Ole Bischof, der Judo-Olympiasieger 2008
Der 12. August im Jahre 2008 hat das Leben von Ole Bischof verändert. An diesem Tag wurde er Olympiasieger. An diesem Tag ging er in die deutsche Sportgeschichte ein. Bei den Herren gewann der 32-Jährige neben Udo Quellmalz (1996), Frank Wieneke (1984), Frank Wieneke (1980) die Judo-Goldmedaille bei einer Olympiade. In diesem Jahr können wieder einige dazu kommen. Leider schaffte es die deutsche Equipe noch nicht einmal ins Finale. Ole Bischof ist im besten Judoalter. Ihm ist es zuzutrauen, sogar seinen Titel zu verteidigen. Peking war für den Judo-Olympiasieger der Anfang, das Ende ist offen. Heute, am Dienstag, wird er ins Geschehen eingreifen.
Bischof ist nach eigenen Angaben „gut drauf und topfit.“ Natürlich gehört auch immer ein großes Quentchen Glück dazu, weiß der Judoka. Aber warum soll es nicht wieder klappen. Wie groß die Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm ist, musste auch Bischof in den vergangenen Jahren immer wieder erfahren. Bischof selber brauchte selbst lange um die nationale Qualifikation zu schaffen. Sein großer nationaler Widersacher Sven Maresch machte dem Olympiasieger mächtig zu schaffen.
Doch nicht nur auf der Matte gibt sich Bischof einwandfrei, auch neben der Matte ist er von allen Seiten ein gern gesehender Gast. Der Weltranglistenvierte strotzt vor Selbstvertrauen und glaubt an seine Stärken. Hartes Training und viel Schweiß wurden in der Vorbereitungszeit vergossen, dass soll sich auch jetzt für Bischof und auch Deutschland auszahlen.
Das könnte trotzdem das letzte Mal Olympia sein, weiß Bischof und genießt den Trubel um seine Person. Doch vom abheben keine Spur. Denn er hat einen großen Traum. Es ist noch keinem Deutschen gelungen, seinen Titel bei Olympia zu verteidigen. Jetzt, heute kann es endlich losgehen.
