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Glory 38: Die Nachwehen von Chicago

Artem Vakhitov - Glory Halbschwergewichts Champion. (Foto: Glory Sports International)

Der Glory Event in Chicago ist Geschichte und die Augen richten sich nun auf die beiden ersten Europa-Events für 2017 in Brüssel und Kopenhagen.

Halbschwergewicht:

Viel Zeit zur Erholung bleibt Champion Artem Vakhitov und dem aktuellen Titelherausforderer Ariel Machado nicht, denn bereits am 29. April werden beide bei Glory 40 in Kopenhagen gegeneinander in den Ring steigen. Zugegeben, Machado konnte mit Siegen über Danyo Ilunga und dem Knockout gegen Zinedine Hameur-Lain sich das Recht des Herausforderers erkämpfen, aber ob das schon reicht, um Artem Vakhitov den Titel abzuluchsen? Der Russe brillierte im Kampf gegen Saulo Cavalari und ließ diesem keinerlei Chance. Dabei überzeugte Vakhitov zuletzt in seinen Kämpfen und es scheint, als würde dieser mit jedem Kampf nur noch besser werden. Auch wenn er als Favorit in den Kampf geht, ein Selbstläufer wird die Titelverteidigung nicht werden.

Adegbuyi vor Titelkampf?
Das Schwergewicht gilt im Allgemeinen als die Königsdisziplin. Entsprechend groß ist in dieser Gewichtsklasse auch die Verwirrung, wenn es um den nächsten Gegner von Champion Rico Verhoeven geht - und das nicht erst seit gestern. Ein Anrecht - und das seit April des vergangenen Jahres - hat Ismael Londt, da er das Contender Tournament in Kopenhagen gewann, im Dezember aber in Oberhausen gegen Jamal Ben Saddik verlor. Aber auch Benjamin Adegbuyi, welcher das Contender Tournament in Nizza im vergangenen Dezember für sich entscheiden konnte. Dass der Rumäne ein drittes Mal gegen Verhoeven antreten wird, scheint eher unwahrscheinlich, da beide Kämpfer mittlerweile im selben Team sind. Da Verhoeven angeblich nur noch einen Vertrag über einen Kampf hat, wäre es auch vorstellbar, dass dieser entweder gegen Remy Bonjasky oder Gökhan Saki antritt, da ein solcher Kampf einen größeren Payday bedeuten würde.

Sollte der Holländer dann keinen neuen Vertrag abschließen, würde der Titel vakantiert werden und könnte zwischen Adegbuyi und Londt oder Ben Saddik ausgekämpft werden. Eine ebenfalls denkbare Variante wäre ein 4-Mann-Tournament, bei dem der Sieger zum neuen Champion im Schwergewicht gekrönt wird. So oder so, die Spekulationen in den kommenden Wochen werden anhalten.

Quo Vadis Murthel Groenhart?
"The Predator" zeigte eine starke Vorstellung gegen Thai-Star Thongchai und schickte diesen in der dritten Runde in den Ringstaub. Die Zielrichtung ist klar, es soll wieder um den Titel im Weltergewicht gehen. Dabei geht Groenhart davon aus, dass Yoann Kongolo Cedric Doumbè den Titel bei Glory 39 in Brüssel entreißen wird und diesen dann gegen Groenhart verteidigen muss. Oder es kommt hier zum Rückkampf gegen Cedric Doumbè und mit diesem hat Groenhart ebenfalls noch eine Rechnung offen, denn der Franzose bezwang Groenhart bei Glory 28 nach Punkten. Die letzte Möglichkeit wäre, dass Groenhart wieder in ein Contender-Tournament muss. Da er schon zwei gewonnen hat, wäre es durchaus denkbar, dass man Groenhart nun direkt einen Titelkampf einräumt, gegen den Sieger aus Doumbè gegen Kongolo.