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Lowkicks und Leberhaken

Dima Weimer im Interview mit GnP-TV. (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Dima Weimer scheint auf Schmerzen zu stehen. Allerdings erfährt er sie meist nicht am eigenen Leib, sondern fügt seinen Widersachen im Ring jede Menge davon zu, bis sie schließlich mit verzogenem Gesicht zusammensacken - Weimer ist hauptberuflicher Polizist, der es liebt, in seiner Freizeit neben dem Gesicht vor allem die Körpermitte und die Oberschenkel anderer Menschen mit seinen patentierten Leberhaken und Lowkicks zu bearbeiten.

So geschehen auch am Samstag in Hamburg: Bei No Compromises 2 stand Weimer einem überforderten Andreas Kaczmarczyk gegenüber und gewann in Runde zwei via T.K.o. Der gebürtige Usbeke und jetzige Wahl-Hamburger schien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, und obwohl Kaczmarczyk verbissen gegenhielt, zwangen ihn die Leberhaken Weimers vier Mal in die Knie, bevor in der zweiten Runde schließlich harte Tritte zum Oberschenkel den Sack für den Lokalmatadoren Weimer zumachten.

Der mehrfache Kickbox-Weltmeister nach Version des WKN und der IPTA zeigte sich im anschließenden GnP-TV-Interview zufrieden mit seiner Leistung: „Der Kampf ist super gelaufen. Wir konnten den Gegner voll schlecht einschätzen, weil er sehr unorthodox ist (...). Er sollte eigentlich ein Aufbaukampf sein, aber er wahr mehr als das“, so Weimer über den beherzten Einsatz von Kaczmarczyk. „Ich bin mit einer positiven Einstellung in den Kampf gegangen und es hat sich sehr gut entwickelt. Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich einer bin, der immer nach vorne geht und immer auf den K.o. aus ist.“

Wie geht es nach dem erfolgreichen Intermezzo in der Hansestadt also weiter mit der gut laufenden Zweit-Karriere des 27-Jährigen? „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll; ich bin kämpferisch sehr gut ausgebucht. In zwei Wochen kämpfe ich in Dubai, und wenn ich da gewinne, kämpfe ich gegen Ende des Jahres in China bei einem 8-Mann-Turnier – Albert Kraus und Andy Souwer sind da glaub ich auch dabei.“ Das Jahr 2013 könnte ein großes für den sympathischen Kickboxer werden – dranbleiben lohnt sich.

Anbei das gesamte Interview mit Dima Weimer, in dem er neben dem Kampf am Samstag und seine Zukunftspläne u.a. auch über den Spagat zwischen Beruf und Sport spricht: