Der Hundert Millionen Dollar-Mann
Floyd Mayweather gehörte in den vergangenen Jahren zweifellos zu den bestverdienenden Sportlern der Welt. Und obwohl er seinem Spitznamen „Money“ von je her alle Ehre gemacht hat, scheint er den Bogen nun ein wenig überspannt zu haben. Glaubt man Manny Pacquiaos Promoter Bob Arum, verlangte Mayweather in einem privaten Treffen 100 Millionen Dollar für einen Kampf gegen „Pac-Man“.
Wohl kaum ein Kampf versetzt Box-Fans auf der ganzen Welt mehr in Gänsehaut als das Traumduell Manny Pacquiao vs. Floyd Mayweather. Die zwei unbestritten besten Boxer ihrer Ära, gemeinsam in einem Ring. Zwei perfekt aufeinander abgestimmte Stile – auf der einen Seite der unantastbare Konterboxer Mayweather und auf der anderen, der blitzschnelle Aggressor Pacquiao. Eine Bilderbuchpaarung, aber ein Kampf, der wohl für immer ein Traum bleiben wird.
Schon zweimal saßen beide Parteien gemeinsam an einem Tisch und verhandelten über den Jahrhundert-Fight. Zweimal scheiterten die Gespräche. Glaubt man Arum, traf er sich mit Vertretern seiner Top Rank Promotion nun ein drittes Mal mit Mayweather. In einer „privaten Verhandlung“ soll der ungeschlagene „Pretty Boy“ nun 100 Millionen Dollar gefordert haben. Eine so astronomisch hohe Summe, dass sie nur einen Schluss zulässt: Mayweather will diesen Kampf nicht. Nicht heute, nicht morgen, nie.
Es steht außer Frage, dass ein Kampf zwischen Pacquiao und Mayweather der lukrativste in der Geschichte des Boxsports werden könnte. Aber selbst damit sind keine 100 Millionen Dollar für einen einzigen Boxer aufzubringen. Und auch nicht zu rechtfertigen. Sollten Arums Behauptungen stimmen, war dies eine klare Ansage von Floyd Mayweather: Seht es ein, Box-Fans auf der ganzen Welt, diesen Kampf wird es niemals geben.
