Thai/Kickboxen

GnP-Awards 2011: Kickboxer des Jahres national

Danyo Ilunga - der nationale Kickboxer 2011 (Foto: Ben Pontier / It`s Showtime)

Danyo "Dibuba" Ilunga vom Fighting Gym in Waldbröl ist der nationale Kickboxer des Jahres 2011. Was dem amt. It`s Showtime World Champion im vergangenen Jahr noch nicht gelungen war, das konnte der Bonjasky-Schützling in diesem Jahr dank der Unterstützung seiner Fans doch noch erreichen. Allerdings lieferte sich der Waldbröler ein enges Kopf an Kopf Rennen mit Alex Vogel (Masters Gym) der auf Platz 2 kam und Enriko Kehl (Frankers Fight Team), der ihm auf Platz 3 folgte.

Hier die Vergabe der Stimmen im Überblick:

1. Danyo Ilunga (Fighting Gym) 23,29 %
2. Alex Vogel (Masters Gym) 21,67 %
3. Enriko Kehl (Frankers Fight Team) 19,43 %
4. Tyrone Priest West (Thaibombs) 14,95 %
5. Leo Zulic (Mujoken Ki Dojo) 10,57 %
6. Semen Poskotin (Stekos) 10,09 %

Das Jahr 2011 hätte für Danyo Ilunga eigentlich nicht besser laufen können, man kann auch sagen das alles wie am Schnürchen lief. Zuerst die Nachricht, das Ilunga einen Kampf bei der renomierten It`s Showtime Promotion von Simon Rutz erhält. Das es er aber gleich um den vakanten Titel in der 95kg Klasse gegen Wendell Roche kämpfen durfte, das stellte schon ein Highlight dar. Der Sieg über Roche sowie die Art und Weise wie Ilunga den Mann aus Curacao demontierte war dann schon ein Überraschung. Das der Sieg keine Eintagsfliege war, das bewies Ilunga nur 3 Monate später als er Nenad Pagonis in Polen durch TKO schlug. Was folgte war ein etwas verkrampfter aber dennoch hochverdienter Sieg gegen Mohammed "Big Mo" Boubkari beim Thailand vs Europe Event in Stuttgart. Zum Jahresabschluss ging es für Ilunga auf Teneriffa, wo er beim It`s Showtime Event wieder in überzeugender Manier Loren Javier Jorges aus Spanien in die Schranken verwies, was einen rundum gelungenen Jahresabschluss für Ilunga bedeutete. Innerhalb von 3 Jahren nur eine Niederlage - der steile Weg nach oben scheint für Deutschlands Nummer 1 derzeit ununterbrochen weitergehen. Wollen wir dem sympathischen Waldbröler weiterhin viel Erfolg wünschen.

Landete auf Platz 2 - Alex Vogel aus dem Masters Gym (Foto: Masters-Gym)
Platz zwei ging an den Duisburger Alex Vogel aus dem Masters Gym, der mit nur 1,62 % denkbar knapp hinter Ilunga landete. Dabei fing das Jahr 2011 alles andere als gut für ihn an. In Russland sollte WM-Titel Nr. 2 folgen. Doch ersten kommt es anders und zweitens als man denkt. Gegen Uranbek Esenkulov gab es eine schmerzhafte KO Niederlage in Runde 1. Doch Vogel ist ein Stehaufmännchen und das musste er auch sein, denn im Mai stand ein stark besetztes 8 Mann Tournament auf dem Programm. Fast spielerisch erledigte er seine Vorrundekämpfe die er mit KO`s gegen Alex Tullius und Andreas Kaczmarczyk gewann. Im Finale gewann er nach hartem Kampf gegen Enriko Kehl und sicherte sich damit ein brandneues Auto als Siegprämie. Was folgte war eine kurze Pause, bevor es im November beim Thailand vs Germany Event wieder Ernst für Vogel wurde. Dort bekam er mit Bernueng Topking Boxing den stärksten Kämpfer aus dem Team der Thais vorgesetzt. Vogel konnte leider nicht so richtig in den Kampf finden und musste in Runde 4 vorzeitig die Segel streichen. Wieder brappelte sich der Duisburger und verteidigte nur eine Woche vor Weihnachten eindrucksvoll seinen WM-Titel der IKBO mit einem TKO-Sieg über Elmar Murselov.

