Thai/Kickboxen

Semmy Schilt triumphiert in Saitama

Es war das Schwergewichts-Highlight des Jahres. 16 der weltbesten Schwergewichte gaben sich in einem neuen Modus die Ehre und machten den neuen König unter sich aus. Nicht nur der Modus war neu, sonder auch der Walk-In. Bis zum Finale kamen beide Kontrahenten nahezu zeitgleich über den Cat-Walk in den Ring gelaufen.

Final 16 Runde

Den Auftakt machte der vierfache K-1 WGP-Champion Semmy Schilt, der auf Brice Guidon aus Frankreich traf. Es war ein einseitiger Kampf, den Schilt durch K.o. in Runde zwei für sich entscheiden konnte. Mit Rico Verhoeven folgte Schilt der zweite Holländer nach einem verdienten Punktsieg über MMA-Veteran Sergej Kharitonov in das Viertelfinale. Gökhan Saki hatte in seinem ersten Kampf keinerlei Probleme mit dem Japaner Raoumaru, den er durch K.o. in Runde eins besiegte. Ebenfalls in Runde eins besiegte Anderson "Braddock" Silve den Kroaten Igor Jurkovic durch T.K.o.. Rückkehrer Remy Bonjasky musste gegen Filip Verlinden in die Extra-Runde, eher er als Punktsieger feststand. Jamal Ben Saddik schaffte dann die erste Überraschung, indem er in einem Thriller Errol Zimmerman nach Punkten bezwingen konnte. Mourad Bouzidi gegen Peter Aerts war die siebente Paarung und es sollte kein Happy-End für den "Dutch Lumberjack" Aerts werden. Dieser brach sich vermutlich in Runde eins die Hand.

Viertelfinale
Das rein niederländische Duell zwischen Semmy Schilt und Rico Verhoeven bildete den Auftakt im Viertelfinale. Angriff ist die beste Verteidigung dachte sich Verhoeven und begann aggressiv. Doch mit zunehmender Kampfdauer konnte sich Schilt wesentlich besser in Szene setzen und heimste einen verdienten Punktsieg ein. Wieder im Schnelldurchgang erledigte Gökhan Saki seine Aufgabe, indem er Anderson Silva in Runde eins nach einer rechten Faust kampfunfähig machte. Eine Überraschung gab es im dritten Viertelfinale, als Jamal Ben Saddik mit einem einstimmigen Punktsieg die K-1 Legende Remy Bonjasky aus dem Rennen warf. Daniel Ghita holte sich dann das letzte Ticket für das Halbfinale, als er nach anfänglichen Startschwierigkeiten durch TKO über Mourad Bouzidi siegte. Bouzidi konnte den Kampf aufgrund einer Verletzung nicht weiterführen.

Halbfinale
Da waren sie also, die vier verbliebenen Kämpfer. Mit Semmy Schilt und Gökhan Saki war es dann auch so etwas wie das vorgezogene Finale. Saki begann druckvoll mit dem richtigen Rezept. Immer wieder schnell rein und raus. Doch die klaren und effektiven Treffer fehlten. In Runde zwei wurde Schilt stärker und Saki baute ab, weshalb sich Schilt somit auch die Vorteile bei den Punktrichtern sichern konnte und mit einem einstimmigen Punktsieg in das Finale einzog. Eine One-Kick-Aktion reichte im zweiten Halbfinale Daniel Ghita, um nach wenigen Augenblicken in der ersten Runde sich durch K.o. über Jamal Ben Saddik für das Finale zu qualifizieren.

Finale

Semmy Schilt gegen Daniel Ghita - die Vorzeichen schienen klar zu sein. Schilt konnte in seinen Vorkämpfen wesentlich mehr überzeugen, während Ghita das tat, was zu tun war, um in das Finale einzuziehen. Zunächst lies der Rumäne auch die Aktionen von Schilt zu und zeigte nur vereinzelte Aktionen. Kein guter Plan, denn Sekunden vor dem Ende der ersten Runde schlug ein Highkick von Schilt bei Ghita ein. Dieser hatte zwar noch seinen Handschuh dazwischen, was ihm aber nichts nutzte. Ghita ging zu Boden und wurde angezählt. Zwar war er noch nicht wieder hundertprozentig da, doch der Abbruch durch den Ringrichter kam etwas früh. Somit wurde Semmy Schilt zum ersten Glory Heavyweight Grand Slam Sieger gekürt und fügte seiner langen Erfolgsliste einen weiteren großen Triumph hinzu.

