Thomas Neugebauer schreibt Geschichte
Bei der diesjährigen Amateur-Weltmeisterschaft der WAKO in Sao Paulo hat der Erfurter Thomas Neugebauer ein kleines Stück Geschichte geschrieben.
Erst seit 2009 werden bei der WAKO, die sich bis dahin dem traditionellen Vollkontakt verschrieben hatten, auch Kämpfe nach K-1 und Kickbox-Regeln ausgetragen. Die Bilanz für Kämpfer aus Deutschland war bisher mehr als ernüchternd. Spätestens im Achtelfinale war Schluss und von einer Medaille war bisher nicht zu denken. Wie gesagt - bisher.
Nach den beiden ersten Siegen im Achtelfinale war die Qualifikation für die nächste Runde perfekt und die Medaille, von der man im Vorfeld noch nicht einmal zu träumen wagte, befand sich in greifbarer Nähe. Doch dazu musste erst einmal im Viertelfinale Richard Vollegas aus Venezuela aus dem Weg geräumt werden. Dies sollte dem Schützling von Bundestrainer Christian Schwäblein dann auch nach Ablauf der drei Runden gelingen. Auch wenn es die Punktrichter mit ihrer 2-1 Entscheidung zugunsten des Erfurters dann doch noch einmal spannend machten.
Drei Stunden und sechzehn Kämpfe später folgte noch am gleichen Tag das Halbfinale gegen Basir Abakarov aus Russland. Gezeichnet noch vom Viertelfinale, hatte es Neugebauer gegen Abakarov dann schon sehr schwer. Dieser wirkte abgeklärter in seiner Kampfführung und verhinderte somit einen Sieg von Thomas Neugebauer. Damit stand der Gewinn der Bronze-Medaille fest, denn der dritte Platz wird bei einer Amateur-WM grundsätzlich nicht ausgekämpft.
Auf diesen Erfolg lässt sich natürlich aufbauen, wenn die Arbeit auch bei den Heimtrainern und nicht nur bei den Lehrgängen der Nationalmannschaft kontinuierlich fortgesetzt wird.
