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Glory 37: Wilnis verteidigt Mittelgewichtstitel, Kongolo holt Turniersieg

Jason Wilnis (li.) stellte sich Israel Adesanya (Foto: Glory)

In Los Angeles begann das Wettkampfjahr von Glory in der Nacht von Freitag auf Samstag. Neben dem üblichen Herausforderer-Turnier, dieses Mal im Weltergewicht, sollten im Feder- und Mittelgewicht auch zwei Gürtel auf dem Spiel stehen. Immerhin eine Gewichtsklasse konnte am Ende der Veranstaltung mit einem Champion glänzen.

Jason Wilnis heißt der alte und neue Champion im Mittelgewicht. Der Niederländer setzte sich in einem engen Duell gegen den Neuseeländer Israel Adesanya durch. Gegen den deutlich längeren Herausforderer setzte Wilnis auf eine hohe Deckung und Leg Kicks, während Adesanya auf der Außenbahn blieb und vor allem den Körper des Champions bearbeitete. Über die komplette Distanz von fünf Runden konnte sich keiner der Kämpfer ein signifikantes Übergewicht erarbeiten, jede Runde war hart umkämpft.

Adesanya konnte in seinem erst dritten Glory-Kampf mit seiner Beweglichkeit und seiner Aktivität überzeugen, während Wilnis aus der Deckung mit Leg Kicks konterte und gelegentliche Kopftreffer einstreute. Nach dem ausgeglichenen Kampfverlauf überraschten die Punktrichter mit einer eindeutigen Entscheidung zu Gunsten des Champions, der damit seine erste Titelverteidigung unter Dach und Fach brachte, aber Ex-Champion Simon Marcus im Publikum wenig überzeugen konnte.

Yoann Kongolo heißt der nächste Herausforderer auf Cedric Doumbes Titel im Weltergewicht von Glory. Der Schweizer konnte sich mit einem schönen Knockout in der dritten Runde gegen Karim Benmansour im Finale durchsetzen. Bereits in der zweiten Runde überlebte Benmansour nach einem Leberhaken nur knapp. Benmansour kämpfte sich noch einmal zurück, musste aber nach einer Kombination aus linkem Körpertreffer und einer Rechten ans Kinn auf die Bretter und wurde ausgezählt.

Ein Titelkampf endet mit einem Sieger und doch ist der Titel vakant. So geschehen im Federgewicht. Denn Robin van Roosmalen verpasste am Donnerstag das Kampfgewicht und verlor somit kampflos den Gürtel. Nur Gegenüber Matt Embree hatte somit die Chance, mit einem Sieg das Gold zu gewinnen. Und anfangs sah es nicht schlecht aus für den Kanadier, der van Roosmalen mit seinen schnellen Händen unter Druck setzen konnte. Der Niederländer nahm jedoch Fahrt auf und bezwang Embree in der vierten Runde mit zahlreichen unbeantworteten Treffern. „RvR“ kann nun in seinem nächsten Kampf den Gürtel zurückgewinnen.

Die Ergebnisse im Überblick:

Glory 37
20. Januar 2017
Los Angeles, Kalifornien, USA

Titelkampf im Mittelgewicht
Jason Wilnis bes. Israel Adesanya einstimmig nach Punkten (49:46, 48:47, 48:47)

Turnierfinale im Weltergewicht
Yoann Kongolo bes. Karim Benmansour via K.o. (Schlag) nach 2:47 in Rd. 3

Guto Inocente bes. D’Angelo Marshall einstimmig nach Punkten nach der Extra-Runde

Turnierhalbfinale im Weltergewicht
Karim Benmansour bes. Alan Scheinson geteilt nach Punkten (29:28, 30:27, 28:29)
Yoann Kongolo bes. Konstantin Khuzin einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)

Glory Superfight Series

Robin van Roosmalen bes. Matt Embree via K.o. (Schläge) nach 2:00 in Rd. 4
Jhonata Diniz bes. Tomas Mozny einstimmig nach Punkten (30:26, 29:27, 29:27)
Warren Thompson bes. Mike Lemaire einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 30:27)
Zoila Frausto bes. Daniela Graf einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)
Giga Chikadze bes. Victor Pinto via K.o. (Kick) nach 2:03 in Rd. 1
Andre Walker bes. Miguel Cosio via T.K.o. (Abbruch durch Betreuer) nach 2:37 in Rd. 3
Jermaine Soto bes. Mario Navaro einstimmig nach Punkten
Jared Papazian bes. Travis Garlits geteilt nach Punkten