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It's Showtime mit Protest gegen Semmy Schilt.

Semmy Schilt (Quelle via K-1)

Remon Daalder, Manager von Black Label Fighting und Simon Rutz von It's Showtime haben beide einen Protest zu K-1 geschickt, mit der Absicht Semmy Schilt für das K-1 World Grand Prix Finale am 11. Dezember in Japan disqualifizieren zu lassen.

In den K-1 Regularien wird vorgeschrieben, dass im Falle einer Verletzung eines Kämpfers während des Kampfes die Wunde nicht durch einen der Cornermen ohne Einmischung des offiziellen Arztes und der Schiedsrichter behandelt werden darf. Dies geschah jedoch direkt nach der ersten Runde durch Bas Boon. Schilt, der zahlreiche Lowkicks gleich von Anfang des Kampfes an erhielt, blockte einen jener Kicks nicht korrekt, welches ihm eine offene Wunde am Schienbein einbrachte. Wenn die Schiedsrichter das sofort gesehen hätten, hätte der Arzt die Wunde ansehen müssen und wäre nicht medizinisch verantwortlich gewesen. Der Ringrichter entdeckte diese Wunde allerdings nicht, weil die Ecke von Schilt "heimlich" viel Tape auf die verletzte Stelle aufbrachte. Ungeachtet der Tatsache, dass das Blut durch das Tape sichtbar war, sah der Ringrichter es nicht. Die Tatsache, dass das Schienbein von Schilt direkt nach dem Kampf genäht wurde, zeigte, dass es eine ernste Wunde war. Das angebrachte Tape ist auf den Fernsehbildern und auf YouTube (von der zweiten Runde) klar sichtbar.

Simon Rutz: "Weil Hesdy Gerges unser amtierender It's Showtime Heavyweight Champion ist, wollte K-1 ihn gegen ihren eigenen Champion in den Ring schicken. K-1 machte aus dieser Tatsache ein riesiges Aufsehen in den japanischen Medien und warf die Frage auf: 'Wer ist der Stärkere, der It's Showtime Champion oder der amtierende K-1 Champion?' Nach zwei Runden werteten die Richter den Kampf 20-20 (Unentschieden), 19-20 (für Schilt) und 18-20 (für Schilt). Jedoch, wie jeder sehen konnte, ging die dritte Runde klar an Hesdy Gerges, so dass man hätte diese Runde 10-9, 10-9, 10-9 für Hesdy Gerges werten müssen. Wenn man nun die Wertung zur Wertung nach den ersten beiden Runden addiert, erhält man folgendes Endergebnis: 30-29 (für Hesdy), 29-29 (Unentschieden) und 28-29 (für Schilt). Ein klareres Beispiel für eine Extrarunde kann nicht gefunden werden! Wenn es eine Extrarunde gegeben hätte, wäre Schilt nie im Stande gewesen, diese Runde zu beenden, weil er bereits Schwierigkeiten hatte, die dritte Runde zu beenden. Diese Entscheidung war bereits ungerechtfertigt, aber zudem hat die Ecke von Sem Schilt auch noch die K-1-Regeln verletzt, indem sie eine dicke Schicht des Tapes auf der Wunde angebracht hat."

Remon Daalder: "Ich stimme hiermit vollkommen überein. Wenn K-1 ihren eigenen Regeln folgt, gibt es nur eine Möglichkeit und das ist der Ausschluss von Sem. Wenn K-1 das nicht tut, dann sind die Auswirkungen auf die Zukunft von K-1 nicht absehbar. Jeder wird dann die Regeln brechen können. Sem Schilt spricht im De Telegraaf (Niederlandes größte Zeitung, Anm. d. Red.) über einen kleinen Formfehler, aber ich bin damit absolut nicht einverstanden. Diese Verletzung der Regeln bedeutet den Unterschied zwischen dem Gewinnen oder Verlieren und den Unterschied zwischen dem Kämpfen in einem Superfight am 11. Dezember oder Kämpfen im Finale um 400.000 Dollar. Folgt man den Regeln, wird Hesdy Gerges im Finale am 11. Dezember stehen und nicht Sem Schilt. Das heimliche Verwenden des dicken Tapes sagt schon genug aus, weil wenn die Ecke von Sem nicht überzeugt gewesen wäre, dass die Wunde das Ende des Kampfs bedeutet hätte, hätten sie die Erlaubnis des Arztes einholen müssen. Sie gingen ein Risiko ein, und nach meiner Meinung haben sie verloren."