Ringer-Bundesliga: Das Drama geht weiter
Das die aktiven Ringer eine Rückwärtsrolle beherrschen setzt man voraus, dass aber auch die Funktionäre dahinter diese können, ist nach den Vorfällen aber ungewöhnlich. Was war passiert?
Nachdem der KSV Aalen 05 verkündet hatte, sich aus der ersten Ringer-Bundesliga freiwillig zu verabschieden, um künftig in der Oberliga weiter zu ringen, gab es jetzt wohl ein umdenken. Ausgangspunkt war die Entscheidung des Deutschen Ringer Bundes, der Befahl, dass die Aalener Ringer zukünftig in der Ost-Bundesliga starten sollen. Die wehrten sich und sagten schließlich Tschüss erste Bundesliga.
Also doch eine Rolle rückwärts beim KSV Aalen 05, nachdem der KSV-Präsident Edmund Weizmann, Vize Markus Klingler und Geschäftsführerin Rosa Walter gegenüber dem Deutschen Ringer- Bund und der Presse noch am Montagabend den Rückzug der Männermannschaft aus der 1. Bundesliga verkündeten, scheint es nun bei den Ostalbbären einen Rückzug vom Rückzug zu geben.
Alles wohl eher Taktik, oder ein großes Verwirrspiel?
Denn die Entscheidung des Präsidiums des KSV Aalen 05 vom Montagabend, die Mannschaft aus der 1. Bundesliga zurückzuziehen, stößt zunehmend auf Kritik aus den eigenen Reihen. Inzwischen formierten sich Gegner dieser Entscheidung, die einen 'Rücktritt vom Rücktritt' erzwingen wollen. Auch der ehemalige KSV-Präsident Wolfgang Winter stellt sich auf die Seite der Rückzugsgegner. "Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und wird auch nicht von der Masse der Mitglieder getragen, ja es waren bei dieser Zusammenkunft nicht einmal alle Entscheidungsträger dabei", so Winter zum DRB, der dazu aufruft, den Mannschaftsrückzug noch einmal zu überdenken.
Zeit und Geld sind nur einige der Vorteile, die man einspart, wenn die Aalener die Staffelwechsel vollziehen würden. Bleibt abzuwarten, wie das ganze Theater jetzt weiter läuft.
DRB-Vize Karl Rothmer, der für Bundesligaangelegenheiten zuständig ist sagt dem DRB: „Offiziell ist der Mannschaftsrückzug des KSV Aalen 05 noch nicht", und weiter: „Die Mitteilung erfolgte auf telefonischem Wege- und über die Presse, amtlich wird es jedoch erst mit Eingang des offiziellen Schreibens an den Deutschen Ringer- Bund.“ Der Kampf außerhalb der Matten geht also weiter.
