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Glory 43: Die Nachwehen von New York

Glory 43 fand am vergangenen Wochenende im Theatre of Madison Square Garden vor ausverkaufter Kulisse statt. Bei den Ergebnissen gab es dann doch die eine oder andere Überraschung zu bestaunen.

Inocente nun gegen Verhoeven?
Es war dann doch eine weitere Überraschung an diesem Abend als Guto Inocente aus Brasilien den favorisierten Rumänen Benjamin Adegbuyi durch eine geteilte Punktentscheidung bezwingen konnte. Dies bringt dem Brasilianer den Status des nächsten Titelherausforderers ein. Fragt sich nur, gegen wen er seine Titelchance am Ende einlösen wird. Denn vor wenigen Tagen hat Glory den Titelkampf zwischen Rico Verhoeven und Jamal Ben Saddik für den 9. Dezember dieses Jahres anberaumt. Offen ist noch, wo der Kampf stattfinden wird. Jetzt gibt es zwei Varianten für Inocente. Erstens, Glory liebäugelt mit einem Event in Brasilien in diesem Jahr. Mit Inocente haben sie nun einen Kämpfer, den man in die Top-Positionen heben kann. Daher wäre es möglich, dass es noch vor dem Kampf Verhoeven vs. Saddik in Brasilien zum Kampf gegen den Niederländer kommen wird. Die andere Möglichkeit wäre, dass es diesen Kampf erst 2018 geben wird und Inocente dann gegen den Sieger des anderen Kampfes um den Titel wird kämpfen dürfen.
Tendenz: Kampf noch in diesem Jahr

VanNostrand direkt gegen van Roosmalen?
Der US-Amerikaner Kevin VanNostrand überraschte in New York, als er das Tournament im Federgewicht durch Siege über Mo Abdurahman und den favorisierten Georgier Giga Chikadze für sich entscheiden konnte. Das Recht nun gegen Robin van Roosmalen um dessen Titel kämpfen zu dürfen, besitzt er nun und da Glory im September in Holland und im Oktober in Frankreich veranstalten wird, ist es denkbar, dass VanNostrand dort schon den Titelkampf erhalten wird. Es stellt sich nur noch die Frage, wann er die Chance bekommt. Denn van Roosmalen wird im September noch bei FFC zu seinem nächsten MMA-Kampf in den Ring steigen und davon wird dann auch abhängen, wann er seinen Titel im Federgewicht wird verteidigen können.
Tendenz: Kampf noch in diesem Jahr

Zhuravlev mit Titelchance
Pavel Zhuravlev wurde in New York zum Interims-Champion im Halbschwergewicht gekrönt, nachdem er den ehemaligen Titelhalter Saulo Cavalari durch einstimmige Punktentscheidung bezwingen konnte. Allerdings steht derzeit noch offen, wann Zhuravlev gegen Artem Vakhtiov wird kämpfen können, da der Russe leider erneut an einer Verletzung laboriert und derzeit nicht auszumachen ist, bis zu welchem Zeitpunkt er wieder voll einsatzfähig ist. In der Geschichte des Halbschwergewichtstitels bei Glory ist es bereits das zweite Mal der Fall, dass es einen Interims-Champion gibt. Zuletzt war dies Zack Mwekassa, welcher dann aber bei der Vereinigung nicht den Hauch einer Chance gegen Vakhitov hatte.
Tendenz: Kampf noch in diesem Jahr

Kommt das Traumduell Meksen vs. van Soest?
Die vermutlich beste Pound-for-Pound-Kämpferin Anisa Meksen gab am vergangenen Wochenende ihr Debüt für Glory und konnte sich dabei wenig überraschend gegen Jady Menezes aus Brasilien behaupten. Doch wie geht es nun weiter für Meksen? Nun, bei Glory 44 wird Tiffany van Soest ihren Titel im Super Bantamgewicht erstmals gegen Funda Alkaydis verteidigen müssen. Eine durchaus lösbare Aufgabe für die US-Amerikanerin. Sollte sie den Titel wie allgemein erwartet verteidigen, könnte man versuchen, das Traumduell mit Anisa Meksen zu realisieren. Mit Lyon hätte man am 28. Oktober auch schon den passenden Austragungsort. Oder will man van Soest noch etwas als Championesse behalten, um sie auf dem US-Markt stärker zu pushen?
Tendenz: Kampf wohl erst 2018