Thai/Kickboxen

Dominik Santl holt WM-Titel in Irland

Dominik Santl gewinnt Gold in Irland. (Foto: Martin Maguolo / sportpixel.com)

Die WAKO gilt als einer der ältesten und traditionsreichsten Verbände, welcher auch in Deutschland vertreten ist. Bisher zeichnete man sich hauptsächlich durch Vollkontakt und Pointfighting, oder auch Sportkarate genannt, aus. Mit Kickboxen oder generell mit Kämpfen nach K-1-Regeln hatte man nicht viel am Hut. Auch wenn man bereits vor ein paar Jahren dies mit in die Regularien aufgenommen hatte, so fiel das Feedback doch eher mau aus. Das hat sich aber mit der gerade zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Irland gewaltig geändert.

So konnte man hier die Kämpfe in der Halle über den Youtube-Kanal der WAKO live mitverfolgen, was mittels eines Zeitplans natürlich auch denkbar einfach gemacht wurde. So konnte man gerade den Amateur-Sport einer breiteren Masse zugänglich machen, was von den daheim gebliebenen Fans gerne auch angenommen wurde.

Mit der Goldmedaille nach Hause kommen – wer möchte das nicht? Dabei hat der erst 17-jährige Dominik Santl aus dem Regensburger Galaxy Gym quasi Geschichte geschrieben, indem er als erster Kämpfer aus Deutschland nach K-1-Regeln bei einer Wako-Weltmeisterschaft eine Goldmedaille erringen konnte. Dies gelang dem Schützling von Heimtrainer Cai Waldenberger durch einen imposanten K.o.-Erfolg gegen den Russen Sarmat Beteev in der zweiten Runde. Und diesen Erfolg erzielte Santl quasi in Windeseile, denn erst seit 2 1/2 Jahren hat dieser seine sportliche Heimat im Galaxy Gym in Regensburg gefunden, wo er u.a. mit Leo Bönniger seine Einheiten absolviert. Hat man den Werdegang des "Domi-nator" in den vergangenen Monaten allerdings verfolgt, so muss gesagt werden, der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Sowohl bei der WKU als auch bei der WKAO hat sich Santl bereits die nationalen Titel in der Herrenklasse geholt und bei der ISKA ist er sogar Inhaber des WM-Titels bei den Junioren.

Was man von Santl in der Zukunft noch wird erwarten dürfen? Nach den bisherigen Leistungen sicherlich noch einiges. Jedoch wäre es auch fatal ihn derart unter Druck zu setzen, dass er letztlich an den Erwartungen scheitert. Dafür hat Santl mit Cai Waldenberger einen Trainer-Fuchs hinter sich, der ganz genau weiß wie es ist, junge Kämpfer zu formen und nach oben zu führen. Wir dürfen uns freuen.