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Nach Provokation: Kehrt Le Banner zurück?

Kommt Jeromè Le Banner zurück? (Foto via www.lebannerofficial.com)

Es scheint in den vergangenen Monaten immer mehr in Mode gekommen zu sein, dass sich ehemalige Legenden aus dem Kickboxen, welche sich eigentlich schon zur Ruhe gesetzt haben oder von denen länger nichts mehr zu hören war, sich für neue und hoffentlich gewinnbringende Kämpfe selbst ins Gespräch bringen.

So auch im Fall der K-1-Legende Jerome Le Banner, welcher sich eigentlich am 4. August 2015 mit einem Punktsieg über den US-Amerikaner Karl Roberson vom aktiven Geschehen aus dem Ring verschiedet hatte. Jetzt war es allerdings nicht Le Banner, der unbedingt wieder den Drang verspürt, in den Ring zu steigen, sondern vielmehr dessen Landsmann Patrice Quarteron.

"The Dark Ronin" so Quarteron's Kampfname ist bekannt dafür, mit seinen Aussagen und Statements seine Gegner zu provozieren. Bei La Banner versucht er es schon seit einigen Jahren und hat dabei nie eine Möglichkeit ausgelassen um seine Giftpfeile gegen den heute 44-jährigen abzuschießen. Video um Video hatte Quarteron in der Vergangenheit in Umlauf gebracht, dabei Le Banner auch Doping unterstellt. Zwei davon mit dem Titel "Kill Le Banner", nur um seinem Ziel, einem Kampf gegen Le Banner, näher zu kommen.

Und dem scheint Quarteron mittlerweile näher als jemals zuvor. Denn in der Vergangenheit hat sich sein möglicher Kontrahent nicht wirklich zu verbalen Aussagen hinreißen lassen. Bis jetzt. Ein erstes Video von Le Banner wurde von einer Video-Plattform wieder gelöscht. Ein weiteres wurde nun veröffentlicht und da nimmt Le Banner konkret Stellung zu den bisherigen Attacken von Quarteron und äußert sich zu einem möglichen Kampf. Für alle die dem französischen nicht mächtig sind, hier eine Übersetzung dieses Videos:

"Das ist meine Antwort und Herausforderung an Patrice Quarteron. Die Welt muss es wissen. Die vierte Liga ist vorbei, Quarteron, steh hinter Deinen Worten und sei mutig genug für die erste Liga! Du sorgst mit deinem Geschwätz für Aufsehen, ich mit meinen Fäusten. Du warst als Kämpfer nie unter den Top 50!"

Le Banner braucht diesen Kampf eigentlich nicht. In seiner aktiven Zeit stand er gegen die Besten der Besten im Ring. Egal ob Hug, Bernardo, Aerts, Hoost, Schilt, Sefo, Smith, Roufus, Filho, Bonjasky - er hatte sie alle vor der Nase. Und Quarteron? Mit Evora, Sinistra oder Poturak hatte er es zwar mit bekannten Namen, aber keinen Weltstars zu tun. Den Kampf gegen Bob Sapp von 2009 kann man sich getrost schenken, denn diesen zu schlagen war zu dem Zeitpunkt kein Kunstwerk mehr.

Daher wäre ein Kampf Jerome Le Banner lediglich in Frankreich von Interesse. Aber ob dieser auch wirklich die Leute in die Halle lockt? Oder lässt sich vielleicht sogar Glory darauf ein diesen Kampf zu bringen? Die Zukunft wird es zeigen.