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Glory 36 in Oberhausen: Holzken trifft auf Doumbè

Nieky Holzken verteidigt seinen Titel in Oberhausen. (Foto: Glory Sports International)

Am heutigen Dienstag hielt Glory in der Amsterdam Arena eine Pressekonferenz ab, bei der auch für das Debüt in Deutschland weitere Paarungen bekanntgegeben wurden. Eines kann man nach dieser Ankündigung schon jetzt sagen, Glory 36 wird alles bisher Dagewesene pulverisieren.

Verhoeven, Hari, Sitthichai, Holzken, van Soest und und und - Glory 36 in Oberhausen wächst zu einem richtigen Mega-Event und ein Knaller folgt nun dem nächsten. Die Paarungen, welche heute bekanntgegeben wurden, lassen hier keinen anderen Ausdruck mehr zu. Lange, viel zu lange mussten Kickbox-Fans in Deutschland auf einen Event des Branchenpriums warten. Nun aber tut man es getreu dem Motto "Going out with a Bang".

Holzken trifft auf Sprücheklopfer

Erst bei Glory 34 verteidigte "The Natural" Nieky Holzken seinen Titel im bereits dritten Duell gegen Murthel Groenhart. Der "Predator" aus Amsterdam musste die drei ersten Runden abgeben und konnte auch dank eines fulminanten Schlussspurts nichts mehr an der Niederlage ändern. Wer jetzt gedacht hat, dass das Jahr 2016 für Holzken vorbei ist - weit gefehlt. Denn sogleich meldet sich ein neuer Herausforderer und dieser hatte noch nicht einmal ein Contender-Tournament gewonnen, dafür macht er wiederholt durch seine große Klappe auf sich aufmerksam.

Cedric Doumbè aus Frankreich forderte vehement einen Kampf gegen Holzken und dieser wurde ihm nun auch von Glory gewährt. Immerhin konnte Doumbè in diesem Jahr bei Glory 28 in Paris einen Punktsieg über Murthel Groenhart einfahren. Ein Ausrufezeichen, was aber auch daran lag, dass sich Groenhart bereits in der Auftaktrunde verletzt hat und somit nicht seine volle Leistung abrufen konnte. Holzken blieben die Sticheleien von Doumbè nicht unbemerkt und so ließ der Holländer direkt nach seiner Titelverteidigung verlauten, dass Doumbè auf sein Mundwerk besser aufpassen sollte. Man sieht schon, das wird eine hitzige Schlacht um den Titel werden.

Super-Bantamgewichts-Grand-Prix vor Entscheidung

In diesem Jahr wurde bei Glory 30 in Los Angeles der Startschuss zum ersten Damen Grand Prix bei Glory gegeben. Acht Frauen traten in einem Modus an, der wie folgt aussieht: Die Viertelfinal-Paarungen wurden einzeln auf die Events verteilt. Das Halbfinale und Finale wird es aber nun am 10. Dezember in Oberhausen geben. Bereits dafür qualifiziert hat sich Top-Favoritin Tiffany van Soest durch einen deutlichen Punktsieg über Esma Hasshass aus Marokko. Ihre Gegnerin wird Jessica Gladstone aus Kanada sein, welche Daniela Graf bei Glory 33 mit einem mehrheitlichen Punktsieg bezwingen konnte.

Für das zweite Halbfinale in Oberhausen steht schon Isis Verbeek aus den Niederlanden fest, welche sich durch einen knappen Punktsieg gegen Irina Maizepa durchsetzen konnte. Ihre Gegnerin wird nun im letzten Viertelfinale gesucht, wenn am kommenden Samstag bei Glory 35 in Nizza Amel Dehby und Ji-Waen Lee aufeinandertreffen werden. Sollte es keine böse Überraschung geben, dann wird die bisher ungeschlagene Französin Dehby am 10. Dezember in Oberhausen mit dabei sein. Aber sicher kann man sich hier nicht wirklich sein.

Londt trifft auf Goliath

In Kopenhagen gab "Mr. Pain" Ismael Londt sein Debüt für Glory und konnte dabei gleich das Contender-Tournament im Schwergewicht für sich entscheiden. Diesem Triumph ließ er einen weiteren Punktsieg gegen Hesdy Gerges bei Glory 31 in Amsterdam folgen. Allerdings gingen die Meinungen hier doch schon weit auseinenander, denn einige hatten hier Gerges in Front gesehen. Nachdem nun Verhoeven gegen Hari als Main-Event für Glory 36 bekanntgegeben wurde und es am kommenden Wochenende bei Glory 35 ein weiteres Contender-Tournament im Schwergewicht geben wird, stellt sich die Frage, wann Londt seine Titel-Chance erhalten wird. Nun in Oberhausen jedenfalls nicht, denn dort wird der 31-jährige auf Jamal Ben Saddik treffen, welcher nach über einem Jahr wieder zu Glory zurückkehren wird. Dessen Bilanz steht derzeit bei 6-3 und damit hätte er eigentlich auch schon einen Titelkampf verdient gehabt. In diesem Jahr trat Saddik zweimal in Erscheinung und besiegte dabei Andre Schmeling und Gordon Haupt aus Deutschland jeweils durch K.o. in der ersten Runde. Es wird also einiges auf dem Spiel stehen, wenn beide im Ring aufeinandertreffen werden. Dabei wäre es durchaus denkbar, dass der Sieger im kommenden Jahr gegen Rico Verhoeven antreten könnte. Sportlich hat sich Londt diese Chance ja bereits verdient. Die Frage ist nur, wird er sie auch tatsächlich bekommen?

Wenn es jetzt noch stimmen sollte, was die Gerüchteküche so von sich gibt, dann sollen bereits 70% der Karten für Oberhausen vergriffen sein. Dabei würde man dann die Zuschauerzahl der UFC, welche im Jahr 2010 in der König-Pilsener-Arena zu Gast waren noch um einiges toppen. Bei dem Programm, was bisher aufgeboten wird, ist das allerdings auch kein Wunder.

Glory 36: Collision
10. Dezember
König Pilsener Arena, Oberhausen


Glory-Superfight

Rico Verhoeven vs. Badr Hari

Glory-Titelkampf im Weltergewicht
Nieky Holzken vs. Cedric Doumbè

Glory-Titelkampf im Leichtgewicht

Sitthichai Sitsongpeenong vs. Marat Grigorian

Glory-Super Bantamgewichts Grand Prix / Halbfinals
Tiffany van Soest vs. Jessica Gladstone
Isis Verbeek vs. Dehby / Waen-Lee

Glory-Super Bantamgewichts Grand Prix / Finale
van Soest / Gladstone vs. Verbeek / Dehby / Waen-Lee

Glory-Superfight Series
Jamal Ben Saddik vs. Ismael Londt
Danijel Solaja vs. Harut Grigorian

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