Platz 3 ging an Enriko Kehl (Foto: Sapao Photography)
Platz drei sicherte sich "The Hurricane" Enriko Kehl (Frankers Fight Team). Der angehende Polizist aus Ehringshausen absolvierte ein fast monströses Programm im Jahr 2011. IFMA-WM, German Kings Cup Quali oder Thailand vs Germany, Kehl gab immer Vollgas und zeigte sehr spektakuläre Kämpfe zur Freude der Zuschauer. Ohne Probleme qualifizierte sich Kehl für das German Kings Cup Finale und das wenige Zeit nachdem er das Finale beim Masters Tournament in Duisburg verlor. Auch beim German Kings Cup Finale lies er keinen Zweifel aufkommen, über wen der Sieg gehen wird. Im Halbfinale machte er gegen Artjon Lammert in Runde 1 bereits Schluss. Im Halbfinale musste Dirk Brosowski in Runde 2 aufgeben. Zum Finale gegen Leo Zulic sollte es wegen einer Verletzung des Mannes aus Würselen nicht kommen. Weiter ging’s zum Thailand vs Germany Event wo Enriko Kehl sich in einer epischen Schlacht gegen Jaochalarm Chatranokgym mit 2-1 durchsetzen konnte. Bei der Keta`s Fight Gala in München spielte Kehl mit Adil Osmani aus Österreich bevor er in Runde 3 nach ein paar Mätzchen den Sacke zu machte. Keine Frage, zusammen mit seinem Bruder Juri bildet er ein unglaublich schlagkräftiges Duo.

Platz 4 für Tyrone Priest West von den Thaimbos (Foto: Tyrone Priest West)
Auf Platz vier landete ein "Dino" in der Thai- und Kickboxszene in Deutschland. Tyrone Priest West aus den Thaibombs aus Mannheim. Dieser hatte zwar im Jahre 2011 nicht ganz so viele Kämpfe wie die anderen Nominierten, allerdings verfügt der Mannheimer über jede Menge Erfahrung und erfreut sich in seiner Heimatstat Mannheim größter Beliebtheit. Sein Ziel endlich Weltmeister zu werden, konnte sich West in diesem Jahr vor heimischem Publikum endlich erfüllen, nachdem es mit dem EM-Titel bei der WKA gegen Taylan Yesil nichts wurde. In Mannheim zeigte er eine sehr starke Leistung und bezwang mit Eldad Levin aus Isral einen hartnäckigen Gegner. Es war ein elektrisierendes Gefühl, als er vor über 2.000 Zuschauern in der ausverkauften MWS-Halle den Gürtel in die Höhe streckte. Ein Gürtel der endlich da ist wo er hingehörte, um die Hüften von Tyrone Priest West.

Leo Zulic kam auf Platz 5 (Foto: Mujoken Ki Dojo)
Platz fünf sicherte sich einer der kleinsten unter den Kämpfern. Leo Zulic vom Mujoken Ki Dojo aus Würselen startete furios in das Jahr 2011. In überzeugender Manier und fast ohne große Probleme sicherte er sich den Sieg beim Best of the West Tournament in Lemgo. Seinen IKBF-Eurpatitel verteidigte er im Mai vor heimischer Kulisse im Schnelldurchgang. Bereits in Runde 1 beendete er das Duell mit dem Holländer Tobias Eijgelshoven. Beim German Kings Cup Finale konnte den quirligen Kämpfer aus Würselen nur eine Verletzung stoppen, ein Duell mit Enriko Kehl steht somit noch aus. Dafür zeigte er sich bei der Fight Night Mannheim V wieder bestens erholt und lieferte sich mit Mirko Vorkapic ein heisses Duell über die kompletten drei Runde, welches er mit 2-1 für sich entscheiden konnte. Keine Frage, "The Lion" muss man auch 2012 wieder auf der Rechnung haben.

Platz 6 für Semen Poskotin (Foto: Sven Neumann/Kickfighter.de)
Auf Platz 6 landete WKA-Weltmeister Semen Poskotin vom Kampfsportzentrum Steko aus München. Der 175cm große und aus Hof kommende Poskotin startete mit einem klaren Punktsieg über Viktor Perthes aus Ungarn, allerdings im Kickboxen mit Lowkicks in das Jahr 2011. Seinen WM-Titel verteidigte er erstmals auf der Stekos Fight Night in Karlsruhe. Mit Dima Weimer aus Hamburg zeigte er 5 Runden lang Kampfsport auf technisch sehr hohem Niveau. Genau dieses Niveau behielt er auch im Dezember, als er bei der nächsten Titelverteidigung den ISKA-Weltmeister Tommy McCafferty aus Irland in der zweiten Runde recht unsanft in das Land der Träume beförderte. Auch wenn es verrückt klingen mag, würde Vollkontakt-Spezialist Poskotin sich vielleicht mehr auf Kämpfe im K-1 konzentrieren, es würden sich in Deutschland einige gewaltig umschauen. Den nur selten gibt es einen Kämpfer, der mit einer solch unglaublichen Schlagfrequenz zu Werke geht.

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