Thai/Kickboxen

„Hauptsache ballern!“

Dream-Team: Oliver Koch und Ralf Stege. (Foto: Ralf Stege/siamstore.de)

 

Beim Day of Destruction VIII am 10. Mai wird ein Kämpfer sein Comeback im Ring geben, welcher in Hamburg bekannt wie ein bunter Hund ist, den man aber schon fast ein bisschen vergessen hat. Schon im vergangenen Jahr sollte Olli Koch beim DoD VII wieder in den Ring steigen, was aber von einer Verletzung zunichte gemacht wurde. Doch „The Bomb“ ist wieder da und freut sich, endlich wieder etwas „ballern“ zu dürfen.

Olli, am 10. Mai wirst du beim Day of Destruction VIII endlich wieder in den Ring steigen. Wie laufen die Vorbereitungen?
Eigentlich ganz gut. Ich war zwar zwischendurch etwas krank gewesen, aber letztendlich werde ich am 10. Mai fit sein, auf jeden Fall!

Dein Gegner kommt aus China und wird nur „Der Mönch“ genannt. Was weißt du über ihn und wie schätzt du ihn als Kämpfer ein?
Ja, ein verrückter Typ. Irgendwie aus Eisen. Der Mönch schlägt so ein bisschen aus der Art.
Yi Long vs. Oliver Koch beim DoD VIII
Auf welchen Kampf glaubst du, wirst du dich einstellen müssen?
Dazu kann ich nicht viel sagen. Der Moment ist entscheidend. Wenn es „Gong“ macht, dann knallt das so oder so los. Dann werden wir sehen, was passiert.

Baust du jetzt in der Vorbereitung auf den Kampf andere Trainingsmethoden ein, um neue Reizpunkte zu setzen?
Ich habe in der Vorbereitung viel EMS-Training gemacht. Das ist Stromtraining und Höhentraining simuliert. Mal gucken, ob das konditionsmäßig ein bisschen was bringt. Ich konnte nicht richtig laufen, weil ich eine Knochenhautentzündung hatte. Mal gucken, ob das funktioniert. Ein bisschen was bringt es schon.

Wirst du vor diesem Kampf noch ein Videostudium deines Gegners machen oder verlässt du dich ganz auf das, was dir dein Trainer Ralf Stege mit auf den Weg gibt? Immerhin kennt er die Chinesen ja recht gut.
Ich guck mir aus Prinzip nichts von den Fightern an, gegen die ich kämpfe. Das verunsichert einen nur und wenn man sich irgendwas vornimmt, dann klappt das sowieso nicht. Es kommt eh immer anders als man denkt. Das ist immer so eine Momentgeschichte. Was kommt, das kommt.
Im Sparring mit Taner Tatar. (Foto: Ralf Stege/siamstore.de)
Nach einer längeren Pause wieder zurückzukehren, ist ja bekanntlich nicht immer einfach. Welche Ansprüche stellst du selbst an dich?
Fighten, fighten und noch mal fighten!

Du bist in Hamburg bekannt wie ein bunter Hund. Verspürst du dadurch auch mehr Druck auf den anstehenden Kampf?
In Hamburg zu kämpfen, ist immer wieder geil. Ich kämpfe eigentlich nicht für Sieg oder Niederlage, ich kämpfe für den Kampf überhaupt. Genauso für meine Fans wie für meine „Hater“.

Oder ist es vielmehr auch der Pusch, den man als Kämpfer auch braucht, weil Fans und Freunde hinter einem stehen?
Sicherlich pusht das einen und motiviert natürlich noch mehr, wenn jeder Zweite einen kennt und jeder Zweite für einen ruft. Im Guten wie im Schlechten. Das pusht auf jeden Fall immer und spornt einen richtig an.
Das RSP-Management und seine Kämpfer. (Foto: Ralf Stege/siamstore.de)
Machen wir es kurz. Olli Koch verlässt am 10. Mai den Ring als Sieger, weil…
Noch mal, Sieg oder Niederlage – das ist egal. Hauptsache eben ein guter Fight. Es war mir noch nie wichtig, ob ich gewinne oder verliere. Hin und wieder ist das mal gut zu gewinnen, sicher. Aber Hauptsache vernünftig fighten. Hauptsache ballern!

In der Vergangenheit hattest du ja immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Spielt man da auch schon mal mit dem Gedanken, die Handschuhe komplett an den Nagel zu hängen?
Sicherlich überlegt man das hin und wieder. Aber man ist, was man ist!

Bekannt bist du als „The Bomb“. Welche Geschichte verbirgt sich hinter deinem Kampfnamen und wer hat ihn dir verpasst?
Das ist in Thailand entstanden. Durch ein Foto, auf dem ich aussehe, als würde ich explodieren. Alle, die damals mit in Thailand waren, haben gesagt, das ist „The Bomb“.

Gehen wir mal davon aus, dass du am 10. Mai den Ring als Sieger verlassen wirst. Wie wird denn dein weiterer Fahrplan für das Jahr 2014 aussehen?
Darüber habe ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht. Erstmal der 10. Mai, alles andere ist erst einmal Banane.
Bereit für den DoD VIII. (Foto: Ralf Stege/siamstore.de)
Blicken wir mal in die berühmte Kristallkugel. Welche Ziele verfolgst du mittel- bzw. langfristig?
Keine Ahnung, es wird zusammen geknallt, wie es nur geht. Man ist eben, was man ist. Gewinnen oder Niederlage – ist immer egal. Wenn es gesundheitlich geht, werden immer wieder kleine Knallereien stattfinden.

Olli, ich danke dir für das Interview und wünsche dir viel Erfolg für deinen Kampf am 10. Mai bei Day of Destruction VIII in Hamburg.
Ich danke euch.