Goldmedaille für Sascha Ernst bei Grapplers Quest
Im Rahmen der UFC Fan Expo gewann der MMA- und Grappling-Veteran Sascha Papaluka Ernst bei dem renommierten Grappling-Turnier „Grapplers Quest“ die Goldmedaille in der offenen Klasse. Ein großer Erfolg für den Blaugurtträger, denn dieser Sieg wurde nicht in seiner Paradedisziplin, dem Grappling, sondern im BJJ errungen bzw. zugesprochen. Aber der Reihe nach…
Vor seinem Sieg gab es ein heilloses Durcheinander. Im Mandalay Bay Convention Center in Las Vegas starteten rund 600 Divisionen mit über 1000 Teilnehmern. „Auf 13 Matten ging es am ersten Tag während des No-Gi Wettbewerbes super organisiert zu“, so Ernst. „Ich machte ein paar Kämpfe, war auch sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich verlor, glaube ich, gegen einen Braungurt. War aber okay. Ich bin den Punkten manchmal hinterher gelaufen. Mein generelles Ding ist es, dass ich nicht aggressiv genug im Standkampf bin. Am Boden mache ich dann erst wieder die Punkte. Deshalb war alles gut.“
Ernst sprach dann den zweiten Tag an: „Bei so großen Turnieren mache ich dann auch noch im Gi-Wettbewerb mit. Gi ist eigentlich gar nicht so mein Ding, doch wenn es sich anbietet, mache ich mit. Es war sehr heiß in der Halle. Ich fragte bei den Verantwortlichen nach meiner Matte und ging unverzüglich dort hin. Ich saß dort sehr lange, nichts passierte. Es war sehr laut, denn Bruce Buffer verlaß ständig die Sieger der einzelnen Divisionen. Ich saß dort und saß. Plötzlich hörte ich meinen Namen. Leider nur das, denn davor nannte man die Matte. Doch ich stand doch vor der mir am Anfang genannten Matte, keiner war aber hier? Also lief ich durch die Halle zum Mattengericht, um zu fragen.“
Ernst führt fort: „Dort angekommen sagte man mir dann unmissverständlich, dass ich disqualifiziert worden bin, weil ich nicht an der Matte war. Ich fragte, warum, denn ich hatte ja die ganze Zeit an der mir zugewiesenen Matte gewartet. Die war dann doch wohl falsch, sagte man mir. Man ließ mich aber dann noch in der offenen Klasse starten. Ich fragte nochmals, an welcher. Ich werde genau dort warten, gab ich dem Verantwortlichen zu verstehen.“
„Dann wartete ich wieder an der Matte, aber auch jetzt passierte nichts. Ich wartete also. Ich hörte dann, dass die absolute Klasse verschoben worden ist. Ich ging ich zu den Verantwortlichen, mit denen ich schon gesprochen hatte und fragte, wo muss ich hin? Der sagte mir dann wo. Ich renn also dort hin, sehe dann, wie gerade meine Gewichtsklasse, wo ich disqualifiziert worden bin, ihre Medaillen bekommen. Renn weiter, komme am Kampfrichtertisch an und frage, ob die absolute Klasse hier startet, die sagten ja.
Ich checkte ein und fragte dann, wo die anderen Kämpfer sind. Bis jetzt hatte sich außer mir noch keiner gemeldet, sagte man mir. Ich sagte, dass ich kämpfen will. Die sagten, dass die Leute noch zwei Minuten Zeit haben. Man wollte noch einen Kampf abwarten und dann alle disqualifizieren. Der Kampf geht aus und es ist immer noch keiner da. Ich sagte nochmals, dass ich so nicht gewinnen wollte, ich wollte kämpfen. Schlussendlich wurde ich disqualifiziert in einer Division, wo ich kämpfen wollte und Kämpfer da waren. Und hab dann gewonnen in einer Division, wo ich kämpfen wollte und keiner kam!“
„Jetzt sitze ich hier und habe den größten Erfolg meines Lebens im Grappling. Aber ich war da und bereit zu kämpfen.“
Abschließend sagt Ernst: „Im Endeffekt war ich der beste Kämpfer, der in meiner Division angetreten war. Bin tierisch frustriert, denn ich hätte gerne gekämpft. Aber was solls. Jetzt geht weiter. Wir werden hart trainieren und alles geben.“
Mehr dazu findet ihr auf GnP-TV, wo Ernst einen Videoblog aus Las Vegas für Euch online stellt. Ihr gelangt dorthin durch folgenden Link: Klick.
