Thai/Kickboxen

IFMA-Junioren WM: Deutsches Team überragend

Das Deutsche National-Team mit ihren Betreuern. (Foto: Guido Schuhmacher / mtbd.de)

Dass die IFMA der wohl wichtigste wie auch gewichtigste Verband für das traditionelle Muay Thai ist, das dürfte wohl unbestritten sein. Wer sich dort in der Vergangenheit eine Medaille sichern konnte, durfte zu Recht auch stolz darauf sein. Nach St. Petersburg war jetzt Bangkok der Austragungsort der zweiten Junioren-Weltmeisterschaft, bei welcher es nicht nur im Ring richtig zur Sache ging.

Unter den Augen von Bundestrainer und Verbands-Chef Detlef Türnau sowie den National-Trainern Gido Schuhmacher und Robbie Richter begab sich eine Delegation nach Thailand, um dort zu demonstrieren, dass es um den nationalen Nachwuchs alles andere als schlecht bestellt ist. Was aber am Ende dabei herausspringen sollte, dürfte wohl WM-übergreifend die erfolgreichste Medaillen-Ausbeute einer deutschen Nationalmannschaft gewesen sein.

Dabei ging die Verteilung der Medaillen wie folgt von statten. Metas Miliunas krallte sich die erste goldene, Kevin Papst holte die zweite Gold-Medaille – diese aber zusammen mit einem Thailänder. Das Interessante dabei ist, dass es eine Medaille im Wai-Kruh-Contest war. Der Wai Kruh ist eine traditionelle Zeremonie, welche immer vor einem Kampf ausgetragen wird. Sie dient dazu, den Lehrern (Khru) seinen Respekt zu bezeugen (Wai). Dass gerade ein Kämpfer aus Deutschland im Mutterland des Sports ganz oben auf dem Treppchen steht, zeigt, wie hoch dieser Gewinn einzustufen ist.  Dem war aber noch lange nicht genug. Nicole Zajcev und Pheline Rosin konnten sich in ihren Gewichtsklassen jeweils die Silbermedaille erkämpfen und Marie Assmuth, Jan Otterbein, Leony Rosin und nochmals Kevin Papst gewannen noch mit ihren dritten Plätzen die Bronze-Medaille.

Diese Ausbeute ist somit der beste Beweis dafür, dass der eingeschlagene Weg in den jeweiligen Landesverbänden wie auch in den Gyms der Kämpfer der richtige ist. Die Sorge um den Nachwuchs ist, wie die Resultate zeigen, unbegründet und von den Medaillengewinnern und Gewinnerinnen darf man in der Zukunft sicherlich noch einiges erwarten. Das werden auch die mitgereisten Nationaltrainer Guido Schuhmacher und Robbie Richter so gesehen haben. Für zwei so erfahrene Trainer kann diese WM nur ein Traum gewesen sein. Auch wenn man dem Nachwuchs und deren Trainern hier die Zeit geben sollte, um sich auch richtig zu entwickeln.