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„Der Kampf wird keine 5 Runden gehen“

Roland Dabinovci vor der Europameisterschaft. (Foto: Dabinovci, Caplin & Strahm)

Der 22. März 2014 soll für Roland Dabinovci ein ganz großer Tag werden. An diesem Tag wird er in seiner Heimatstadt Weiden um die derzeit vakante Europameisterschaft der WKU antreten. Die Vorbereitungen im Kampf gegen Fatih Aktas laufen derzeit auf Hochtouren. Ein Sieg ist dabei fest eingeplant und er soll nur eine Zwischenstation für höhere Aufgaben sein.

Groundandpound.de: Roland, am 22. März kämpfst du in deiner Heimat Weiden gegen Fatih Aktas um die Europameisterschaft der WKU. Wie laufen die Vorbereitungen?
Roland Dabinovci: Die Vorbereitungen laufen alle nach Plan. Ich fühle mich fit und bin sehr motiviert. Der Kampf gegen Fatih Aktas kann kommen.

Wie denkst du über deinen kommenden Gegner?
Ich denke, dass er auch sehr stark und auch entsprechend gut vorbereitet sein wird.

Wo siehst du die Stärken und Schwächen von Aktas?
Er ist ein sehr guter Techniker und immer mit dem Herzen dabei. Aber er hat ein sprichwörtliches Glaskinn und das werde ich ausnutzen, sobald sich auch nur ansatzweise die Chance dazu ergeben wird.

Erzähl uns doch einmal wie dein derzeitiges Trainingspensum aussieht und ob du Aktas im Vorfeld auf Videos studierst?
Im Moment bin ich bei der Ausdauer- und Kraftphase. Aber grundsätzlich studiere ich meinen Gegner nicht, da verlasse ich mich ganz auf meinen Instinkt. Wenn es darauf ankommt, dann bin ich in der Lage, meine Kampfstrategie schnell zu ändern.

Der Kampf ist zwar auf fünf Runden angesetzt, aber wie hoch ist deiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass er auch über fünf Runden gehen wird?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Kampf nicht über die kompletten fünf Runden gehen wird.

Deinen letzten Kampf hast du im Dezember auf der Stekos Fight Night in Bayreuth absolviert. Wie zufrieden bist du mit deinem Auftritt gewesen?
Ich bin sehr zufrieden gewesen mit diesem Sieg und mit meiner Leistung bei diesem Kampf. Das Ergebnis zum Schluss war einstimmig. Trotzdem war ich überrascht von den Nehmerqualitäten des Portugiesen.

Lokalmatador und jede Menge eigene Fans bedeuten auch einiges an Druck. Wie geht man damit um?
Mit dieser Art von „Druck“ kann ich sehr gut umgehen, weil ich es als Herausforderung sehe, meinen Freunden und Fans zu zeigen, was ich drauf habe.

Aktas meinte vor kurzem, dass er auf die Unterstützung seiner Fans baut, von denen es auch einige in Weiden geben soll. Was wird ihn deiner Meinung nach in Weiden erwarten?
Natürlich hoffe und wünsche ich ihm, dass er auch Unterstützung von seinen Fans bekommen wird. Ich bin mir aber auch sicher, dass meine Fans wie eine Wand hinter mir stehen werden.

Machen wir es kurz. Roland Dabinovci schlägt Fatih Aktas, weil…?
Weil ich schon sehr lange auf diese Chance, in meiner Heimatstadt zu kämpfen, warte und somit bin ich mehr als gut auf diesen Kampf vorbereitet.

Deine bisherigen Auftritte bei The Champions Club liefen ja nicht immer so, wie man es sich selbst als Kämpfer wünscht. Abergläubisch bist du aber dennoch nicht, oder?
Es ist natürlich nicht immer so gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe. Aber wie heißt es so schön: „Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage.“

Gehen wir mal davon aus, dass du den Kampf um die Europameisterschaft gewinnen wirst. Wie wird deine weitere Planung für 2014 aussehen?
Ich habe für 2014 noch einige Kämpfe in Planung. Den Kampf am 22. März sehe ich als Zwischenstation auf meinem weiteren Weg nach oben.

Die abschließenden Worte im Interview, sie sollen natürlich dir gehören.
Zu einem leidenschaftlichen Kämpfer gehört die Kraft des Denkens, die Kraft des Willens und die Kraft des Herzens.

Roland, ich danke dir für das Gespräch und wünsche dir viel Erfolg für den Kampf am 22. März in Weiden.
Ich danke GroundandPound, dass ihr euch die Zeit für mich genommen habt.