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GnP Awards 2009: Kickboxer national

Denis Schneidmiller

Denis „Chucky“ Schneidmiller vom Hamburger Hanse Gym ist der nationale Kickboxer des Jahres 2009. Die GroundandPound-Leser wählten den quirligen Hamburger auf den ersten Platz. Allerdings hatte er mit dem Aufsteiger Enrico Kehl (Frankers Fight Team) einen harten Widersacher. Platz drei ging an den German King Cu- Gewinner Alex Vogel (Masters Gym).

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. Denis Schneidmiller (Hanse Gym) 25,8 %
2. Enrico Kehl (Frankers Fight Team) 21,1 %
3. Alex Vogel (Masters Gym) 19,1 %
4. Besim Kabashi (Steko) 16,4 %
5. Danyo Illunga (Fighting Gym) 9,3 %
6. Karl Glischynski (Baltic Thais) 8,3 %

Für Schneidmiller beginnt das Jahr 2010 so, wie das vergangene Jahr 2009 geendet hatte – mit einem Sieg. Kurzfristig sprang Schneidmiller bei der Revolution-Veranstaltung in Hamburg gegen Ogün Sesli (Rostock) ein und siegte durch RSC. Ein gelungener „Jahresabschluss“, nachdem er beim Debüt von Hype FC eine doch umstrittene Niederlage gegen Yavuz Kayabasi hinnehmen musste. Dafür zeigten die Siege gegen Dima Weimer und Cagri Ermis, dass man an Schneidmiller in Deutschland derzeit nicht vorbeikommt

Der kleine Hamburger hat einen unglaublichen Speed, eine starke Kondition und einen unbedingten Siegeswillen. Wenn man ihm was ankreiden will, dann vielleicht, dass es noch etwas an der nötigen KO-Power fehlt. Doch Denis ist ja gerade mal 23 Jahre alt und hat sicherlich noch einiges vor sich. Seit seinem Sieg beim Dodge Trophy Final 2007 in Ulm, als er im Finale Marco Pique in einem der wohl besten Kämpfe der vergangenen Jahre nach einer Extra-Runde besiegen konnte, ging es steil bergauf. Es folgten Auftritte bei K-1 oder It’s Showtime.

Lediglich zwei Niederlagen musste er im vergangenen Jahr hinnehmen. Wie erwähnt zählt Kayabasi zu einem derer, die ihn geschlagen haben und zum anderen war es Chris Ngimbi, der ihn in der Arena von Amsterdam in die Schranken weisen konnten. Was allerdings kein Beinbruch ist, wenn man die Stärken von Ngimbi kennt. Zeit zum Ausruhen kennt er nicht, denn bereits in gut zwei Wochen steht er bei der Beast of the East-Veranstaltung in Holland wieder im Ring, bevor es am 6. März nach Barcelona geht, wo Abraham Roqueno auf ihn warten wird. GnP wünscht Schneidmiller ein ähnlich erfolgreiches Jahr wie 2009.

Auf Rang zwei landete, vielleicht doch etwas überraschend, Enrico Kehl (Frankers Fight Team). Der Schützling von Tom Schneider drehte im Rahmen der W.M.C. Super 8-Serie so richtig auf. Erst qualifizierte er sich für den Kings Cup, musste dann aber noch mal durch die Kings Cup Quali in Duisburg. Mit etwas Glück, aber auch dem nötigen Können, siegte er dort im Finale gegen Alex Schmitt vorzeitig. Beim Kings Cup zeigte er eine beherzte Leistung gegen Fadi Merza, musste sich aber nach Punkten geschlagen gegeben. Kehl steht noch ganz am Anfang und man darf in Zukunft viel von ihm erwarten.

Platz drei ging an Masters-Fighter Alex Vogel, der sich nicht nur den WM-Titel im Thaiboxen holte, sondern mit dem German King Cup ein weiteres Ausrufezeichen setzte. Zudem lieferte er sich mit Bakar Barakat in Wuppertal einen der heißesten Fights des vergangenen Jahres.