Thai/Kickboxen

Petrov, Balik und Özcan siegreich

Elite Fight Night

Am vergangenen Samstag waren im Heidenheimer Congresscentrum die Blicke auf das nächste Elite 4 Fighters Tournament gerichtet. Zudem standen auch drei Deutsche Titelkämpfe auf dem Programm.

Elite 4 Fighters Full Muaythai Tournament
Im Elite 4 Fighters Tournament wurden die Halbfinalpaarungen, wie es auch auf der letzten Veranstaltung der Fall war, direkt vor Beginn des Hauptprogramms ausgelost. Dies ergab, dass Maxim Fedorkov (Kingz Gym) und Rhassan Muhareb (Mikenta) im ersten Halbfinale aufeinandertrafen. Fedorkov zeigte eine souveräne Leistung gegen Muhareb, der bereits früh im Kampf einen Cut an der Stirn erlitten hatte. Der Däne legte zwar alles in eine Waagschale, um das Blatt doch noch zu wenden, hatte dabei an diesem Abend allerdings kein Glück und musste sich einstimmig nach Punkten geschlagen geben. Damit hatte Fedorkov seine Ambitionen auf den Gesamtsieg deutlich untermauert. 

Im zweiten Halbfinale sahen die Zuschauer die Paarung zwischen Anton Petrov (Bulgarien) und Ruslan Taktharov (Österreich). Hierzu sollte man anmerken, dass Taktharov erst kurz vor der Veranstaltung seine Zusage gegeben hatte, da sein Teamkollege Sasa Jovanovic nicht teilnehmen konnte. Der Bulgare Petrov nahm auch gleich von Beginn an das Heft in die Hand und überzeugte mit einer sehr guten Kampfübersicht. Dabei steigerte er das Tempo von Runde zu Runde und ließ Taktharov erst gar nicht zur Entfaltung kommen. Es war spürbar, dass der Österreicher seine Leistung an diesem Abend nicht vollständig abrufen konnte, was auch daran lag, dass Petrov einfach eine Nummer zu groß war.

Das Finale lautete dann also Maxim Fedorkov (Deutschland) gegen Anton Petrov (Bulgarien). Erneut zelebrierte Fedorkov einen Wai Khru, den man sonst so und in dieser Form nicht zu sehen bekommt. Im Kampf allerdings ließ er es etwas ruhiger angehen und Petrov nahm wie auch schon im Halbfinale das Heft in die Hand. Wohl wissentlich, dass Runde eins weg war, zog Fedorkov das Tempo in Runde zwei an, was Petrov allerdings nicht wirklich störte, und dieser hielt sich an die taktische Marschrichtung aus seiner Ecke. In Runde drei war es dann Fedorkov, der die klareren Akzente setzen konnte und mit seinem Endspurt versuchte, die Punktrichter von sich zu überzeugen. Es sollte aber nicht reichen, denn die Offiziellen werteten mit 2-0 für Anton Petrov, der sich nach Cedric Tousch somit in die Elite 4 Fighters Siegerliste eintragen konnte.

Einen weiteren sehr eindrucksvollen Sieg fügte Lokalmatador Maruf Özcan (Elite Fightclub) seiner Kampfbilanz hinzu. Gegen Denis Murer (Shikon Fightclub) brillierte Özcan mit Schnelligkeit und Präzision sowie einer sehr starken Kampfübersicht. Für einen erst 16-Jährigen ist es schon erstaunlich gewesen, was der Heidenheimer zeigte. Der einstimmige Punktsieg war somit auch nicht in Gefahr.

Nach Startschwierigkeiten konnte Wassili Gebel (Megesheim) erneut einen vorzeitigen Sieg in Heidenheim einfahren. Zwar hielt sein Gegner Evangelos Kalaitzis (Ravensburg) zu Beginn noch sehr gut mit, musste aber in der Pause zur zweiten Runde den Kampf wegen einer Verletzung aufgeben.

Vielleicht technisch nicht immer schön, dafür mit großer Intensität und unbedingtem Willen wurdeder Deutsche Titelkampf im K-1 zwischen Mehmet Balik (Villingen-Schwenningen) und Moe Panzu (Heilbronn) ausgetragen. Während Panzu viel mit seinen Beinen arbeitete und dort auch die meisten Punkte erzielte, bestach Balik mit starken Boxkombinationen. Es war ein Hin und Her, bei dem vor allem die Punktrichter wahrlich nicht um ihren Job zu beneiden waren. Das spiegelte sich dann auch nach Ablauf der fünf Runden in deren Wertungen wieder: 49-48, 48-47 und erneut 48-47 für den neuen Titelträger Mehmet Balik vom Shikon Fightclub. Während auf der einen Seite gefeiert wurde, gab es hängende Köpfe in der anderen Ecke.

Absolute Kurzarbeit herrschte bei den beiden Deutschen ProAM-Titelkämpfen des Abends. Zunächst benötigte Imad Ahmad (Mujoken Ki Dojo) lediglich eine gute halbe Minute, bis er Benjamin Tann (Elite Fightclub) bezwingen konnte. Nach dem zweiten harten Lowkick knickte Tann auch noch unglücklich um und konnte den Kampf nicht mehr weiterführen.

Nach K-1 Regeln benötigte der Tübinger Caner Kacar ebenfalls nicht mehr Zeit gegen Kevin Kovalcyk (Frankers Fight-Team). Mit einem harten Kick auf die Rippen schickte er diesen sehr schmerzhaft zu Boden.

Eine lange Pause gönnt sich Veranstalter Serdar Karaca nicht, denn bereits am 24. Mai wird es im Heidenheimer Congresscentrum in die nächste Runde gehen.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Elite Fight Night
"Elite 4 Fighters" Muaythai Tournament
8. Februar 2014
Congresscentrum, Heidenheim

Elite 4 Fighters Tournament / Finale
Anton Petrov bes. Maxim Fedorkov durch Punkte 2-0

Elite 4 Fighters Tournament / Halbfinale
Maxim Fedorkov bes. Rhassan Muhareb durch Punkte 3-0
Anton Petrov bes. Ruslan Taktharov durch Punkte 3-0

ISKA-Deutscher Titel / K-1
Mehmet Balik bes. Moe Panzu durch Punkte 3-0 (49-48, 48-47, 48-47)

ISKA-ProAM Deutscher Titel / MMA
Imad Ahmad bes. Benjamin Tann durch T.K.o. nach 0:35 in Runde 1

ISKA-ProAM Deutscher Titel / K-1
Caner Kacar bes. Kevin Kovalcyk durch K.o. in Runde 1

K-1
Maruf Özcan bes. Denis Murer durch Punkte 3-0
Florian Rupprecht bes. Ali Shah Resuli durch Punkte 2-1
Tarik Kuzucu bes. Artur Waiz durch Punkte 3-0
Wassili Gebel bes. Evangelos Kalaitzis durch Aufgabe in Runde 2
Nicolai Pinkes bes. Ricardo Zygrodnik durch K.o. in Runde 1
Mario Horn bes. Cihan Kaya durch Punkte 3-0
Bledion Pireva bes. Slawka Wittmer durch Punkte 2-1
Chris Lüber bes. Valenton Cukaj durch Punkte 2-1
Jerome Heinz bes. Bernard Mirakaj durch Aufgabe in Runde 2
Kerim Jemai bes. Victor Daniel durch Punkte 3-0