Superfights
Glory Max Finalist Robin van Roosmalen hatte wenig Probleme mit dem Japaner Yuichiro Nagashima, den er per einstimmigen Punktentscheid bezwang. Man hatte dort das unweigerliche Gefühl, das van Roosmalen den Japaner einfach hat überleben lassen. Fast so ähnlich war auch der Superfight von Glory-Neuverpflichtung Jason Wilnis (NED), der den Japaner Matsumoto ebenfalls nach Punkten besiegte. Hier klaffte letztendlich schon eine große Leistungslücke auf. Ein hohes Tempo gingen Mutsuki Ebata und der Koreaner Sang-Jae Kim. In diesem Kampf konnte Ebata die Mehrzahl der Aktionen in das Ziel bringen und sich somit auch einen verdienten Punktsieg holen, der einzige an dem Abend für die Japaner. Den Auftakt der Veranstaltung bildete der Superfight zwischen Jerome Le Banner aus Frankreich und dem Japaner Koichi Pettas. Zwar scheinen die besten Tage von Le Banner schon gezählt zu sein, zu einem KO-Sieg in Runde 3 reichte es aber dennoch.

Glory 4 Heavyweight Grand Slam
31. Dezember 2012
Saitama Super Arena, Japan


Glory Heavyweight Grand Slam Tournament / Final 16
Semmy Schilt (NED) bes. Brice Guidon (FRA) durch KO in Runde 2
Rico Verhoeven (NED) bes. Sergej Kahritonov (RUS) durch Punkte (einstimmig)
Gökhan Saki (TUR) bes. Raoumaro (JPN) durch KO in Runde 1
Anderson Silva (BRA) bes. Igor Jurkovich (CRO) durch TKO (2 Knockdown Regel) in Runde 1
Remy Bonjasky (NED) bes. Filip Verlinden (BEL) durch Punkte (geteilt) nach Extra Runde
Jamal Ben Saddik (MAR) bes. Errol Zimmerman (NED) durch Punkte
Mourad Bouzidi (TUN) bes. durch Peter Aerts (NED) durch TKO in Runde 1 (gebrochene Hand)
Daniel Ghita (RUM) bes. Jonathan Diniz () durch Punkte nach Extra Runde

Glory Superfight
Jerome LeBanner (FRA) bes. Koichi Pettas (JAP) durch KO in Runde 3

Glory Heavyweight Grand Slam Tournament / Viertelfinals
Semmy Schilt (NED) bes. Rico Verhoeven (NED) durch Punkte (einstimmig)
Gökhan Saki (TUR) bes. Anderson Silva (BRA) durch KO in Runde 1
Jamal Ben Saddik (MAR) bes. Remy Bonjasky (NED) durch Punkte (einstimmig)
Daniel Ghita (ROM) bes. Mourad Bouzidi (TUN) durch TKO (Verletzung) in Runde 2

Glory Superfight
Jason Wilnis (USA) bes. Matsumoto (JPN) durch Punkte (einstimmig)

Glory Heavyweight Grand Slam Tournament / Halbfinals
Semmy Schilt (NED) bes. Gökhan Saki (TUR) durch Punkte (einstimmig)
Daniel Ghita (ROM) bes. Jamal Ben Saddik (MAR) durch KO in Runde 1

Glory Superfight
Mutsuki Ebata (JPN) bes. Sang-Jae Kim (KOR) durch Punkte (einstimmig)

Glory Superfight
Robin van Roosmalen (NED) bes. Yuichiro Nagashima (JPN) durch Punkte (einstimmig)

Glory Heavyweight Grand Slam Tournament / Finale
Semmy Schilt (NED) bes. Daniel Ghita (ROM) durch TKO in Runde 1