Thai/Kickboxen

Saki dominiert Ghita

Gökhan Saki konnte sich im Hauptkampf gegen Daniel Ghita durchsetzen. (Foto: Ben Pontier/Glory)

Ein verheisungsvolles Re-Match, das Debüt von gleich zwei Kämpfern aus Deutschland - der sechste Glory Event seit der Neu-Formation bot gute Kämpfe beim Debüt in der Türkei.

Im Hauptkampf der Veranstaltung kam es zum lang erwarteten Rückkampf zwischen "The Rebell" Gökhan Saki und "The Savage Samurai" Daniel Ghita. Beide standen sich vor gut eineinhalb Jahren bereits schon einmal gegenüber und Saki siegte nach Punkten, allerdings erst nach einer Verlängerungsrunde. "The Savage Samurai" Ghita hatte also am gestrigen Samstag die Möglichkeit in der Höhle des Löwen erfolgreich Revanche für den ersten Kampf zu nehmen. Wie gesagt, er hatte die Chance - aber nutzen, konnte Ghita sie nicht. Nachdem Saki schon in Runde eins die Vorteile auf seiner Seite hatte, ließ der türkische Nationalheld einen Boxhagel folgen und schickte Ghita zum ersten Mal auf den Boden. Dieser berappelte sich zwar wieder, nur aber um wenige Momente später erneut auf dem Ringboden zu landen. Der Ringrichter hatte genug gesehen und Gökhan Saki wurde via T.K.o. zum Sieger gekürt. Ein wichtiger Sieg für ihn, denn damit erhält er nun die Möglichkeit gegen den amtierenden Glory Schwergewichtschampion Semmy Schilt anzutreten.
Saki visiert sein Ziel an. (Foto: Ben Pontier/Glory)

Bereits im Februar hatten wir darüber berichtet, dass der bisher ungeschlagene Berliner Vorzeige-Kickboxer Max "Lee" Baumert einen Vertrag bei Glory unterschrieben hat. Eine riesige Möglichkeit für den 20-jährigen Schützling sich bei der weltweit führenden Promotion für den Standkampf zu zeigen. Dass sich Baumert kurz vor dem Kampf auf einen neuen Gegner einstellen musste, schien ihn nicht wirklich vor größere Probleme zu stellen. Die vermeintliche Nervosität war im Ring schnell abgelegt und Baumert untermauerte eindrucksvoll, weshalb er nun bei Glory unter Vertrag steht. Nicht einmal zwei Minuten dauerte es, bis Baumert seinen Gegner Ismael mit einem rechten Highkick zu Boden und in das Land der Träume schickte. Einen besseren Auftakt für den Berliner bei Glory hätte es wohl nicht geben können.
Max Baumert machte Schluss. (Foto: Ben Pontier/Glory)

Für dessen Team-Kollege Oguz Ovgür sollte es im Kampf gegen Jahfarr Wilnis leider nicht wie gewünscht laufen. Der Berliner ging ohnehin als Außenseiter in das Rennen gegen Wilnis, der im letzten Oktober schon Jamal Ben Saddik in die Schranken weisen konnte. Zwar kann man Ovgür nicht absprechen, dass er alles versucht hatte, zum Sieg sollte es aber nicht reichen. Stattdessen kassierte er eine T.K.o.-Niederlage gegen Jahfarr Wilnis, was aber in Anbetracht der Stärke seines Gegners kein Beinbruch darstellen sollte.
Kein gelungener Einstand für Oguz Ögür. (Foto: Ben Pontier/Glory)

Die wirklichen Überraschungen in den anderen Kämpfen - sie blieben aus. Wie zu erwarten war, fertigte der Tunesier Mourad Bouzidi seinen Kontrahenten Fabiano Cyclone bereits in Runde zwei ab, während Filip Verlinden einen verdienten Punktsieg im Halbschwergewicht gegen Lucian Danilencu aus Rumänien einfahren konnte. Mit demselben Ergebnis konnte Andy Ristie nach einem verhinderten Auftritt bei Glory 5 in London, sich gegen Alessandro Campagna behaupten. Dass der Belgier Marc de Bonte gegen L`houcine Ouzgni gewinnt, das lag natürlich durchaus im Bereich des Möglichen. Dass er ihn aber bereits ihn Runde eins sehr unsanft in das Land der Träume schickte - das kam dann doch etwas überraschend. Unerwartet schwer tat sich "The Natural" Nieky Holzken gegen Karim Ghajji aus Frankreich. Der Holländer schaffte es nicht, innerhalb der zunächst angesetzten drei Runden eine Entscheidung herbeizuführen. Erst in der Verlängerungsrunde konnte Holzken gegen Ghajji die letzten Reserven mobilisieren, um sich einen verdienten Punktsieg zu sichern.
Nieky Holzken musste lange kämpfen. (Foto: Ben Pontier/Glory)

Da aus Deutschland mit Danyo Ilunga, Max Baumert und Oguz Ovgür nun gleich drei Kämpfer vertreten sind, darf man sich durchaus berechtigte Hoffnungen machen, das es in Zukunft zu einem Glory Event in Deutschland kommen könnte. 2013 wird es allerdings noch nicht der Fall sein, wie man Groundandpound.de gegenüber mitgeteilt hatte.
Glory 6 in Istanbul (Foto: Ben Pontier/Glory)

Glory 6
06. April 2013
Ülker Arena, Istanbul

Gokhan Saki bes. Daniel Ghita via T.K.o. in Runde 2
Mourad Bouzidi bes. Fabiano Cyclone via T.K.o. in Runde 2
Filip Verlinden bes. Lucian Danilencu nach Punkten
Marc de Bonte bes. L`houcine Ouzgni via K.o. in Runde 1
Andy Ristie bes. Alessandro Campagna nach Punkten
Nieky Holzken bes. Karim Ghajji via T.K.o. (Cut) in der Extra Runde
Joseph Valtellini bes. Murat Direkci via T.K.o. in Runde 3
Max Baumert bes. Isamil Uzuner via K.o. in Runde 1
Dongsu Kim bes. Naoki Yasuda nach Punkten
Jahfarr Wilnis bes. Oguz Ovgür via T.K.o.
Orhan Karalioglu bes. Cleber Argente Alves nach Punkten
Samet Keser bes. Muzaffer Gimici via K.o.
Kenan Gunaydin bes. Zurab Khistani via K.o.
Masoud Minaei bes. Burak Ugur durch T.K.o.

MMA
Vitaly Bigdash bes. Ertan Balaban via Kneebar