Bönninger, Övgüer, Kokalitsas und Sarkotic in Aschaffenburg
Die Apache Fight Night am 26. Oktober in Aschaffenburg nimmt weitere Konturen an. Nachdem wir zuerst die vier Titelkämpfe der Veranstaltung präsentiert haben, kommen nur vier weitere Kämpfe auf das Programm hinzu.
In einem Superfight nach K-1-Regeln werden sich "The German Pitbull" Leo Bönninger (Galaxy Gym) und Alexander Sarkotic (Trans4mers) gegenüberstehen. Bei beiden Kämpfern lief es in ihren jeweils letzten Kämpfen nicht so, wie sie es sich selbst vorgestellt hatten. Bönninger musste sich bei der Night for Masters gegen Arxhent Ismajli geschlagen geben, ehe ihn bei EnfusionLive eine Verletzung in Runde zwei stoppte. Trotzdem ist er heiß darauf, mit einem Sieg wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ähnliches gilt auch für Alexander Sakotic (Trans4mers). Beim EML-Finale gab es trotz einer starken Leistung eine Punktniederlage gegen Sebastian Harms-Mendez, was allerdings kein Beinbruch darstellen sollte, da Mendez ohnehin als Favorit gehandelt wurde. Ein Sieg für ihn wäre natürlich etwas Balsam für die Seele und für weitere Aufgaben nicht unwichtig.
Bei den ganz schweren Jungs werden sich Oguz Övgüer (Team Övgüer) und Alex Kwasniak (Galaxy Gym) im Ring gegenüberstehen. Scheinbar klare Vorteile für Övgüer im Vorfeld: Der amtierende WKA-Weltmeister hat inzwischen sein eigenes Team und wird dabei von Zijo Poljo betreut, welcher in den 80ern und 90ern selbst einer der stärksten Kämpfer war und sich epische Schlachten u.a. mit Jerome LeBanner lieferte. Ein Sieg wäre wichtig, da Övgüer sich erneut für einen WM-Titelkampf der WKU empfehlen möchte. Alex Kwasniak, seines Zeichens nationaler Titelträger des MTBD (2011) und der ISKA (2012), hat sich in den letzten Monaten etwas rar gemacht. Doch wenn der Regensburger in den Ring steigt, dann erleben seine Gegner meist das Ende des Kampfes nicht. So vermieste er z.B. schon Ende 2012 IBKO-Champion Daniel Török sein Comeback.
Im September kehrte der deutsche ProAM-Meister der ISKA, "The Destroyer" Panagiotis Kokalitsas (Nubia Sports), nach einjähriger Pause mit einer sehr starken Vorstellung vor seinen eigenen Fans in den Ring zurück. Mit Blick auf seinen Gegner Mohammad Jamal wird klar: Der Mainzer möchte keinen Moment verschwenden, um weiter auf seiner Karriereleiter nach oben zu klettern. Der ehemalige Steko-Schützling Jamal hatte im Amateurbereich schon fast alles gewonnen, was man gewinnen konnte. Bei den Profis erreichte er den EM-Titel der WKA. Der WM-Titel blieb ihm verwehrt und daher wäre ein Sieg natürlich immens wichtig, wenn Jamal dafür in das Gespräch bringen möchte.
Was bei Kokalitsas passte, sollte seinem Teamkollegen Jury Statkevich (Nubia Sports) leider nicht gelingen. Trotz guter Anfangsphase konnte der den deutschen ProAM-Titel letztendlich nicht nach Mainz holen. In Aschaffenburg soll ein Sieg her, damit auch ein Titelkampf bald wieder infrage kommt. Dazu muss erst einmal Christian Bolle (Boxplatz) bezwungen werden. Dieser wird mittlerweile vom ehemaligen PKA-, WMAA- und Wako-Champion Mario Dimitroff betreut und dieser weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Kämpfer auf bevorstehende Aufgaben richtig einzustellen. Ob ihm dies auch in Aschaffenburg gelingen wird?
Bereits Anfang der kommenden Woche werden die restlichen Kämpfe der zweiten Apache Fight Night in Aschaffenburg angekündigt. Zudem wird es ab Mitte der nächsten Woche noch eine Überraschung zu der Veranstaltung geben. Karten für den Event in der Stadthalle gibt es unter www.acp-kickboxen.de.
Apache Fight Night
26. Oktober 2014
Stadthalle, Aschaffenburg
Einlass: 16.00 Uhr
Beginn: 17.00 Uhr
WKU-Weltmeisterschaft / K-1
Joan Manuel Lique Canaveral vs. Alexander Epp
WKU-Weltmeisterschaft / K-1
Emmanuel Lique Canaveral vs. Dennis Haddad
WKU-Europameisterschaft / K-1
Denis Liebau vs. Lorand Sachs
WKU-Deutsche Meisterschaft / K-1
Serdal Arslan vs. Thomas Weiss
K-1
Oguz Övgüer vs. Alex Kwasniak
Leo Bönninger vs. Alexander Sarkotic
Christian Bolle vs. Jury Statkevich
Panagiotis Kokalitsas vs. Mohammad Jamal
+ weitere Kämpfe
