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GnP-Awards 2012: Kickboxerin des Jahres national

Kickboxerin das Jahres 2012: Ania Fucz. (Foto: Ania Fucz/mujoken-ki.de)

Ania Fucz, aus dem Mujoken Ki Dojo von Aachen, wurde von den Lesern von GroundandPound zur nationalen Thai- und Kickboxerin des Jahres 2012 gewählt. Bei der erstmals ausgetragenen Wahl sprang Fucz somit gleich auf das oberste Treppchen und verwies Dr. Christine Theiss auf Platz zwei. Auf dem dritten Platz folgte Laura Torre.

Es war ein mehr als ereignisreiches wie auch turbulentes Jahr für Ania Fucz. Stein des Anstoßes war ein Interview bei GnP-TV mit der Herausforderung an Dr. Christine Theiss. Viele glaubten nicht an diesem Kampf, doch er sollte im Mai des vergangenen Jahres stattfinden. Beide Damen lieferten sich einen hochklassigen Kampf über die kompletten zehn Runden, aus dem Dr. Theiss als verdiente Siegerin hervorging. Doch lange darüber nachgedacht hatte Ania Fucz nicht, denn nur zwei Wochen später verteidigte Fucz ihren IKBF-WM-Titel vor heimischer Kulisse gegen Elna Nilsson aus Schweden. Was folgte, war ein klarer Punktsieg gegen Sarah Debaieb auf der Mix Fight Gala in Frankfurt. Neben dem sportlichen Erfolg zählen auch die Sympathien bei den Zuschauern, und die hatte sich Ania Fucz gesichert.

Auf Platz zwei folgte Dr. Christine Theiss, aus dem Kampfsportzentrum Steko in München. Die Vorzeige-Kickboxerin aus der bayerischen Landeshauptstadt stieg im vergangenen Jahr dreimal in den Ring und verließ diesen auch dreimal als Siegerin. Zunächst gab es das Duell gegen WAKO-Doppelweltmeisterin Olja Zerajic aus Bosnien. Diese zeigte zwar erstaunliche Nehmerqualitäten, konnte Theiss aber nicht entscheidend gefährlich werden. Daher gab es folgerichtig auch einen einstimmigen Punktsieg. Im Mai folgte dann das Duell gegen IKBF-Weltmeisterin Ania Fucz. In einem sehr hochwertigen, wie auch spannendem Kampf, konnte Theiss abermals die Oberhand behalten. Zum Jahresabschluß folgte das Duell gegen Sanja Samardzic in Berlin und der vorzeitige Sieg in Runde vier.

Platz drei ging, und das ist schon eine kleine Überraschung, an die jüngste Kandidatin im Feld: Laura Torre, vom Thaiboxclub aus Singen. Die Schülerin von Ralf Hasenohr startete 2012 so richtig durch. Den Internationalen Deutschen Titel holte sie sich gleich bei drei Verbänden. Zweimal bei der ISKA (K-1 und Kickboxen) und bei der PWKA (Sanda). Doch damit nicht genug, beim MTBD holte sie sich ebenfalls den nationalen Titel im Muay Thai. Ihr ohnehin schon erfolgreiches Jahr krönte sie mit den beiden WM-Titeln im K-1 auf den Weltmeisterschaften der WKA in Orlando und der ISKA in Holland. Ohne Frage stellt sie eine Bereicherung der Damenriege da.

Auf dem vierten Platz landete der Hamburger Wirbelwind Meryem Uslu, die mit einem Punktsieg über Gezina Arets in Holland das Jahr begann. Ein weiterer Auslandstripp führte sie nach England, wo sie sich Lucy Payne, nach Punkten geschlagen geben musste. Uslu geht, und das zeichnet sie auch aus, keiner Gegnerin aus dem Weg. Was folgte, waren zwei Siege nacheinander. Zuerst in Tschechien gegen Anna Plavanova und danach gegen Tang Jing beim Day of Destruction in der Heimat. Beflügelt davon konnte sie in Rostock Daisy Breinburg besiegen. Den krönenden Jahresabschluß gab es in ihrer Heimatstadt Hamburg. Gegen die starke Belgierin Kim DeWulf holte sich Meryem Uslu ihren ersten WM-Titel, welcher sicherlich nicht der letzte gewesen sein wird.

Platz fünf belegt die erste Amazon of K-1 Championesse Dilara Kocak aus Hannover. Deren Stern ging am 26. Mai in der Herner Ruhrstadtarena auf. Im Acht-Frauen-Turnier besiegte sie zunächst Michelle Giesel, ehe sie sich im Halbfinale gegen Melanie Redmann durch Aufgabe in Runde zwei für das Finale qualifizierte. Angespornt von einer bärenstarken Leistung, setzte sie dort noch einen drauf und schlug Yasemin Colak durch RSC in Runde drei. Doch damit nicht genug, einen Superfight auf dem nächsten Amazon-Event gewann sie ebenso, wie den Deutschen Titel der WKN. Von ihr wird man in Zukunft mit Sicherheit noch einiges zu hören bekommen.

Auf Platz sechs folgte Katrin Dirheimer, von den Rheinfighters aus Köln, die Titel sammelt wie andere Schuhe. Im Mai gab es den ersten Pro-Titel und dies in Form von der Europameisterschaft nach Version der DKKO. Danach folgten bei der WPKA-WM zwei weitere Titel im Vollkontakt und Thaiboxen. Beim Amazon Grand Prix in Herne kam Dirheimer mit einer starken Leistung bis in das Finale und musste sich dort nach großem Kampf Jorina Baars geschlagen geben. An eine Pause war nicht zu denken und es ging weiter nach Orlando, zur WKA-WM. Dort folgten die WM-Titel Nummer 12 und 13, in den Disziplinen K-1 und Vollkontakt. Ein Ende ist bisher nicht in Sicht.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:
1. Ania Fucz (Mujoken Ki Dojo) 29,44%
2. Dr. Christine Theiss (Kampfsportzentrum Steko) 24,01%
3. Laura Torre (Thaibox Club) 20,20%
4. Meryem Uslu (Gym Kwan) 13,68%
5. Dilara Kocak (Kenpokan) 6,70%
6. Katrin Dirheimer (Rheinfighters) 5,78%