Thai/Kickboxen

Muay Thai Attitude 6: Kallenbach muss ISKA-WM verteidigen

Im vergangenen Jahr sicherte sich John Kallenbach in Frankreich den Weltmeistertitel nach Version der ISKA. Zwar nicht so, wie man es sich selbst als Sportler wünscht, aber dennoch durfte sich der Pößnecker am Ende über einen weiteren Gürtel in seiner Sammlung freuen.

Der verspäteten Übergabe des WM-Gürtels war ein recht kontroverser Kampfverlauf vorausgegangen, in welchem Kallenbach seinen Kontrahenten in der ersten Runde auf den Boden schickte, der aber wiederum vom Ringrichter viel zu spät angezählt wurde. Hinzu kam die Tatsache, dass die erste Runde bereits nach gut zwei Minuten abgeläutet wurde. Normal wäre hier eine Rundendauer von drei Minuten gewesen, so wie man es eigentlich von allen A-Klasse-Kämpfen her kennt. Dazu kam, dass das Kampfgericht von der offiziellen Kickboxfederation von Frankreich gestellt wurde. Nicht, weil die ISKA etwa nicht in der Lage gewesen wäre, sondern weil dieser offizielle französische Verband über allem steht. Ein Szenario, was bei uns absolut undenkbar gewesen wäre.

Wie nun immer die Umstände auch waren, am 3. Februar muss der Titel zum ersten Mal verteidigt werden und das erneut in Frankreich, quasi in der Höhle des Löwen gegen Lokalmatador Mickael "Magnum" Lopes da Veiga. Dieser gilt im boxerischen Bereich als sehr versierter Kämpfer und wird es Kallenbach alles andere als einfach machen. Allerdings muss der Franzose auch erst einmal an den langen Beinen von Kallenbach vorbei und da hatte der eine oder andere Kämpfer schon seine Probleme damit. Allerdings darf der Titelverteidiger auch nicht den gleichen Fehler wie in seinem letzten Kampf machen, als er gegen Paolucci Piergulio diesem im mittleren Teil des Kampfes zu viel Raum ließ und dieser Kallenbach schwer unter Druck setzen konnte. Allerdings weiß man, dass Kallenbach sich auch über die volle Distanz von fünf Runden quälen kann.

Alles in allem wird es kein leichter Kampf für Kallenbach werden, der nichts anderes als die Titelverteidigung eingeplant hat. Denn auch 2018 hat der Hüne aus Thüringen noch lange nicht genug.