Thai/Kickboxen

Kabashi, Metz, Haselbeck und Poskotin siegreich

Stekos Fight Night (Quelle via Stekos)

Das Risiko eine Kampfsportveranstaltung in München an einem Wiesn-Wochenende zu Veranstaltung wurde in der Zenith Halle am vergangenen Samstag durch den Besuch von 2.800 Zuschauern honoriert. Ein großer Erfolg für die Brüder Mladen und Pavlica Steko bei dem hinzu kam, das ihre Schützlinge alle Titelkämpfe für sich entscheiden konnten.

Genauso würde ich die Klitschkos KO schlagen
Große Worte die im Vorfeld von Besim Kabashi kamen. Am Samstag lies er auch die Taten folgen. Vom großartigen taktieren war nichts zu sehen. Beide wollten den Sieg und beide Kämpfer wollten ihn vorzeitig. Eine Rechte von Kabashi an den Kopf seines Wiedersachers Panto, bei dem der Mundschutz des Italieners des weite suchte, war auch gleichzeitg der Anfang vom Ende. Vom Boden erhob sich Panto nicht mehr und der WM-Titel im Superschwergewicht ging an Kabashi. "So würde ich auch die Klitschkos im Thaiboxen KO schlagen", sagte Kabashi. Nach der Meinung dessen Trainers Mladen Steko, attestierte dieser seinem Schützling einen weitaus spektakuläreren Kampfstil als bei den Klitschkos. Zudem hätten Ex-Boxweltmeister wie Francois Botha oder Ray Mercer vergeblich versucht im Thai- und Kickboxen Fuß zu fassen. Da muss ihm allerdings auch recht geben. Trotzdem, es ist eine gewagte Aussage von Kabashi.
Der Treffer zum WM-Titel für Kabashi (Quelle via Stekos)

Die wahre Weltmeisterin kommt aus München
Das ist das Fazit des WKA-WM Titelkampfes von Cindy Metz die der WAKO Weltmeisterin Catarina Valerio aus Portugal nicht gestattete, ihren  Titel aus München zu entführen. Nach 10 Runden war es ein einstimmiges Ergebniss für die Münchnerin. Gerade wenn man bedenkt das gut 2.800 Zuschauer waren, wäre eine Titelvereinigung sicherlich das berühmte Tüpfelchen auf dem I gewesen. Metz jedenfalls freute sich nach dem Kampf darauf, dem Volksfest Nr. 1 weltweit, einen Besuch abzustatten.
Cindy Metz langt zu. (Quelle via Stekos)

Haselbeck hat seinen Titel wieder
Es war ein hartes Stück Arbeit für "The White Bull" Dominik Haselbeck, der nach 3 Jahren Pause wieder für das Steko-Team in den Ring stieg. Aber nicht nur er wollte den WM-Gürtel, auch Europameister Martin Navratil aus der Slowakei war bis in die Haarspitzen motiviert. Selbst als er nach einem Treffer mit der Schlaghand von Haselbeck angezählt wurde, kämpfte sich Navratil wieder zurück, konnte Haselbeck aber nicht so weit in Bedrängnis bringen, das es sich auf den Punktzetteln der Kampfrichter entsprechend bemerkbar gemacht hätte. Einstimmiger Punktersieger somit Dominik Haselbeck.
Dominik Haselbeck hat seinen WM-Titel wieder. (Quelle via Stekos)

Der Kampf des Abends
Semen Poskotin und der Franzos Odje Manda lieferten sich ein Duell über die komplette Distanz von 12 Runden, bei dem Augenzeugen von besten Kampf der Veranstaltung sprechen. Aber der Hälfte des Kampfes, zuvor versuchte Poskotin den kleineren Franzosen aus Distanz zu halten, wich keiner der beiden Kämpfer einen Schritt zurück. Durch eine Serie von Boxkombinationen holte sich Poskotin den entscheidenen Vorspruch bei den Punktrichtern und konnte seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen.
Frontkick von Semen Poskotin (Quelle via Stekos)

Comeback nach langer Pause
Steko Schützling und WKA-Europameister Bachir Maroun meldete sich nach längerer Pause wieder zurück im Ring. Eines ist klar, mit einem Sieg sollte ein weiterer Schritt in Richtung WM-Titel gemacht werden und der gelang dem Münchner auch. Mit einer krachenden Faust schlug er den Bosnier Vedad Mulaomerovic in der 5. und letzten Runde KO und verteidige somit erfolgreich seinen EM-Titel. Ein Duell gegen einen der Top-Kämpfer aus Deutschland wie Leo Zulic, Alex Schmitt, die Gebrüder Kehl oder Berat Aliu wäre sicherlich ein würdiger Kampf um den WM-Titel.
Bachir Maroun mit geglücktem Comeback (Quelle via Stekos)

Die Show des Willy "The Lion"
Er ist ja schon ein Showman, der Neuzugang im Steko-Team. Willy "The Lion" der schon in Karlsruhe seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis stellt, zeigte auch gegen Daivd Lorezi aus Frankreich das, was ihn auszeichnet. Explosivität, schöne Techniken gepaart mit der Prise Show. Das Publikum schien begeistert zu sein und seine Trainer ebenfalls. Am Ende sprang ein klarer Punktsieg heraus. Lediglich der KO blieb dem Steko-Schützling an diesem Abend verwehrt.
Willy

Aus Münchner Sicht hatte man alles richtig gemacht um auch den Zuschauern, die den Weg auf die Wiesn nicht auf sich nahmen, einen packenden und actiongeladenen Samstag Abend zu präsentieren. Wie schon fast üblich wird TV-Sender Sport1 am kommenden Donnerstag eine Zusammenfassung der Stekos Fight Night bringen. Der nächste Event, der wohl auch gleichzeitig den Jahresabschluss bildet ist ebenfalls schon in Planung. Nach heutigem Stand wird er am 04. Dezember, ebenfalls wieder in der Zenith Halle von München stattfinden. Dann wird wohl auch wieder WKA-Championesse Dr. Christine Theiss mit einer Titelverteidigung an der Reihe sein.

Stekos Fight Night
25. September 2010
Zenith Halle, München

Ergebnisse

WKA - World Title / Thaiboxen / + 95kg / 5x3 min.
Besim Kabashi (D) bes. Luca Panto (ITA) durch KO

WKA - World Title / Fullcontact / - 55kg / 10x2 min.
Cindy Metz (C/D) bes. Catarina Valerio (POR) durch Punkte

WKA - World Title / Fullcontact / - 76kg / 12x2 min.
Dominik Haselbeck (D) bes. Martin Navratil (SVK) durch Punkte

WKA - World Title / Fullcontact / - 72,5kg / 12x2 min.
Semen Poskotin (C/D) bes. Odje Manda (FRA) durch Punkte

WKA - European Title / Thaiboxen / - 70kg / 5x3 min.
Bachir Maroun (C/D) bes. Vedad Mulaomerovic (SVK) durch KO

WKA - European Title / Thaiboxen / - 79kg / 5x2 min.
Willy "The Lion" (D) bes. David Lorezi (FRA) durch Punkte