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Glory gibt Stellungnahme ab

Wir erinnern uns an den vergangenen Samstag, als Danyo Ilunga (Waldbröl) mit einer bärenstarken Leistung in das Finale des Glory Halbschwergewichtsturniers vorgestoßen war, welches dann mit einer mehr als fragwürdigen Entscheidung des Ringrichters endete.

Nach lediglich 15 Sekunden in der ersten Runde brach Ringrichter Mufadel Elghazaoui das Finale zwischen Danyo Ilunga und Tyrone Spong ab und zog dabei den Unmut der Fans auf sich. Für alle die den Kampf nicht gesehen haben, fassen wir das Geschehen noch einmal zusammen. Gleich zu Beginn fing sich Ilunga harte Schläge von Spong ein. Doch Ilunga war weder orientierungslos, noch ging er zu Boden. Nun gab es erste Statements nach dem Kampf, in denen die Rede von der Umsetzung einer von der Athletic Comission extra für das Finale vorgeschriebenen Regel war. Eben jene soll angeblich besagen, dass bei einem zu Boden gehen oder Anzählen bis acht, der Kampf durch den Ringrichter beendet werden soll. Beide Situationen trafen aber im Kampf von Danyo Ilunga nicht zu.

Anbei nun die Stellungname von Glory in der deutschen Übersetzung:

"Wir stimmen den meisten Zuschauern zu, die den Livestream vom 22. Juni gesehen haben, dass der Finalkampf zwischen Spong und Ilunga als zu früh abgebrochen erschien. Wie auch immer, ein professioneller Ringrichter sieht Sachen, die wir, das Publikum, nicht immer sehen können. Er hat die beste Sicht, um zu entscheiden, ob ein Kämpfer in der Lage ist, den Kampf fortzusetzen, und das müssen wir respektieren. In diesem Fall hat der Ringrichter vollkommen gemäß seiner Autorität und den Regeln des Sports gehandelt. Immer dann, wenn ein Kämpfer sich nicht intelligent genug verteidigt, muss der Ringrichter den Kampf wirksam beenden.

Insgesamt war es ein erstaunlicher Abend, dafür dass es der erste Event in den USA war, und nur wenige von uns werden ihn vergessen. Es gab während der Nacht ein paar Schlachten, in denen es wirklich hin und her ging; die Kämpfer – und zwar bis auf den letzten Mann – gaben ihr Bestes im Glory-Ring des historischen Manhattan Centers in New York City. Wir danken allen und gratulieren Tyrone Spong, dem Gewinner des 8-Mann-Turniers und des Preisgeldes in Höhe von 200.000 US-Dollar.

Wir freuen uns auf die nächste großartige Nacht auf US-amerikanischem Boden im September und werden die Fans in Kürze mit Details dazu auf dem laufenden halten." (Zitat Ende)

Wie man sieht, stellt sich Glory voll und ganz hinter den Ringrichtern, was ja nichts ungewöhnliches ist. Dennoch behält das Finale durch diese Entscheidung auch weiterhin einen faden Beigeschmack. Sollte Glory tatsächlich, so wie es derzeit vermutet wird, 2014 einen Event in Deutschland abhalten, dann wäre aus sportlicher Sicht ein Rematch sicherlich eine gute Lösung. Aber vielleicht gibt es diesen Rückkampf ja bereits früher? Denn wer will schon bis zum nächsten Jahr warten?

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