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Zusammenarbeit zwischen Superkombat und K-1 beendet.

Superkombat-Präsident Eduard Irimia beendet Zusammenarbeit zwischen Superkombat und K-1. (Foto: Superkombat)

Die Zusammenarbeit zwischen der rumänischen Kickbox-Organisation Superkombat und K-1 ist offiziell beendet. Dies teilte Superkombat-Präsident Eduard Irimia nun in einem offenen Brief mit. Die Kooperation bestand damit gerade einmal vier Monate.

Als Grund für das Ende der Zusammenarbeit benennt Irimia mangelnden Einsatz und nicht erfüllte Zusagen seitens K-1.

„Wie im letzten Jahr angekündigt, bekam Superkombat die Möglichkeit, die Auferstehung der K-1-Organisation zu unterstützten. Wir trafen eine Vereinbarung mit Douglas Kaplan, der zu dem Zeitpunkt das operative Geschäft bei K-1 leitete und allen Punkten unserer Vereinbarung zustimmte“, so Irimia. „Zwischenzeitlich wurde Mr. Kaplan durch Mr. Gunil Kim ersetzt, der zunächst ebenfalls einen sehr guten Eindruck machte.“

Doch der schien zu täuschen. Offenbar war geplant, das K-1 World Grand Prix Finale 2012 schon, wie ursprünglich terminiert, im vergangenen Dezember stattfinden zu lassen, und zwar in Abu Dhabi, wo Irimia nach eigener Aussage genug solvente Geschäftspartner kannte, die ein solches Projekt stemmen könnten.

„Meine Partner vor Ort waren bereit, das Projekt zu unterstützen, aber Mr. Kim versagte uns jegliche Finanzierung und verlangte, das gesamte Budget durch die Partner in Abu Dhabi zu genieren. Die haben ihre Teilnahme daraufhin natürlich zurückgezogen“, so Irimia weiter.

„Das einzige, was ich nun noch tun konnte, um K-1 zu unterstützen, war, unser Superkombat World Grand Prix 2012 Finale am 22. Dezember als Joint-Venture mit K-1 zu veranstalten. Dabei hatte ich mir Unterstützung seitens K-1 erhofft, da alle Kämpfer aus der K-1-Organisation einen Einjahresvertrag über drei Kämpfe bei uns erhalten haben - bei K-1 lediglich über einen.“

In der Tat war Kim im Dezember bei der Superkombat World Grand Prix-Finalshow in Bukarest zu Gast, K-1-Kämpfer wie Hesdy Gerges oder Ismael Londt stiegen in den Ring. Einen Tag nach dem Event wurde die Kooperation zwischen K-1 und Superkombat zum ersten Mal offiziell verkündet (GnP berichtete).

K-1-Präsident Kim, Superkombat-Präsident Irimia und WAKO-Präsident Ennio Falsoni in Bukarest. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

„Da anschließend aber nichts passiert ist, außer dass wir das K-1-Logo benutzen durften, habe ich Mr. Kim im Januar nach Bukarest eingeladen und ihm vorgeschlagen, K-1 zumindest mit einem Top-Produktionsstandard zurück ins TV zu bringen – wenn er dafür finanzielle Unterstützung für einige prominente Kämpfer zusagen würde. Einen Tag darauf schlug er mit vor, einen Vertrag zu schließen, offiziell als ausführender Produzent der K-1 Schwergewichts-Grand Prixs aufzutreten und mein gesamtes Produktionsteam ins Boot zu holen.“

Irimia legte nach eigenen Worten großen Wert auf das Fortbestehen der Marke Superkombat. Der Vertrag mit K-1 sah daher unter anderem vor, dass Superkombat als eigene Marke weiterbestehen und gewissermaßen als eine Art Farmliga für K-1 dienen würde. So hätten sich z.b. die Gewinner der Superkombat World Grand Prix-Events automatisch für das K-1 Final 16-Turnier qualifizieren sollen.

„Einen Tag darauf begannen wir mit unserem Projekt und verkündeten unsere Zusammenarbeit auf einer Pressekonferenz. Seitdem haben wir von K-1 jedoch nichts mehr gehört“, so Irimia. „Auf Nachfrage erklärte Mr. Kim, seine Marketingstrategen hätten ihm geraten, die Verbindung zu Superkombat zu kappen, da wir in den Medien besser dastünden und die Marke K-1 kannibalisieren könnten.“

Unterdessen fand das K-1 World Grand Prix Finale in Zagreb statt – und zwar in Zusammenarbeit mit dem kroatischen Team um Final Fight-Veranstalter Orsat Zovko. Irimia zog in der Zwischenzeit seine Konsequenzen und plant nun, die Entwicklung seiner Organisation künftig ohne K-1 voranzutreiben:

„Wir sehen uns gezwungen, deutlich zu machen, dass Superkombat als Veranstalter in keiner Weise mehr mit K-1 in Verbindung steht und lediglich mit einigen Kämpfern und deren Managern zusammenarbeitet. [...] Wir werden stattdessen unser eigenes junges Projekt weiter vorantreiben, neue Helden erschaffen und gute Events, in einem gesunden Verhältnis zum verfügbaren Budget auf die Beine stellen.[...] Der Traum, dass Kickboxen unter dem K-1-Banner zu alter Größe zurückkehren wird, ist für mich vorüber.“