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Glory 37: Die Nachwehen von Los Angeles

Mit Glory 37 begann für den Branchenprimus das Jahr 2017. Doch der Event warf auch einige Fragen auf. Man darf gespannt sein, wie es hier in der Zukunft weitergehen wird.

Ein König ohne Krone

Es war eine kuriose Überraschung, als Federgewichts-Champion Robin van Roosmalen bei der offiziellen Waage das geforderte Gewicht nicht bringen konnte. Den Titelkampf gab es zwar trotzdem, jedoch hatte nur Matt Embre die Möglichkeit, sich den Titel zu sichern, da van Roosmalen wie eingangs erwähnt das erforderliche Gewicht nicht brachte. Der Holländer gewann bekanntlich durch T.k.o. in der vierten Runde, seinen Titel war er allerdings trotzdem los. Jetzt ist es offen, wie man hier verfahren wird.

Eine Möglichkeit wäre ein Contender-Tournament, bei dem der Sieger als neuer Titelhalter geführt wird. Die andere wäre ein Titelkampf zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei der Rangliste, was bedeuten würde, dass Serhiy Adamchuk und Gabriel Varga aufeinandertreffen würden. Oder aber man gibt van Roosmalen auf Grund seiner sportlichen Reputation eine neue Möglichkeit, noch einmal um den Titel zu kämpfen und das gegen Adamchuk, da er die Rangliste als Nummer eins anführt.

Gegen eine solche Ansetzung und für ein Tournament spricht die Tatsache, dass es womöglich eine Strafe geben wird. Oder belässt man es bei der Aberkennung des Titels? In jedem Fall wird man einen Warnschuss abgeben, damit auch in der Zukunft andere Kämpfer ganz genau wissen, was passiert, wenn sie sich nicht an vertragliche Inhalte halten.

Kongolo mit neuer Titelchance
Bei Glory 29 bekam Yoann Kongolo schon einmal die Chance, sich den Titel im Weltergewicht zu sichern und scheiterte damals an Nieky Holzken. Nach dem Triumph in Los Angeles wird er die zweite Möglichkeit bekommen und jetzt wird es interessant. Gleich zweimal standen sich Kongolo und der amtierende Champion im Weltergewicht, Cedric Doumbè, bereits gegenüber und beide Male konnte Kongolo siegreich den Ring verlassen. Wann es zu diesem Titelkampf kommt, ist derzeit noch offen. Gut möglich, dass es beim ersten Europa-Event dieses Jahres der Fall sein wird. Dieser wird vermutlich am 11. oder 18. März in Frankreich über die Bühne gehen.

Guto Inocente klettert weiter
Vier Kämpfe - vier Siege. Der Brasilianer Guto Inocente behält weiterhin seine weiße Weste bei Glory. Allerdings musste der 30-Jährige sich gegen D´Angelo Marshall schon gewaltig anstrengen und gewann erst in der Verlängerungsrunde. Zwar wird er nun von Platz 10 weiter nach oben klettern, aber spätestens wenn er in eine Liga gelangt, wo sich Kämpfer wie Mladen Brestovac, Jamal Ben Saddik oder Hesdy Gerges bewegen, dann wird auch ein Inocente schnell an seine Grenzen gelangen. Daher ist erst einmal nicht davon auszugehen, dass wir ihn in einem Contender-Tournament sehen werden, oder dass er gar einen Titelkampf erhalten wird.