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Glory 42: Doumbè triumphiert erneut über Holzken

Am Samstagabend ging in der Accorhotels-Arena von Paris Glory 42 über die Bühne. Die Augen richteten sich auf den Rückkampf zwischen Cedric Doumbè und Nieky Holzken. Im Leichtgewicht wurde ein Kämpfer für einen Contender-Kampf ermittelt und Murthel Groenhart wollte die letzte Hürde vor einem Titelkampf nehmen.

Doumbè triumphiert erneut gegen Holzken

"Noch nie war ich für einen Kampf so motiviert", sagte Nieky Holzken vor dem Rückkampf gegen Cedric Doumbè. Das sah man auch von Beginn an. Der Holländer konnte zunächst mit guten Kicks punkten und versuchte dabei den Kampf von der Mitte aus zu bestimmen. Dabei zeigte er sich um einiges verbessert, brauchte aber immer wieder zu lange, um richtig in Aktion zu treten. Doumbè hingegen punktete kontinuierlich, wenngleich die kraftvolleren Aktionen hier von Holzken kamen - nur war das in der Masse etwas zu wenig. Eine Schrecksekunde für die Fans von Doumbè gab es nur wenige Sekunden bevor der Kampf zu Ende ging. Holzken erwischte den an den Ringseilen stehenden Franzosen mit einem gedrehten Kick, wobei dieser durch die Ringseile fiel. Es war allerdings kein 100% Volltreffer von Holzken, weshalb Doumbè auch nicht angezählt wurde. Somit hatten abermals die Punktrichter das letzte Wort in diesem Titelkampf. Während einer mit 49-46 für Holzken wertete, sahen die vier anderen Punktrichter Doumbè mit 49-46, 48-47, 49-46 und erneut 49-46 in Front, was eine erfolgreiche Titelverteidigung bedeutete.

Chaos im Groenhart Kampf
Mit Chaos und Tumult im Ring sollte der Kampf von Murthel Groenhart gegen Harut Grigorian enden. Groenhart sicherte sich bei allen fünf Punktrichtern die erste Runde, da der Holländer hier der aktivere Kämpfer war, doch Grigorian blieb gefährlich. In Runde zwei nach einem gesprungenen Knie von Groenhart drehte sich Grigorian weg, der Ringrichter ging nicht dazwischen da es im Reglement kein Anzählen im stehen gibt und in der Regelbesprechung es ausdrücklich heißt, dass man sich zu jeder Zeit zu schützen hat. Groenhart setzte mit einer schweren Rechten nach und schickte Grigorian in das Land der Träume. Zwar keine schöne Aktion des Holländers, aber auch keine verbotene Aktion. Während sich Groenhart in der Ecke feiern ließ, hatten zwei Personen, die vermutlich Team Grigorian zuzuordnen sind, den Ring betreten. Einer der beiden erwischte Groenhart direkt am Kinn. Es entstand ein Tumult, welcher aber kurze Zeit später unter Kontrolle gebracht werden konnte. K.o.-Erfolg für Murthel Groenhart, der sich nun auf einen Titelkampf gegen Cedric Doumbè freuen darf, Paris aber mit einem gebrochenen Kiefer verlassen wird.

Baya triumphiert im Tournament
Im ersten Halbfinale standen sich mit Christian Baya und Anatoly Moiseev gleich zwei potenzielle Turniersieger gegenüber. Baya fand gut in den Kampf, war in der ersten Runde einen Tick aktiver und konnte sich diese auch sichern. Moiseev zeigte sich nach seiner Niederlage bei Glory 36 bestens erholt und schlug in Runde zwei zurück. Ausgeglichen ging es in die dritte und letzte Runde, wo Baya wieder besser in den Kampf fand und Moiseev mit seinen Aktionen unter Druck setzen konnte. Spannung bei der Wertung der Punktrichter. Während je zwei mit 29-28 für Baya und Moiseev werteten, sah der fünfte Punktrichter Baya mit 30-27 in Front. Der Einzug in das Finale war perfekt.

Im zweiten Halbfinale bekam es der "Danish Destroyer" Niclas Larsen mit Massaro Glunder zu tun, welcher kurzfristig für den verletzten Koprivilanski aus Bulgarien in das Tournament rutschte. Larsen wurde bei Insidern schon als einer der Favoriten gehandelt. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Denn nach 2:18 Minuten in der Auftaktrunde und dem zweiten Niederschlag war der Final-Traum von Larsen auch schon wieder ausgeträumt. Glunder sorgte damit für eine Überraschung und zog mit diesem Erfolg in das Finale des Tournaments ein.

Mit Christian Baya und Massaro Glunder standen sich gleich zwei Kämpfer aus dem Mike`s Gym im Finale gegenüber. Chef-Trainer Mike Passenier hielt sich zurück und suchte sich einen Platz im Publikum. Der Kampf sollte hier allerdings kein wirkliches Highlight werden. Runde eins sah zunächst wie ein besseres Sparring aus und auch in Runde zwei sollte sich daran nicht wirklich etwas ändern, was dann auch Pfiffe der Zuschauer zur Folge hatte. In Runde drei konnte Baya das nicht gerade hohe Tempo etwas steigern und sich den Sieg im Tournament durch eine geteilte Punktentscheidung sichern. Damit hat sich Christian Baya für einen Ausscheidungskampf gegen Marat Grigorian qualifiziert. Der Sieger aus diesem Duell soll dann gegen Sittichai Sitsongpeenong um dessen Titel im Leichtgewicht kämpfen.

Glory 42: Paris
10. Juni 2017
Accorhotels Arena, Paris


Ergebnisse

Glory-Titelkampf im Weltergewicht
Cedric Doumbè bes. Nieky Holzken durch geteilte Punktentscheidung

Glory-Contender Tournament / Finale
Christian Baya bes. Massaro Glunder durch

Glory Superfight
Murthel Groenhart bes. Harut Grigorian durch K.o. in Runde zwei

Glory-Contender Tournament / Halbfinals
Christian Baya bes. Anatoly Moiseev durch geteilte Punktentscheidung
Massaru Glunder bes. Niclas Larsen durch T.k.o. in Runde eins

Glory - Superfight Series
Yoann Kongolo bes. Yohan Lidon durch einstimmige Punktentscheidung
Nicolas Wamba bes. Jhonata Diniz durch einstimmige Punktentscheidung
Zinedine Hameur-Lain bes. Freddy Kemayo durch K.o. nach 2:35 in Runde eins
Serhiy Adamchuk bes. Dylan Salvador durch einstimmige Punktentscheidung
Marat Grigorian bes. Antonio Gomez durch K.o. nach 2:02 in Runde zwei
Francois Ambang bes. durch einstimmige Punktentscheidung