Thai/Kickboxen

Kein K-1 World MAX Finale im Juli

K-1 World MAX Final 2014

Erst vor wenigen Tagen berichteten wir über das K-1 World MAX Finale, welches am 26. Juli hätte über die Bühne gehen sollen. Die Betonung liegt hierbei auf "sollen". Denn wie K-1 nun bestätigte, muss das Finale leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Grund für die Verschiebung ist, dass es am 22. Mai in Thailand zu einem Militärputsch gekommen ist. Dieser soll zwar erfolgreich gewesen sein, führte aber selbstverständlich zu enormen Unruhen im ganzen Land. Das Militär verhängte daraufhin eine Ausgangssperre, und genau deshalb sehen sich die Veranstalter derzeit nicht in der Lage, den 26. Juli als Termin aufrechtzuerhalten.

Dabei ist es nicht die erste Verlegung, denn ursprünglich war geplant, dass das Finale in Miami hätte stattfinden sollen. Leidtragende an der Geschichte sind natürlich die Kämpfer. Gerade bei dem deutschen "Hurricane" Enriko Kehl stößt die Verlegung des Finales auf wenig Freude. Denn für ihn, der ja bei K-1 MAX unter Vertrag steht, bedeutet die Verlegung auch, dass es ihm nur schwer möglich ist, andere Kämpfe anzunehmen.

Bisher war es so, dass vier bis fünf Wochen vor einem Kampf bei K-1 MAX kein anderer Kampf mehr bestritten werden durfte. Sprich, wenn Kehl jetzt einen oder mehrere Kämpfe annimmt und K-1 MAX mit einem neuen Termin um die Ecke kommt, ist alles andere womöglich schon wieder Makulatur.

"Jetzt haben wir gerade mit dem Training angefangen, die Ernährung komplett umgestellt und uns auch noch einen Physiotherapeuten in das Team geholt. Doch alles ist für die Katz", so ein enttäuschter Kehl gegenüber Groundandpound.de. "The Hurricane" befand sich gerade in der Vorbereitung, welcher er mit seinen Trainingspartnern vom La Familia Fightclub in Erfurt und dem TKO Muay Thai in Wetzlar bestreitet. Bis wann er die Vorbereitung wird wieder aufnehmen können, steht noch in den Sternen.

Doch dieser Zustand ruft aktuell Kehl-Manager Sefer Göktepe auf den Plan. Göktepe verhandelt derzeit mit den Promotern von K-1 und möchte diesen Final-Kampf nach Deutschland holen. Sollte dem Darmstädter das tatsächlich auch gelingen, dann wäre dies natürlich ein gewaltiger Paukenschlag. Doch letztendlich wird es wie so immer bei einem Event in dieser Größenordnung sein, dass auch hier das liebe Geld entscheiden wird.