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Enriko Kehl kehrt in den Ring der Mix Fight Championship zurück

Enriko Kehl (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Am 7. Dezember kehrt Enriko Kehl nach Deutschland in den Ring zurück. Der 27-Jährige wird dann ein weiteres Mal bei der Mix Fight Championship einen seiner seltenen Kämpfe in Deutschland absolvieren. Dabei trifft Kehl auf den Dänen Niclas Larsen. Zudem finden zwei Turniere in der Gewichtsklasse bis 84 Kilogramm und im Schwergewicht statt.

Für Enriko Kehl geht es dabei um den Weg zurück in die Erfolgsspur. Der 27-Jährige hatte in diesem Jahr bei ONE Championship unterschrieben und gehörte nach einem Auftaktsieg über den Engländer Liam Nolan im März zum Teilnehmerfeld des großen Kickbox-Grand Prixs, der in wenigen Wochen sein Ende findet. Dabei kam es im Viertelfinale zum Rückkampf gegen Dzhabar Askerov, doch erneut sollte Kehl kein Glück haben. Er unterlag dem Russen nach Punkten bereits zum dritten Mal in seiner Karriere. In Frankfurt trifft Kehl nun auf den Dänen Niclas Larsen.

Der 30-Jährige gehörte jahrelang zum Kader von Glory und stand dort sechs Mal im Ring, unter anderem gegen Andy Ristie, Massaro Glunder und zuletzt vor zwei Jahren gegen den derzeitigen Titelherausforderer Tyjani Beztati. Dabei musste er zwischenzeitlich wegen einer schweren Staphylokokken-Infektion, die ihn beinahe seinen rechten Fuß kostete, zwei Jahre pausieren. Seit seinem Abschied von Glory tingelt der Erzieher nun von Veranstalter zu Veranstalter. Im Januar unterlag er etwa Buakaw in Thailand, am kommenden Wochenende tritt Larsen bei Kunlun Fight in China in den Ring, bevor er im Dezember nach Frankfurt reist.

Neben diesem Superfight stehen auch zwei Turniere bei der Mix Fight Championship im Programm. Dabei dürfen auch die ganz schweren Jungs ran, angeführt von James McSweeney. Der Engländer kämpfte jüngste noch im MMA gegen Hatef Moeil, kehrt nun in seine Disziplin Kickboxen zurück. Er trifft in der ersten Runde gleich auf Top-Ten-Schwergewicht Murat Aygün, der bei der Mix Fight Championship bereits Tarek Khbabez besiegen konnte und im vergangenen Jahr ein Acht-Mann-Turnier in den Niederlanden gewann.

Im zweiten Halbfinale treffen der einstige Glory-Kämpfer Ismael Londt und der Bosnier Enver Slijvar aufeinander. Londt konnte bei Glory bereits Hesdy Gerges, Jahfarr Wilnis und Anderson „Braddock“ Silva besiegen, verließ die Organisation nach Niederlagen gegen Jamal Ben Saddik und D’Angelo Marshall. Der 34-Jährige stand darüber hinaus schon mit Badr Hari, Benjamin Adegbuyi und Mirko „CroCop“ Filipovic im Ring und hat einen Sieg über Rico Verhoeven in der Bilanz stehen. Slijvar konnte bereits Titel der ISKA und WKU sammeln und lieferte sich vor zwei Jahren zwei Kämpfe gegen Michael Smolik, die er jedoch beide abgab.

In der Gewichtsklasse bis 84 Kilogramm geht es nicht ganz so international zu. Dabei kommt es im Halbfinale zum Duell zwischen dem Frankfurter Lokalmatador Samir al Mansouri und dem Mannheimer Juri de Sousa, der am vergangenen Wochenende bei Enfusion siegen konnte. Im Finale geht es gegen den Gewinner des Kampfes zwischen dem mehrfachen Weltmeister Sergej Braun aus Fulda und dem erfahrenen Polen Lukasz Plawecki, der seit seinem einmaligen Auftritt bei Glory sieben seiner neun Duelle gewann.