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Deutsche Meisterschaft Amateur-Muaythai IFMA/MTBD 2010

Die deutsche Meisterschaft im Amateur-Muaythai MTBD / IFMA am 12. und 13. Juni wirft ihre Schatten voraus, für die man sich im Vorfeld auf den jeweiligen Landesmeisterschaften qualifizieren musste.

Amateur-Muaythai, also Muaythai mit Schutzausrüstung (Kopfschutz, Ellbogenschoner, Brustschutz, Boxhandschuhe und Schienbeinschoner), ist beileibe kein Amateursport, sondern ein Wettkampf von Topathleten nach dem Amateur-Muaythai-Regelwerk. Deshalb sieht man auch immer Kämpfer auf A-Klasse-Niveau auf Meisterschaften. So sah man z.B. im letztjährigen Finale bis 67 kg das Duell Maxim Fedorkov gegen Juri Kehl, also zwei etablierte A-Klasse-Kämpfer.

Dieser Umstand führt immer wieder zu der Diskussion, warum denn Profis auf den Amateur-Veranstaltungen kämpfen würden. Hier geht es nicht um einen Status wie Amateurboxer oder Profiboxer, sondern um einen Wettkampf nach einem Regelwerk. Auf der Weltmeisterschaft in Bangkok gab es dann auch mal eine Paarung wie Arthur Kyschenko gegen Alex Schmidt. Gerade in Osteuropa haben die Amateur-Meisterschaften einen unglaublich hohen Stellenwert, was mit der staatlichen Unterstützung zusammenhängt.

Damit Deutschland international mithalten kann, ist eine weitere Steigerung der Wettkämpfe bei den fortgeschrittenen Wettkämpfern von Nöten. Bis zu den Weltmeisterschaften zum Ende des Jahres sollen die potentiellen Kandidaten für die Nationalmannschaft weitere Turniere kämpfen.

Das Amateur-Muaythai hat mittlerweile eine Breite Basis in Deutschland und schickt sich an, in den jeweiligen Landessportbünden aufgenommen zu werden. In Rheinhessen z.B. ist dieses Ziel schon erreicht und es gibt schon einzelne Trainer, die eine Muaythai-Trainerlizenz vom Landessportbund vorweisen können.

Dieses Jahr wird das Turnier erstmals als A-Turnier IFMA ausgeschrieben und somit werden die Erwachsenen ohne den sonst eingesetzten Brustpanzer kämpfen.