Thai/Kickboxen

Glory 55: van Roosmalen setzt Titel in New York aufs Spiel

Robin van Roosmalen (Foto: Glory Kickboxing)

Am 20. Juli kehrt Glory in den „Big Apple“ New York zurück. Bei Glory 55 kommt es dabei gleich zu zwei Titelkämpfen, die die europäischen Fans im letzten Jahr zu Gesicht bekamen. So kommt es zum dritten Aufeinandertreffen zwischen Yousri Belgaroui und Mittelgewichts-Champion Alex Pereira und im Hauptkampf setzt Robin van Roosmalen seinen Federgewichtstitel gegen Petchpanomrung Kiatmookao aufs Spiel.

Robin van Roosmalen gehen so langsam die Gegner aus. Der Niederländer war im vergangenen Jahr nach einem Fauxpas für eine Sekunde kein Federgewichtschampion bei Glory, beseitigte diesen Makel aber umgehend und holte sich nicht nur seinen Titel zurück, sondern entledigte sich im März zudem auch Interims-Champion Kevin VanNostrand. Nun thront der 28-Jährige wieder einsam über der Gewichtsklasse und muss sich nun in seiner dritten Titelverteidigung mit dem Gegner herumschlagen, gegen den er bereits im vergangenen Jahr den vakanten Titel gewann.

Denn erneut heißt der Herausforderer Petchpanomrung Kiatmookao. Der junge Thai, der bei seinem Tempo noch in diesem Jahr seinen 200. Kampf im Muay Thai und Kickboxen bestreiten könnte, ging vor einem Jahr mit van Roosmalen über die Distanz und ist seitdem nicht schlechter geworden, im Gegenteil. Drei Siege bei Glory stehen seit Oktober für ihn zu Buche, keiner eindrucksvoller als sein brutaler Knockout gegen Abdellah Ezbiri in Lille. Nun will die Nummer 2 der Glory-Rankings den Niederländer vom Platz an der Sonne stoßen.

Pereira gegen Belgaroui zum Dritten

Ebenfalls auf einen alten Bekannten trifft auch Mittelgewichtschampion Alex Pereira. Gegen Yousri Belgaroui musste der Brasilianer im vergangenen Jahr sogar zwei Mal ran. Pikant daran, obwohl Belgaroui das Herausforderer-Turnier in Kopenhagen gegen Pereira deutlich gewann, war es der Brasilianer, der anschließend zuerst eine Titelchance erhielt und gegen Simon Marcus gleich nutzte. Damit nicht genug, der Niederländer mit tunesischen Wurzeln musste sich sogar noch gegen Jason Wilnis durchsetzen, bevor er Pereira um den Titel fordern durfte.

Und auch da meinte es das Schicksal nicht gut mit dem 26-Jährigen, denn nach einem Kniestoß in der dritten Runde nahm ihn der Ringarzt wegen einer Platzwunde aus dem Kampf. Ein unbefriedigendes Kampfende für beide, weswegen nun erneut ein Kräftemessen angesetzt wurde. Während Pereira seit dem Sieg im Dezember untätig blieb, konnte sich Belgaroui im März gegen den kurzfristig eingesprungenen Polen Dawid Kasperski mit vier Niederschlägen innerhalb von vier Minuten Kampfzeit durchsetzen und sich somit seine Revanche erkämpfen.