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GNP1-Awards 2015: Kickboxer des Jahres

And the Winner is: Enriko Kehl

Einmal mehr konnte sich Enriko Kehl die meisten Stimmen der Leser von GNP1.de sichern und wurde zum nationalen Kickboxer des Jahres 2015 gewählt. Es ist der dritte Sieg hintereinander für den K-1 World Max-Sieger von 2014, dieser war aber extrem knapp.

Der dritte Award-Sieg in Folge für Enriko Kehl, doch so knapp wie in diesem Jahr war es bisher noch nicht gewesen, denn die Plätze zwei und drei waren Kehl sehr dicht auf den Fersen. Am Ende entschied nur 1,1 Prozent Differenz über den Award. Gegen Weltstars wie Giorgio Petrosyan oder Dzhabar Asherkov kassierte Kehl zwar jeweils eine Niederlage, dafür konnte er sich mit Siegen über Erkan Varol, Mohamed Diaby, Zhao Chunyang und Hu Yafei erfolgreich revanchieren. Bisher hat man vergeblich auf einen Auftritt von Kehl bei Branchenprimus Glory gewartet. Vielleicht kommt es ja 2016 dazu?

Um Haaresbreite wäre Sergej Braun der Sieg geglückt. Der Kämpfer aus Fulda gilt nicht erst seit gestern als ein Geheimtipp in der 80er-Klasse. Von einigen unterschätzt oder vielleicht nicht richtig wahrgenommen, ließ sich Braun nicht beirren und setzte auch im vergangenen Jahr seinen Weg, meist erfolgreich, fort. Auch nach der sehr umstrittenen Niederlage gegen Ertugrul Bayrak steckte dieser den Kopf nicht in den Sand. Der sympathische Kämpfer aus Fulda überzeugte mit attraktiver Beinarbeit und einem sehr variablem Kampfstil. Bleibt zu hoffen, dass Braun auch in diesem Jahr vermehrt in Deutschland in den Ring steigen wird.

Platz drei ging an "The Hazard" John Kallenbach aus Saalfeld, welcher 2015 ein nahezu perfektes Jahr hinlegen konnte. Nach Siegen in Senftenberg und Halle, krönte Kallenbach sich erneut zum WKU-Weltmeister, als er vor heimischer Kulisse den bisherigen Titelhalter Manuel Sembera aus Österreich bezwingen konnte. Damit wurde der Titel genau um die Hüften geschnallt, um die er schon vor ein paar Jahren hing. Das I-Tüpfelchen und ein erfolgreicher Jahresabschluss für Kallenbach.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:
1. Enriko Kehl 24,9%
2. Sergej Braun 23,8%
3. John Kallenbach 20,4%

Die restlichen 30,9% verteilen sich auf Danijel Solaja, Maroof Özcan, Vladimir Toktasynov und Jacob Styben.