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Glory 69: Grigorian verteidigt, deutsches Quartett im Vorprogramm

In fünf Wochen kommt es in Düsseldorf nicht nur zum mit Spannung erwarteten Schwergewichtsduell zwischen Mohamed Abdallah und Michael Smolik, auch darüber hinaus bringt Glory 69 zahlreiche gute Kämpfer nach Deutschland, angeführt von einem Titelkampf im Leichtgewicht. Im Vorprogramm kommen zudem weitere deutsche Kämpfer zum Einsatz.

So wird Marat Grigorian seinen Leichtgewichtstitel zum ersten Mal verteidigen. Der Armenier schaffte es im Mai, seine Nemesis Sitthichai Sitsongpeenong zu besiegen. Jahrelang hatte Grigorian fast jeden seiner Gegner schlagen können, nur an Sitthichai gab es für den 28-Jährige nie ein Vorbeikommen. Vier Mal war er zuvor am Thailänder gescheitert, mit jedem Kampf wurde es knapper zwischen den beiden. In Utrecht bestimmte er dann im fünften Aufeinandertreffen den Kampf und sicherte sich mit einem klaren Punktsieg den Titel von Glory.

Nun wird er von Tyjani Beztati gefordert. Der Marokkaner ist gerade einmal 21 Jahre alt, hat aber bereits elf Glory-Kämpfe hinter sich gebracht, dabei etwa Niclas Larsen, Andrej Bruhl und zuletzt Josh Jauncey besiegt. Im vergangenen Jahr durfte er gegen Sitthichai zum ersten Mal um den Glory-Titel antreten und unterlag, in Düsseldorf bekommt er seine zweite Titelchance. Der 1,90 Meter große Beztati geht dabei erneut mit einem Längenvorteil in den Kampf gegen den erfahrenen Champion. 

Enfusion-Stars im Glory-Ring

Vor dem deutsch-deutschen-Duell wird der Luis Tavares, der einstige Doppel-Champion im Schwer- und Halbschwergewicht von Enfusion, seinen dritten Glory-Kampf bestreiten. Der 27-Jährige debütierte im Dezember mit einem Sieg über Artur Gorlov, verlor den anschließenden Kampf gegen Felipe Micheletti jedoch. Nun geht es gegen den erfahrenen Niederländer Michael Duut, der nur einen seiner letzten vier Kämpfe gewann, aber immer noch ein zäher und unangenehmer Gegner für jedes Halbschwergewicht auf dem Weg Richtung Titel ist.

Mit Ulrik Bokeme debütiert ein weiterer früherer Enfusion-Kämpfer bei Glory. Der in Genf geborene Kongolese konnte in Enfusions Super Series immer wieder gute Kämpfe absolvieren und etwa Ibrahim El Boustati ausknocken, bevor er im Rückkampf äußerst umstritten disqualifiziert wurde, nachdem El Boustati nach einem Schlag mit dem Signal des Rundenendes theatralisch zu Boden ging und nicht mehr aufstand. Nun ist Bokeme bei Glory und bekommt mit Yousri Belgaroui gleich einen harten Test vorgesetzt.

Im Vorprogramm spricht man deutsch

Neben dem großen Schwergewichtskampf kommt es vor allem im Vorprogramm zu Kämpfen mit deutscher Beteiligung. Dabei findet sogar ein kleines Derby statt, wenn der Reutlinger Dani Traore auf Arian Sadikovic trifft. Sadikov geht mittlerweile für die Stuttgarter Allstars an den Start, Traore stammt aus Baden-Württemberg, trainiert aber mittlerweile in Utrecht.

Beide debütierten dieses Jahr bei Glory, Traore konnte sein Debüt gewinnen, musste danach aber eine Niederlage einstecken. Sadikovic unterlag im Debüt umstritten dem Amerikaner Mike Lemaire nach Punkten.

Zuvor steht Jakob Styben wieder im Glory-Ring. Nachdem sein Glory-Comeback im März in Straßburg in einer Niederlage gegen Erugrul Bayrak endete, will er nun gegen den Niederländer Kevin van Heeckeren seinen nächsten Sieg. Ähnlich lief es für den Überlinger Vincent Foschiani, auch der „Viking“ musste sich in Straßburg geschlagen geben und trifft in Düsseldorf auf Matthew Stevens, genau wie sein Debüt-Gegner River Daz wieder ein Australier.

Das Programm in der Übersicht:

Glory 69
12. Oktober 2019
Castello, Düsseldorf

Titelkampf im Leichtgewicht
Marat Grigorian vs. Tyjani Beztati

Michael Smolik vs. Mohamed Abdallah
Luis Tavares vs. Michael Duut
Yousri Belgaroui vs. Ulrik Bokeme
Yoann Kongolo vs. Dmitry Menshikov
Christi Brereton vs. Sarah Moussaddak

Superfight Series

Antonio Plazibat vs. Tomas Mozny
Dani Traore vs. Arian Sadikovic
Felipe Micheletti vs. Stephane Susperregui

Vorprogramm

Vladislav Tuinov vs. TBA
Luke Whelan vs. Massaro Glunder
Masaya Kubo vs. River Daz
Vincent Foschiani vs. Matthew Stevens
Jakob Styben vs. Kevin Van Heeckeren