Ergebnisse

Glory 44: Groenhart entthront Doumbè, Uslu unterliegt van Soest

Glory 44 ist Geschichte und die Veranstaltung im Sears Centre von Chicago endete mit einem Knall. Während das Weltergewicht einen neuen Champion zu verzeichnen hat, musste die Hamburgerin Meryem Uslu leider ohne Gürtel die Heimreise antreten.

Weltergewicht: hart, härter, Groenhart

Er hatte den Kampf schon so lange gefordert und war zuletzt gleich zwei Mal an seinem Landsmann Nieky Holzken gescheitert. Dazu verlor das erste Aufeinandertreffen gegen Doumbè vor über einem Jahr. Trotzdem verfolgte Murthel Groenhart sein Ziel, Champion im Weltergewicht zu werden, weiter hartnäckig, was sich in Chicago dann auch endlich auszahlen sollte.

Beide Kämpfer teilten von Beginn hat einige Lowkicks und Boxtreffer aus. Als Groenhart nach einem Gerangel wegrutschte stand Doumbè demonstrativ über ihm und begann schon sehr früh im Kampf seine Spielchen abzuziehen. Das setzte der Franzose in Runde zwei auch fort, als er Groenhart wegen ein paar vermeintlich schwächeren Kicks verspottete. In der dritten Runde dreht sich Doumbè während des Kampfes ab und bekam von Groenhart ein paar unerlaubte Treffer, was den Titelverteidiger etwas in Rage versetzte. Dieser teilte in der folgenden Runde zwar einige Kicks aus, wirkte aber im Vergleich zu seinem Kontrahenten körperlich nicht ganz so stabil.

Die Punktrichter hatten hier eine Menge Arbeit vor sich und waren um ihren Job nicht zu beneiden. Während einer Doumbè mit 48-47 in Front sah, werteten die beiden anderen mit 48-47 und 49-46 für Murthel Groenhart, welcher zum Champion im Weltergewicht aufstieg. Jetzt steht es zwischen beiden Akteuren 1-1 und eine Trilogie liegt im Bereich des möglichen, ebenso wie ein erneuter Kampf von Groenhart gegen Harut Grigorian.

Super-Bantamgewicht: van Soest weiterhin on Top
Es war die größte Chance ihrer Laufbahn. Spontan und unverhofft gab es für Meryem Uslu die Möglichkeit, um den Titel von Tiffany van Soest im Super-Bantamgewicht zu kämpfen. Die Hamburgerin ergriff diese Möglichkeit auch wohlwissend, dass es fast nahezu ohne richtige Vorbereitung ein ganz hartes Stück Arbeit werden würde.

Beide Kämpferinnen belauerten sich zunächst in der Auftaktrunde, in welcher van Soest immer in Bewegung blieb um kein Ziel für den Schützling von Lutz Burmester zu geben. In Runde zwei kam die Titelverteidigerin dann mit mehreren Knietreffern zum Körper von Uslu durch, welche diese erst einmal zu schlucken hatte. In Runde drei fand Uslu besser in den Kampf und konnte hier mehr Druck auf van Soest machen. Diese kam dafür in der vierten Runde sehr zielstrebig aus ihrer Ecke und erwischte die Hamburgerin mit einem harten Frontkick, gefolgt von Kicks und Knien. Der Ringrichter ging dazwischen, um Uslu anzuzählen und den Kampf an dieser Stelle auch zu stoppen. Es hatte den Anschein, dass es etwas früh gewesen war. Aber Uslu und Burmester zeigten keinen Protest, weshalb van Soest die erste Titelverteidigung gelang. Zwar sollte der US-Trip von Meryem Uslu nicht wie gewünscht verlaufen, dennoch Respekt, dass man mit nicht einmal einer Woche Vorlauf sich überhaupt einem solchen Duell stellt.

Weltergewicht: Kommt Grigorian vs. Groenhart II?
Der nächste Herausforderer im Weltergewicht wurde gesucht und dieses Ornament war gleich mit zwei französischen Kämpfern besetzt. Im ersten Halbfinale trafen Harut Grigorian und Karim Benmansour aufeinander. Grigorian zeigte sich bestens erholt nach seiner Niederlage gegen Murthel Groenhart und konnte immer wieder mit harten Wirkungstreffern punkten. Benmansour tat zwar augenscheinlich mehr, die härteren Treffer aber kamen vom Belgier mit armenischen Wurzeln, der nach Ablauf der drei Runden einstimmig zum Sieger erklärt wurde und als erster Finalist feststand.

Im zweiten Halbfinale traf Antoine Pinto aus Frankreich auf Debütant Zach Bunnell, welcher kurzfristig diesen Platz eingenommen hatte. Pinto nutzte zunächst seine Reichweitenvorteile bestens aus und punktete mit Lowkicks und seinem Jab. Bunnell kam zwar in Runde zwei aggressiver aus der Ecke, fand aber nicht das richtige Mittel, um Pinto in Bedrängnis zu bringen. Dieser gewann auch verdient durch einstimmige Punktentscheidung.

Mit Harut Grigorian und Antoine Pinto trafen dann auch die Kämpfer im Finale aufeinander, mit denen im Vorfeld am ehesten zu rechnen war. Erneut fanden die harten Treffer von Grigorian ihr Ziel, doch Pinto konnte diese zunächst noch gut wegstecken. Das gleiche Spiel auch in der zweiten Runde nur mit dem Unterschied, dass Pinto jetzt auch selbst Aktionen zeigte. In Runde drei versuchte dieser alles in die Waagschale zu werfen, kassierte dafür aber wieder die Powertreffer von Grigorian, welcher sich den verdienten Sieg sichern konnte.

Weiter geht es für Glory mit Event 45 am 30. September in Amsterdam, wo Robin van Roosmalen seinen Titel im Federgewicht gegen Serhij Adamchuk verteidigen muss. Anbei findet ihr die restlichen Ergebnisse aus Chicago

Glory 44: Chicago
25. August 2017
Sears Centre, Chicago


Glory-Titelkampf im Weltergewicht
Murthel Groenhart bes. Cedric Doumbè durch geteilte Punktentscheidung

Glory-Contender Tournament im Weltergewicht / Finale
Harut Grigorian bes. Antoine Pinto durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Superfight
Richard Abraham bes. Daniel Morales durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Contender Tournament im Weltergewicht / Halbfinals
Harut Grigorian bes. Karim Benmansour durch einstimmige Punktentscheidung
Antoine Pinto bes. Zach Bunnell durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Titelkampf im Super-Bantamgewicht

Tiffany van Soest bes. Meryem Uslu durch T.k.o. in Runde vier

Glory-Superfights
Michal Turynski bes. Catalin Morosanu durch geteilte Punktentscheidung
Dustin Jacoby bes. Sean Choice durch T.k.o. in Runde eins
Rober Thomas bes. Warren Thompson durch K.o. in Runde drei
Nate Richardson bes. Rafal Dudek durch einstimmige Punktentscheidung
Victor Pinto bes. Adrian Maxim durch geteilte Punktentscheidung