Thai/Kickboxen

ONE erklärt Petrosyan-Niederlage zum No Contest

Zu früh gefreut: Petchmorrakot muss nochmal gegen Giorgio Petrosyan ran (Foto: ONE Championship)

Es war einer der schönsten Tage in der Karriere des Thailänders Petchmorrakot. Im Viertelfinale des großen Kickbox-Grand Prixs von ONE Championship gelang ihm eine faustdicke Überraschung, als er den Favoriten Giorgio Petrosyan nach Punkten besiegte und aus dem Turnier kegelte. Nun wurde sein Sieg annulliert.

Wie ONE-Geschäftsführer Chatri Sityodtong auf Facebook bekannt gab, wurde das Ergebnis des Kampfes nachträglich annulliert und in einen No Contest geändert, weil es der Ringrichter nicht geschafft hatte, das „illegale Clinchen zu kontrollieren, das zu mehreren Regelverstößen führte“. Der Kampf zwischen Giorgio Petrosyan und Petchmorrakot soll in naher Zukunft nachgeholt werden, der Gewinner nimmt weiterhin am Grand Prix teil.

Am vergangenen Freitag standen sich die beiden im Ring in Singapur gegenüber. Nachdem Petrosyan die erste Runde für sich entschieden hatte, wechselte Petchmorrakot seine Taktik, zwang den Italiener immer wieder in den Clinch und konnte dort so gut punkten, dass ihm nach drei Runden der knappe Sieg gegen den Favoriten zugesprochen wurde. Nun muss er diese Leistung noch einmal wiederholen.

Der Rückkampf muss dabei schon in naher Zukunft erfolgen, wenn ONE seinen Zeitplan für den Grand Prix einhalten will. Denn schon im Oktober soll das Finale um die Siegprämie von einer Million Dollar erfolgen und vorher müssen noch die Halbfinal-Kämpfe stattfinden, in denen Kehl-Bezwinger Dzhabar Askerov auf Samy Sana und Jo Nattawut auf den Sieger des Rückkampfs trifft. 

Nachtrag: Wie Boat Yindee, der Besitzer der Petyindee Academy, für die Petchmorrakot antritt, in einer Stellungnahme auf Instagram angab, wird man einem Rückkampf gegen Giorgio Petrosyan nicht zustimmen und zieht seinen Kämpfer aus dem Turnier ab. „Selbst wenn wir einem Rückkampf zustimmen und das nochmal passiert, werden Petrosyans Fans niemals eine Punktentscheidung akzeptieren. Wir können nicht gewinnen”, schrieb Yindee.