Thai/Kickboxen

Get in the Ring 12

Die 12. Auflage von Get in the Ring, diesmal unter dem Motto „Stand and Deliver", also austeilen im Stand, fand diesjährig wieder im großen Hörsaal auf dem Uni-Gelände in Hamburg statt.Promoter Till Görres moderierte wie gewöhnlich die 10 Paarungen im  K-1 sicher durch den Abend.

Ashkan Gohar verteidigte seinen Titel gegen Ernestas Dapkus erfolgreich. In der ersten Runde schien es noch ausgeglichen, aber im weiteren Verlauf der Begegnung war es Gohar, der mit Fäusten Akzente setzen konnte. Dapkus dafür mit knallharten Kicks, aber Gohar stand konzentriert mit sicherer Doppeldeckung und konterte. Gohars Markenzeichen, das gesprungene Knie, verfehlte zwar mehrmals das Ziel, dafür trafen seine Hände Kopf und Körper des Litauers, der mit 70 Kämpfen im Gepäck sehr erfahren war.

Eigentlich sollte Kamran Aminzade gegen Chris Jührs um den Titel kämpfen.Durch ein Kommunikationsproblem, was die Gewichtsklasse betraf, kam diese Begegnung aber leider nicht zustande. Chris hatte 89 Kilo auf der Uhr, Aminzade 95.Danny Adje, mit einer Bilanz von 10-0-0, sprang kurzerhand für Jührs. Es ging sofort von Null auf Hundert und Adje wurde in der ersten Runde angezählt, kämpfte aber beherzt weiter. Nach einer schönen Drehfaust von Aminzade ging es wieder in den Infight, Aminzade mit Körperhaken, die Adje sichtlich durchrüttelten, der weigerte sich aber, den Ringboden aufzusuchen. Nach drei spannenden Runden sicherte sich Aminzade den Get-in-the-Ring-Intercontinental-Titel im Superschwergewicht gegen einen würdigen Ersatzgegner.

Auf die Begegnung von Max Baumert und Dima Weimer haben viele Fans gewartet, aber zu der Schlacht von beiden sollte es gar nicht erst kommen. Baumert kam in der ersten Runde mit einem Knie zum Kopf durch und versetzte Weimer damit einen Cut, worauf der Referee den Kampf abbrach.

Qodrat Angaar Nasr baute stetigen Druck nach vorn auf, dagegen konnte Pascal Schmidt mit guter Beinarbeit nach hinten oder seitlich ausweichen.Ab der 2. Runde hatte Nasr mit seiner Treibjagd mehr Erfolg, denn das Grundtempo von Schmidt wurde langsamer und so fiel er immer mehr den gefährlichen Box-Kombinationen von Nasr zum Opfer, die ihm dann zum Punktsieg verhalfen.

Sascha Alexander ließ keine Zweifel aufkommen, dass er gegen Kestutis Kavaliauskas der Chef im Ring war. Beide waren gut austrainiert und von der Statur her gleichwertig, aber Alexander hatte das bessere Auge, punktete konstant und schickte den Mann aus Litauen damit auf die Verliererstraße.

Evans Witte nutze seine Reichweitenvorteile gegen Miftar Smajli aus, der sich gegen Ende der ersten Runde die Schulter auskugelte, weshalb der Kampf abgebrochen werden musste.

Florian Schöpp begann mit guter Beinarbeit und flüssigen Kombinationen gegen Martynas Jurele. Den Vorteil von 34 Kämpfen gegenüber den sechs von Jurele spielte er gekonnt aus. Schöpp übernahm das Heft und gewann souverän nach Punkten.

Dainius Gedvilas und Tarek Baish tauschten harte Lowkicks aus. Gedvilas attackierte mit gefährlichen Schwingern, die ihn aber viel Kraft kosteten, so dass er schnell Tempo einbüßen musste, was Baish ausnutzte und ihn langsam aber sicher auseinander baute.Baish blieb seiner Linie treu, konterte den Litauer immer wieder aus und wurde dafür mit einem Punktsieg belohnt.

Get in the Ring 12: Stand and Deliver
08. November 2014
Audimax in Hamburg

GitR Intercontinental Titel im Mittelgewicht
Ashkan Gohar bes. Ernestas Dapkus nach Punkten

GitR Intercontinental Titel im Superschwergewicht
Kamran Aminzade bes. Danny Adje nach Punkten

Max Baumert bes. Dima Weimer via RSC (Doctor Stoppage)
Qodrat Angaar Nasr bes. Pascal Schmidt nach Punkten
Sascha Alexander bes. Kestutis Kavaliauskas nach Punkten
Evans Witte bes. Miftar Smajli via RSC (Doctor Stoppage)
Florian Schöpp bes. Martynas Jurele nach Punkten
Tarek Baish bes. Dainius Gedvilas nach Punkten
Omid Rezaiid bes. Leon Zadeh nach Punkten (2:0)
Andrius Kasovskis bes. Crispin Ramis de Ayreflor nach Punkten