Thai Fight Serie. Beim Debut der Muaythai Premier League besiegte er Warren Stevelmans und sicherte sich den WMC-WM Titel im Junior Mittelgewicht. Der Focus des ehem. K-1 World Max Champion lag nun ganz auf der Thai Fight Serie. Im Viertelfinale gab es einen Punktsieg über Abdallah Mabel aus Frankreich. Im Halbfinale schickte er dessen Landsmann Mickael Piscitello durch KO in Runde 2 auf die Bretter. Das Finale gegen Frank Giorgi aus Australien wurde zu einer klaren Angelegenheit für den Thailänder und er Tournament Sieg war somit nur noch reine Formsache. Auch ohne K-1 war es für Buakaw Por Pramuk ein erfolgreiches Jahr, welches besser nicht hätte sein können.
Nur zwei Kämpfe im Jahr 2011 und trotzdem katapultierten die GnP-Leser K-1 Veteran Gökhan Saki auf Platz 2 der Awards. Allerdings legte er bereits schon in der letzten Hälfte des Jahres 2010 den Grundstein für seinen Erfolg. Zunächst warfen ihn ein paar Verletzungen zurück und das K-1 nicht mehr auf die Beine kam, war auch nicht gerade förderlich für Saki. Im März folgte zunächst ein einstimmiger Punktsieg gegen Wendell Roche im Halbfinale der Ultimate Glory Series. Das folgende Finale in Moskau gewann er ebenfalls einstimmig nach Punkten gegen Brice Guidon aus Frankreich. Danach schockte der Schwergewichtler die Thai- und Kickboxfans mit der Aussage, das er nur noch einen Kampf bestreiten wird, bevor er ins Profi-Boxen wechselt. Für diesen Abgang gibt es auch mit "Bad Boy" Badr Hari den passenden Gegner. Vielleicht überlegt es sich Saki ja noch einmal und kehrt wieder bzw. bleibt doch beim Thai- und Kickboxen. Seine Fans würden sich mit Sicherheit freuen.
Platz drei ging an John Wayne Parr aus Australien. "The Gunslinger" schockt zum Jahresbeginn die Fans in dem er ankündigte, das 2011 das letzte Jahr in seiner Karriere sein wird. Rums - das hatte gesessen. Dann startete die Farewell Tour in Melbourne. Zur Überraschung vieler siegte er durch die 3 Knockdown Regel bereits in Runde 1 gegen Mike Zambidis. Was folgte war ein TKO-Sieg in der zweiten Runde gegen Mostafa Abdollahi bei Capital Punishment 4. Den Jahresabschluss versüßte sich Parr mit einem knappen aber verdienten Punktsieg über Thai-Star Nonsai bei Evolution 25. Danach schockte der Australier erneut seine Fans, diesmal aber mit etwas positiven. Denn entgegen seiner Anküdigung die Handschuhe an den Nagel hängen zu wollen, beflügelten den Australier wohl die jüngsten Erfolge und so möchte Parr seine Karriere zur Freude vieler doch noch fortsetzen. Klar, eine Legende sieht man eben gerne im Ring.
Auf Platz vier folgte Robin van Roosmalen und der sorgte im September letzten Jahres für eine faustdicke Überraschung, doch der Reihe nach. Zum Jahresauftakt gab es einen Punktsieg gegen Chahid Oulad El Hadj. Nur ganze 13 Tage später folgte ein verdienter Sieg gegen David Kyria bei Ultimate Glory. Ein kleiner Rückschlag folgte im Mai mit einer Punktniederlage gegen Mohammed Khamal. Davon erholte sich der Holländer und bekam die Chance beim "Fast&Furious" Event von It`s Showtime nach der verletzungsbedingten Absage von Giorgio Petrosyan sich zu beweisen. Das, mit was wohl nur die wenigsten gerechnet hatten, sollte in am 24. September in Brüssel eintreten. Zunächst entledigte sich van Roosmalen durch TKO im Viertelfinale Chahid Oulad El Hadj. Im Halbfinale gab es einen fast einstimmigen Punktsieg gegen Chris Ngimbi. Der große Knall kam dann im Finale. Mit KO bezwang er auch K-1 Max Veteran Arthur Kyshenko und sicherte sich den Gesamtsieg. Aus dem ewigen Talent ist ein für alle Kämpfer ernstzunehmender Gegner geworden.
Platz fünf sicherte sich Sergei Lascenko aus der Ukraine. "The Ukrainian Tough Guy" beschränkte sich zwar auf die SuperKombat World Grand Prix Serie und stand dabei nur ganze 7:11 Minuten im Ring, dafür aber mit großem Erfolg. Die erste Vorausscheidung gewann er mit KO-Siegen über Dzevad Poturak (Bosnien) und Roman Kleibl (Tschechien). Beim World Finale welches im Rahmen der Mix Fight Gala XII in Darmstadt stattgefunden hatte, entsorgte er zunächst Erhan Deniz aus der Türkei. Im Finale wartete Ismael Londt aus Surinam und zunächst sah es auch garnicht gut aus für den Ukrainer, der in Runde 1 angezählt werden musste. Londt setzte alles auf eine Karte, vernachlässigte aber seine Deckung und genau das nutzte Lascenko eiskalt aus und schickte "Mr. Pain" in das Land der Träume. Mit ihm wird man auch 2012 wieder rechnen müssen, dafür wird sein Trainer Mike Passenier schon sorgen.
Platz sechs ging an Kem Sitsongpeenong aus Thailand, den einige auch unter Khem Fairtex kennen dürften. Kem leistete sich allerdings einen Fehlstart in das Jahr 2011 mit einer Niederlage gegen Sudsakorn Sor Klinmee beim Isuzu Tournament. Danach gab es aber kein halten mehr. Nur einen Monat später schlug er Kongjak Sor Tuantong durch KO und im April war er gegen Prakaisaend Sit O mit einem DQ-Sieg erfolgreich. Im Juni der erste Titelgewinn - durch KO gegen Nopparat Keattchamtom gewann der das Isuzu Tournament. Im September startete Kem beim Thai Fight Tournament in der 67kg Klasse und auch hier standen die Zeichen auf erfolgt. Dem Auftaktsieg gegen Alessio Angelo (TKO) folgte ein Punktsieg gegen Dongsu Kim aus Südkorea. Im Finale, kurz vor Weihnachten, machte er den Sack zu besiegte Fabio Pinca aus Frankreich im Finale der Thai Fight Serie. Da Kem auch gut bis 71kg kämpfen kann, könnte es 2012 zu ein paar interessanten Duellen kommen.
