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Glory 45: Robin van Roosmalen verteidigt Titel

Nur vier Kämpfe gingen beim gestrigen Event von Glory über die volle Distanz. Die Zuschauer bekamen krachende Knockouts geboten - Überraschungen blieben dabei aber weitestgehend aus.

 

Robin van Roosmalen weiter siegreich

Er ist und bleibt weiterhin das Maß aller Dinge im Federgewicht - "Pokerface" Robin van Roosmalen verteidigte einmal mehr seinen Titel erfolgreich gegen Herausforderer Serhiy Adamchuk aus der Ukraine. Dabei begann der Kampf wie gewohnt mit van Roosmalen, der von der Mitte heraus versuchte, das Geschehen zu bestimmen, während Adamchuk sich auf der Außenbahn bewegte und sich mit Kontern versuchte. In Runde zwei konnte Adamchuk guten Treffer mit Kicks und Kniestößen verbuchen. Van Roosmalen verkürzte dagegen die Distanz um mit Kombinationen zu punkten. Beide Akteure konnten einige Treffer aber durch blocken absorbieren.

In Runde drei erhöhte der Holländer weiter das Tempo und somit auch den Druck auf Adamchuk. Dieser hatte zwar den einen oder anderen guten Treffer, davon aber zu wenig. Klare Treffer waren in der vierten Runde eher Mangelware und es zeichnete sich ein Bild der vorangegangenen Runden ab. Van Roosmalen konnte sein Tempo weiter sehr hoch halten, wurde aber in der letzten Runde durch einen sogenannten "Rolling thunder kick" von Adamchuk getroffen, welcher ihn zum Wanken brachte - der Champion fiel aber nicht. Ein starkes Ende, für Adamchuk aber zu wenig, denn die Punktrichter entschieden sich einstimmig für Robin van Roosmalen, welcher sich einen Tag vor seinem Geburtstag selbst das schönste Geschenk machen konnte.

Michael Duut siegt erwartungsgemäß

Einen standesgemäßen Sieg gab es im Contender Tournament im Halbschwergewicht, wenngleich auch das Finale nicht das war, was man sich eigentlich erhofft hatte. Nicht einmal eine Minute Kampfzeit sollte der "Dream Crusher", so der Kampfname von Michael Duut, benötigen, bevor er zum neuen Nummer eins Herausforderer gekrönt wurde. Nur ganze 36 Sekunden dauerte es in seinem Halbfinale, bis er einen linken Haken in das Ziel brachte und Dragos Zubco in das Land der Träume schickte.

Im zweiten Halbfinale zwischen Imad Hadar und Manny Mancha nahm das Geschehen zunächst seinen gewohnten Verlauf. Hadar dominierte die erste Runde und konnte Mancha mit einem linken Haken zu Boden schicken. Dieser schien aber hinter dem Ohr gelandet zu sein, wurde vom Ringrichter aber dennoch als Niederschlag gewertet. Alle Aktionen, die Hadar zeigte, fügten Schaden bei Mancha zu, der viel zu langsam wirkte. In Runde zwei, zunächst nicht ersichtlich, drehte sich Hadar überraschend ab und entzog sich dem Kampf und verlor diesen durch T.k.o., vermutlich war eine ausgekugelte Schulter der Grund für die bittere Niederlage des Youngsters.

Zum Finale zwischen Michael Duut und dem US-Amerikaner Manny Mancha gibt es nicht viel zu sagen. Mit einem linken Haken knipste der Holländer seinem Gegner nach gut zehn Sekunden die Lichter aus und ist nun neuer Nummer eins Herausforderer im Halbschwergewicht. Bei Glory 47 entscheidet sich gegen wen. Artem Vakhitov oder Ariel Machado?

Brestovac schockt Gerges

Mit dem Willen, endlich um den Titel im Schwergewicht gegen Rico Verhoeven kämpfen zu können, traf Hesdy Gerges auf Mladen Brestovac. Doch erstes kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn noch bevor groß etwas passiert war, beendete Brestovac mit seiner Geheimwaffe, dem Kick zum Kopf, das Duell und schickte Gerges unsanft auf die Bretter. Ein schneller K.o. Erfolg für den "Scorpion Sting" aus Kroatien.

Belgaroui vor Titelkampf

Contender Tournament Sieger gegen Ex-Champion, so lautete das Duell im Mittelgewicht zwischen Yousri Belgaroui aus Tunesien und dem Holländer Jason Wilnis. Auch hier sollte der Kampf einen anderen Verlauf nehmen, als man es im Vorfeld erwartet hatte. Noch vor Ende der ersten Runde in welcher Belgaroui mit guten Jabs punkten konnte öffnete der Tunesier durch ein Knie einen Cut bei Wilnis welcher vom Ringarzt begutachtet wurde und dieser die Empfehlung aussprach den Kampf zu stoppen. Eine gute Vorstellung von Yousri Belgaroui welcher nun von einem Titelkampf gegen Simon Marcus oder Alex Pereira träumen darf.

Jacob Styben siegt bei Debüt

Still und klammheimlich und wenn auch nur im Vorprogramm, konnte der Rommerskirchener Jacob Styben seine Visitenkarte beim Branchenprimus hinterlassen und sich einen Sieg gegen Mo Amine sichern. Wie es für den Schützling von Detlef Türnau weitergehen wird ist natürlich noch offen. Aber es ist selbstverständlich schön zu beobachten, das nun ein weiterer Kämpfer aus Deutschland sich auf einem solchen Event zeigen konnte.Glory 45: Amsterdam30. September 2017Sporthallen Zuid, AmsterdamTitelkampf im FedergewichtRobin van Roosmalen bes. Serghiy Adamchuk einstimmig nach Punkten

Finale im Halbschwergewichtsturnier
Michael Duut bes. Manny Mancha durch K.o. in Runde eins

Halbfinale im Halbschwergewichtsturnier
Michael Duut bes. Dragos Zubco K.o. in der ersten Runde
Manny Mancha bes. Imad Hadar durch T.k.o. in der zweiten Runde

Mladen Brestovac bes. Hesdy Gerges durch K.o. in Runde eins

Superfight Series
Yousri Belgaroui bes. Jason Wilnis durch T.K.o. in Runde eins
Zakaria Zouggary bes. Massaro Glunder einstimmig nach Punkten
Tyjani Beztati bes. Yodkunpon Sitmonchai einstimmig nach Punkten
Eyevan Danenberg bes. Wellington Uega durch T.K.o. in Runde drei
Kevin Hessling bes. Stoyan Koprivlenski einstimmig nach Punkten