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Glory 42: Die Nachwehen von Paris

Nieky Holzken - bleibt er oder geht er? (Foto: Glory Sports International)

Glory 42 vom vergangenen Samstag ist Geschichte. Der Event sollte turbulent enden und dabei ein paar neue Fragen für die Kämpfer aufwerfen.

Nieky Holzken

Mit Spannung wurde unter den Fans der Rückkampf zwischen Cedric Doumbè und Nieky Holzken um den Titel im Weltergewicht erwartet. Leider konnte sich "The Natural", so Holzkens Kampfname, für die im Dezember in Oberhausen erlittene Niederlage trotz einer wesentlich besseren Leistung nicht revanchieren und musste sich erneut nach Punkten geschlagen geben. Während für Doumbè bereits der nächste Gegner feststeht stellt sich die Frage, wie es für den 33-jährigen Holländer nun weitergehen wird. Gerüchten zufolge soll Holzken mit einem Wechsel zum Profi-Boxen liebäugeln. Dort weist er aktuell eine Bilanz von 11-0 auf und hätte eine neue Herausforderung. Da er aber gegen Doumbè wie erwähnt eine starke Leistung abrufen konnte und über eine nicht gerade kleine Fan-Gemeinde verfügt, wäre auch ein Verbleib bei Glory denkbar. Nur müsste er zunächst einmal wieder kleinere Brötchen backen. Mit einem Platz in einem Herausfordererturnier und dem daraus folgenden Sieg hätte er Schwups wieder einen Titelkampf in der Tasche.
Progonse: Holzken bleibt bei Glory - vorerst.

Cedric Doumbè & Murthel Groenhart
Seit Samstag wissen wir, dass nach der erfolgreichen Titelverteidigung von Cedric Doumbè es endlich zum Rückkampf mit Murthel Groenhart kommen wird. Beide ließen in den Interviews direkt nach ihren Kämpfen gleich die ersten Speerspitzen fliegen. Bei Glory 28 im vergangenen Jahr standen sich beide zum ersten gegenüber. Damals konnte sich Doumbè etwas überraschend nach Punkten durchsetzen, wobei hier eine Verletzung von Groenhart eine nicht ungewichtige Rolle gespielt haben dürfte. Klar ist, beide werden in den kommenden Wochen über soziale Netzwerke die eine oder andere Nettigkeit austauschen. Die Fans dürfen sich zurecht auf einen hochexplosiven Kampf freuen.
Prognose: Kampf noch in diesem Jahr

Marat Grigorian & Christian Baya
Beide Akteure werden auf einer der nächsten Veranstaltungen aufeinandertreffen um das Recht des Herausforderers im Leichtgewicht unter sich auszumachen. Marat Grigorian machte in Paris relativ kurzen Prozess mit Antonio Gomez aus Spanien, welchem er in der zweiten Runde die Lichter ausknipste. Baya hingegen gewann das Contender-Tournament von Paris mit Siegen über Anatoly Moiseev sowie seinen Team-Kollegen Massaro Glunder. Wenngleich auch das Finale wenig bis keine wirklichen Höhepunkten bot. Baya wird sich aber um einiges steigern müssen, wenn er gegen Grigorian bestehen möchte.
Prognose: Marat Grigorian mit Vorteilen

Massaro Glunder
Er war die positive Überraschung von Glory 42 in Paris und das obwohl er nicht für diese Veranstaltung eingeplant war und erst wenige Tage davor den Kampf angenommen und den Platz im Turnier eingenommen hatte. Dort spuckte er dem favorisierten Dänen Niclas Larsen in die Suppe und bezwang diesen über die Zwei-Knockdown-Regel im Halbfinale. Im Finale gab er dann aber auch kaum Gegenwehr gegen Team-Kollege Christian Baya, den Glunder fast ohne Widerstand gewähren ließ. Dennoch hat er mit seinem zuvor erzielten Sieg ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nur sollte er in seinen Leistungen etwas stabiler werden, denn er gewann nur vier seiner letzten 10 Kämpfe.
Prognose: Glunder kommt wieder