Thai/Kickboxen

Glory 64: Zwei Titelkämpfe und deutsches Quartett in Straßburg

Harut Grigorian und Cedric Doumbé (Foto: James Law/Glory Kickboxing)

Straßburg an der deutsch-französischen Grenze ist morgen Abend der erste europäische Stopp für Glory. Und dabei setzt die Organisation bei Glory 64 ganz auf ihren mittlerweile großen französischen Anteil im Kader. In beiden Titelkämpfen kommen Franzosen zum Einsatz. Bevor Ex-Champion Cedric Doumbé den Titel im Weltergewicht von Harut Grigorian gewinnen will, verteidigt Anissa Meksen ihren Gürtel gegen Tiffany van Soest. Im Vorprogramm kommen zudem auch vier Kämpfer aus Deutschland zum Einsatz.

Kann Harut Grigorian der neue dominante Champion im Weltergewicht werden? Der Armenier hofft in Straßburg darauf, der Gewichtsklasse mit der zweiten Titelverteidigung seinen Stempel aufzudrücken und nun, nachdem er im dritten Anlauf endlich seinen Erzrivalen Murthel Groenhart besiege konnte, seine eigene Ära an der Spitze einzuleiten. Es würde dem Weltergewicht von Glory nicht unbedingt schaden. Seit Nieky Holzken entthront wurde, glich das Titelrennen in der Gewichtsklasse einem Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel und krönte jährlich einen neuen Champion.

Auf Holzken folgte der Franzose Cedric Doumbé, der den Titel im Anschluss immerhin zwei Mal verteidigen konnte und damit in dieser Statistik nur hinter Holzken zurücksteht. Der Defensivspezialist aus Kamerun will nun Glory-Geschichte schreiben und zum ersten zweimaligen Weltergewichts-Champion werden. Keine leichte Aufgabe für Grigorian, zumal Doumbé in 77 Kämpfen noch nie vorzeitig unterlag. Der Champion muss sich gegen den gefährlichen Herausforderer auf einen Tanz auf der Rasierklinge über fünf Runden einstellen, will er auch das Jahr 2019 mit einer Titelverteidigung beginnen.

Zuvor will auch die Amerikanerin Tiffany van Soest ihren Gürtel zurück. Die Amerikanerin wurde 2016 erste Championess bei Glory, verlor den Titel jedoch bereits ein Jahr später an die heutige Titelträgerin Anissa Meksen. Der Französin scheinen nun bereits die Gegnerinnen auszugehen, nachdem sie das Skandalurteil aus dem Kampf gegen Jady Menezes wieder geraderücken konnte, denn Van Soest besiegte seit ihrem Titelverlust nur die Schwedin Sofia Olofsson und das auch nur geteilt nach Punkten. Für Meksen bietet sich im Rückkampf nun jedoch auch die Chance, vor heimischer Kulisse zu glänzen, das erste Aufeinandertreffen der beiden blieb 2017 weit hinter den Erwartungen zurück.

Ergänzt wird das Hauptprogramm vom Schwergewichts-Duell zwischen Abdallah-Ersatz D’Angelo Marshall und dem Tschechen Daniel Skvor sowie dem an 1 gerankten Halbschwergewicht Donegi Abena und dem niederländischen Haudegen Michael Duut.

Auch die Superfight Series verspricht jede Menge Action. So kommt es zu einem potenziellen Herausforderer-Kampf im Weltergewicht zwischen Alim Nabiyev und dem erst kürzlich entthronten Murthel Groenhart. K.o.-Maschine Zinedine Hameur-Lain trifft auf den Russen Artur Gorlov und in einem Top-Duell im Federgewicht stehen sich Abdellah Ezbiri und Anvar Boynazarov gegenüber.

Deutsches Quartett im Einsatz

Das deutsche Highlight ist jedoch das Duell zwischen Arian Sadikovic und Mike Lemaire. Der Amerikaner hat mittlerweile über ein Drittel seiner Karriere bei Glory bestritten, wird von der Organisation aber zum ersten Mal außerhalb der USA eingesetzt und hofft auf den vierten Sieg in Folge. Für Sadikovic geht der Aufwärtstrend indes weiter. Nach seinem Erfolg bei der Mix Fight Gala im Dezember will der Bosnier nun im Glory-Debüt direkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Im Vorprogramm tummeln sich dann gleich drei weitere Kämpfer aus Deutschland. Das 27-jährige Mittelgewicht Jakob Styben aus Zweibrücken will dabei nach seinem Erfolg über Mo Amine vor zwei Jahren den zweiten Sieg bei Glory feiern. Der Muay-Thai-Kämpfer trifft auf den auf Rang 5 platzierten Türken Ertugrul Bayrak.

Zuvor gibt der Reutlinger Dani Traore sein Glory-Debüt gegen den erfahrenen Franzosen Jeremy Antonio. Den deutschen Anfang macht der „Viking“ aus Überlingen Vincent Foschiani im zweiten Kampf des Abends gegen River Daz. Der Australier ist in 25 Kämpfen noch unbesiegt.

Glory 64 startet dabei bereits um 17 Uhr mit dem Vorprogramm auf Youtube sowie auf UFC.tv. Die anschließende Superfight Series beginnt um 19 Uhr, bevor es dann ab 21 Uhr mit dem Hauptprogramm auf ran Fighting weitergeht.

Das Programm in der Übersicht:

Glory 64
9. März 2019
Rhenus Sport in Straßburg, Frankreich

Titelkampf im Weltergewicht
Harut Grigorian vs. Cedric Doumbe

Titelkampf im Super-Bantamgewicht der Frauen
Anissa Meksen vs. Tiffany Van Soest

D’Angelo Marshall vs. Daniel Skvor
Michael Duut vs. Donegi Abena

Super Series
Murthel Groenhart vs. Alim Nabiyev
Zinedine Hameur-Lain vs. Artur Gorlov
Abdellah Ezbiri vs. Anvar Boynazarov
Mike Lemaire vs. Arian Sadikovic
Matěj Peňáz vs. Donovan Wisse
Itay Gershon vs. William Goldie-Galloway

Vorprogramm
Aleksei Ulianov vs. Massaro Glunder
Guerric Billet vs. Michaël Palandre
Ertugrul Bayrak vs. Jakob Styben 
Sarah Moussaddak vs. Jiwaen Lee
Dani Traoré vs. Jeremy Antonio
Vincent Foschiani vs. River Daz
Daniel Krost vs. Matthieu Ceva