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K-1 Heavyweight Championship Grand Prix

K-1 kehrt zu seinen Wurzeln zurück und veranstaltet am 23. November in der Super Arena von Saitama zum ersten Mal nach über viereinhalb Jahren ein reines Schwergewichts-Turnier.

Es war der 15. März 2013, als K-1 das ehemals prestigeträchtige World Grand Prix Finale in der Arena von Zagreb zum bis dato letzten Mal über die Bühne brachte. Was in den Jahren danach folgte, waren Grand Prixs in den verschiedensten Gewichtsklassen, die allesamt nichts mit dem gemein hatten, wofür K-1 eigentlich mal stand - die besten Kämpfer im Schwergewicht sowie der Max-Klasse zu präsentieren.

Nun werden am 23. November in der altehrwürdigen Saitama Super Arena wieder die ganz schweren Jungs ihren Auftritt haben. Man darf jetzt aber nicht so töricht sein und glauben, dass hier die "Big Names" des aktuellen Geschehens in den Ring steigen werden. Da die meisten ohnehin vertraglich an andere Organisationen gebunden sind und K-1 derzeit wohl auch nicht in der Lage ist, entsprechende Gagen zu bezahlen, ist es Zeitverschwendung zu glauben, dass Kämpfer wie Verhoeven, Ben Saddik, Adegbuyi, Gerges und Co. dort zu sehen sein werden.

Dennoch hat man ein interessantes Feld auf die Beine gestellt, bei dem ein Großteil der Kämpfer aus Japan in der Vergangenheit bei Krush, Khaos, Rebels oder für K-1 Japan aktiv gewesen ist. Der bekannteste dürfte Koichi Pettas sein, auch bekannt als "Koichi Wattanabe". Dieser stand schon mit so bekannten Namen wie Jerome LeBanner, Rico Verhoeven oder Freddy Kemayo im Ring. Den ganz großen Wurf hat der mittlerweile 36-Jährige bisher noch nicht geschafft.

Dafür stehen zwei Vertreter aus Europa im Turnier, welche auch schon in Deutschland ihre Visitenkarte hinterlassen haben und ein Name sticht dabei besonders heraus - Roel Mannaart, der Sohn von Trainer-Legende Andre Mannaart. Dieser hatte sich bereits mehrfach beim Day of Destruction von Ralf Stege in Hamburg und Neustadt gezeigt und möchte in seiner jungen Laufbahn das erste große Ausrufezeichen setzen. Dessen boxerische Fähigkeiten sind schon recht vielversprechend und die Beinarbeit wurde in den vergangenen Monaten immer besser.

Aber auch an Pacome Assi aus Frankreich wird sich der eine oder andere vielleicht noch erinnern können. 2012 forderte er WKA-Weltmeister Florian Pavic um dessen Titel heraus, das Urteil war nach fünf Runden ein schmeichelhaftes Unentschieden für Pavic. Die Chance zur Revanche bekam Assi noch im selben Jahr, allerdings nur in einem auf drei Runden angesetzten Superfight. Diesen verlor er nach Punkten, weil er erst nach der Hälfte des Kampfes daran dachte, auch selbst aktiv zu werden. Seinen letzten Auftritt bei Krush 78 vor wenigen Wochen gewann Assi zwar vorzeitig, eine ganz große Rolle wenn es um den Gesamtsieg geht, dürfte er allerdings nicht spielen.

K-1 World Championship Grand Prix
23. November 2017
Saitama Super Arena, Japan

Final 8
Makoto Uehara vs. Pacome Assi
K-Jee vs. Antonio Plazibat
Masahiro Iwashita vs. Roel Mannaart
Koichi Pettas vs. Ibrahim El Bouni

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